Geschrieben von Rolf Steinke am 31. März 2025
Petersberg, historische Altstadt, Altes und neues Rathaus und viele Treppen und Kopfsteinpflaster
Die Roland-Figur am Rathaus erinnert an die ehemalige Reichsstadt Nordhausen
Kurz nach der Grenzöffnung fuhr der Autor dieses Berichtes mit seiner Familie über den damaligen Grenzübergang Duderstadt/Teistungen nach Nordhausen. Es war eine Reise, die alle sehr beeindruckt hat: schlechte Straßen und viele verfallene Häuser, ein Geruch von Rauch...Man musste in den Filmen und Serien im DDR-Fernsehen genau hinschauen, um den schlechten Zustand in den Städten und Dörfern zu sehen.
Eine Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten
Vom Bahnhof aus kann die Stadt zu Fuß oder per Straßenbahn erkundet werden. In einem großen Gebäude ist die Harzer Schmalspuren Gesellschaft untergebracht und bietet Bahnfahrten in den Ostharz an. Jeden Tag fährt eine Dampflok zum Brocken. Der Preis beträgt über 55 Euro für eine Hin- und Rückfahrt, erzählt der freundliche Herr in den Räumen, wo es viele Produkte über die Harz Querbahnen zu kaufen gibt.
Die Nordhäuser Marktpassage bietet einen Querschnitt verschiedener Geschäfte. Die Echte Nordhäuser Traditionsbrennerei bietet neben Besichtigungen auch Theateraufführungen und Kabarett-Abende an. Eindrucksvoll ist der Petersberg. Ein steile große Treppe führt hinauf. Dort ist auch ein großer Spielplatz gerade für Jugendliche, die mit ihren Rädern Kunststücke auf angelegten Buckelpisten ausüben können.
Altes und Neues Rathaus
Der Roland, dessen Nachbildung am alten Rathaus befestigt ist, hat eine jahrhundertealte Geschichte, die aber in diesem Beitrag nicht im Mittelpunkt steht. Aber dennoch sind die Gebäude sehr eindrucksvoll zu bestaunen.
Unterstadt, Oberstadt, Altstadt
Inzwischen sind 35 Jahre vergangen, seit der Berichterstatter mit seiner Familie nach Nordhausen fuhr. Ein Gang durch die Altstadt an diesem Samstag zeigte große Veränderungen. Sehr gut restaurierte Fachwerkhäuser, die natürlich in vielen Jahren mit viel Aufwand in Stand gesetzt wurden. Der Dom zum Heiligen Kreuz überragt die Altstadt mit seinen zwei großen Kirchtürmen. Typisch ist das gut erhaltene Kopfsteinpflaster auf den Wegen und Straßen.
Stadt im Ruhemodus
Schon etwas verwundert war der Autor, dass am Samstagmittag fast alle noch vorhandenen Geschäfte nicht mehr geöffnet haben. Auch in der Gastronomie gibt es unterschiedliche Öffnungszeiten. In der Altstadt gibt es noch zahlreiche Gaststätten, die erst ab 16.00 oder 17.00 Uhr öffnen. Das Gasthaus “Zum Socken“ in der Altstadt bietet eine umfangreiche Speisekarte mit Thüringer Gerichten an und ist auch schon in der Mittagszeit geöffnet.
Mit dem Zug angereist
Von Bad Lauterberg gibt es eine stündliche Bus- und Bahnverbindung nach Nordhausen. Mit einem Tagesticket von 11,70 Euro reicht es über Herzberg nach Walkenried. Dann muss man allerdings eine extra Karte von Walkenried bis Nordhausen lösen, wobei die Fahrt 7,50 Euro kostet. Nach über 35 Jahren ist es nicht gelungen, Niedersachsen und Thüringen kostengünstig zu einem einheitlichen Tarifsystem zu verbinden. Das Bahnhofsgebäude ist in einem guten Zustand und der Bahnhof ist ein Ausgangspunkt für Fahrten nach Erfurt, Halle und vielen weiteren Zielen.
Dunkle Geschichte der Stadt
In diesem Bericht werden vorerst die Sehenswürdigkeiten in der Roland-Stadt erwähnt, demnächst wird bei LauterNEUES noch ein Artikel über die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora erfolgen.