Geschrieben von Rolf Steinke am 22. September 2025
900-jährige Klostergeschichte, europäisches Yogazentrum, ein Weg der Stille und schmackhafte Aroniabeerentorte
Die Radtour der Wanderlustradler aus Bad Lauterberg führte zur Klosteranlage Gerode im südlichen Eichsfeld
Das Kloster Walkenried ist UNESCO-Welterbe und auch wegen der Konzerte im Kreuzgang sehr bekannt. Das einzigartige Museum schildert das Leben der Zisterzienser-Gemeinschaft in einer bemerkenswerten Ausstellung. Aber Gerode? Gibt es dort auch ein Kloster? Was ist dort zu sehen?
Immer noch ein Wunder
Zwölf Radler und Radlerinnen starteten an einem herrlichen Spätsommertag in Richtung Gerode. Nahe in einem Wald von Osterhagen erinnert eine Tafel, dass sich hier eine Grenze befand. In Weilrode feierte gerade die Feuerwehr ein Fest. Als hätte es nie ein geteiltes Deutschland gegeben, wurde die Gruppe freundlich begrüßt. Die Bratwurst schmeckte schon.
Kloster hat wechselhafte Geschichte
Auf ein Klingeln an der großen Torpforte vor der Klosteranlage nahm eine Angestellte die Radler in Empfang. Wilfried hatte die Gruppe angemeldet. Bevor es den verdienten Kuchen gab, setzte sich Anna zu der Gruppe und erzählte schon mal vorab über die Geschichte des Klosters. Vor einem Jahr wurde das 900-jährige Jubiläum gefeiert, bemerkte sie. Bei der gut einstündigen Führung durch das sehr weitläufige Gelände, das eine Vielfalt von großen, alten Bäumen beinhaltet, wurden die ehemaligen Klosteranlagen besichtigt. Es ist geplant, ein Dach über die Gemäuer zu installieren, um auch weiter Konzerte zu veranstalten. Viele Informationen gab die Mitarbeiterin der Stiftung, die alles sehr ruhig und detailliert erklärte.
Weg der Stille
In vielen Broschüren wird das Gesundheits- und Ausbildungszentrum im Kloster Gerode erklärt. Das BenefitYoga steht hier im Mittelpunkt. Unter dem Motto Gesund Leben, Ausbilden, Pflegen und Heilen werden im Kloster zahlreiche Yoga-Therapien angeboten.
Verdiente Belohnung
Bei dem herrlichen Wetter wurde auf der Terrasse eine längere Zeit bei Café und Kuchen verweilt. Besonders die leckere Torte mit Aroniabeeren schmeckte hervorragend. Sehr zuvorkommend und freundlich wurde die Gruppe bedient.
Natürlich ist das Kloster Gerode auch mit dem Auto gut zu erreichen. Ein Besuch und eine Führung sind sehr lohnenswert. Über gut ausgebaute Wege, die auch durch ehemalige Bahntrassen führten, wurde die Rücktour gestartet. Kurz vor Rhumspringe löste ein Hanffeld eine Diskussion aus, aber Heinz übermittelte später die passende Erklärung für die Gruppenmitglieder. Leider hatte Wilfried anscheinend den Turbo an seinem Rad eingeschaltet, und so wurde die Einkehr ins sonst beliebte Eiscafé in Rhumspringe vom Teamleiter einfach ignoriert.