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Mittwoch, 15. Juli 2026
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Geschrieben von PM Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz" am 05. Oktober 2025
Region

Südharz: Lang gehegter Wunsch im Harz geht in Erfüllung

Herzberg, Bad Lauterberg und Braunlage sind nun mit dem Bus täglich im 2-Stunden-Takt verbunden

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Mit einer Eröffnungsfahrt und einer Bustaufe wurde am 2. Oktober in Anwesenheit von viel politischer Prominenz die neue Landesbuslinie 450 zwischen Herzberg und Braunlage über Bad Lauterberg offiziell eingeweiht. Der Linienbetrieb beginnt am 13.10.2025, er sieht einen täglichen 2-Stunden-Takt zwischen 6 Uhr (Montag bis Freitag) bzw. 8 Uhr (Wochenende) und 22 Uhr vor.

Mit der zu einer Landesbuslinie aufgewerteten Verbindung geht ein lang gehegter Wunsch in diesen drei Kommunen, aber auch unserer Initiative in Erfüllung, stellt doch diese Linie einen weiteren Baustein beim Zusammenwachsen des Harzer Linienbusnetzes dar.

Die Rednerinnen und Redner im Herzberger „Englischen Hof“, wo eine Sonderfahrt von Braunlage endete, betonten denn auch unisono die Bedeutung der neuen täglichen Verbindung. Zu ihnen zählten der Göttinger Landrat Marcel Riethig, Michael Weihrich als Vertreter des Landkreises Goslar, Fritz Rössig vom Regionalverband Braunschweig, Doreen Fragel als zuständige Göttinger Kreisrätin und Stefan Börger, Geschäftsführer des ZVSN. Bad Lauterbergs Bürgermeister Rolf Lange und die Vertreter der Städte Herzberg und Braunlage freuten sich in ihren Grußworten ebenfalls darüber, dass die Erweiterung der Linie – am Wochenende war sie schon alle 2 Stunden unterwegs – in so kurzer Zeit gelungen ist.

Land Niedersachsen bezuschusst die Linie für mehrere Jahre

Als Vertreter des Landes Niedersachsen betonte Matthias Wunderling-Weilbier, Staatssekretär im niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, dass er sich besonders darüber freue, mit der Verbindung Herzberg – Braunlage die 18. Landesbuslinie in Niedersachsen einweihen zu dürfen. Das Land gewährt für diese Linie einen jährlichen Zuschuss von knapp 200.000 Euro, der allerdings auf 5 Jahre befristet ist – danach muss die Linie sich tragen.

Ein Argument mehr für HATIX – auch in Herzberg

Steffi Rienäcker, Vorstand der Harz AG, brach in ihrem Beitrag erneut eine Lanze für HATIX. Die Abführung eines jeweils kleinen Anteils der Gästebeiträge sorge eben nicht nur dafür, dass die Harzer Urlaubsgäste kostenlos Bus fahren könnten, sondern damit für den Erhalt eines großen Liniennetzes mit umfangreichem Fahrtangebot auch am Wochenende, und dies auch für die Einheimischen. Mit der neuen Linie haben Urlauber in Braunlage und Bad Lauterberg – in beiden Kommunen gibt es HATIX – noch mehr Möglichkeiten als bisher schon, sich mit dem Bus im Harz zu bewegen. Aber auch Herzberg profitiert von der neuen Verbindung – vielleicht ein Grund, sich des Themas HATIX auch hier verstärkt anzunehmen. Denn: Wie Osterode zeigt, geht es auch ohne Gästebeitrag.

Sie regte aber auch an, dass eine Lösung für die Anerkennung von HATIX auf der Schiene rund um den Harz gefunden werden sollte, um HATIX schon bei der An- und Abreise nutzen zu können.

Herzberg – Drehscheibe zwischen Bahn und Bus

Der Vertreter der Stadt Herzberg betonte in seinem Grußwort, dass der Bahnhof Herzberg eine Drehscheibe zwischen Bahn und Bus sei und in dieser Eigenschaft für die Stadt von großer Bedeutung ist. Diese Funktion müsse in jedem Fall erhalten bleiben. Wer wollte, konnte dies als kleine Kommentierung der Herzberger Kurve betrachten, welche genau dieser Funktion natürlich erheblichen Schaden zufügen würde. Die Funktion als Drehscheibe wird durch die neue Busverbindung erst einmal gestärkt – und zur Drehscheibe Herzberg gehört auch die tägliche Busverbindung mit Duderstadt (Montag bis Freitag jede Stunde, am Wochenende alle 2 Stunden), auf der übrigens HATIX als einziger aus dem Harz herausführender Linie anerkannt wird.

Die Linie 450 ist zwischen Herzberg und Bad Lauterberg überlagert mit der neuen Linie 455, die eigentlich die alte 450 ist und wie bisher Herzberg mit St. Andreasberg verbindet. Bad Lauterberg behält also seinen Stundentakt mit dem Bahnhof Herzberg. Braunlage profitiert ebenso von der Drehscheibe Herzberg, da nun täglich alle 2 Stunden die Züge aus Richtung Göttingen, Braunschweig und Nordhausen „mitgenommen“ werden – zusammen mit der stündlichen Anbindung an die Südharzstrecke in Walkenried ein ganz starkes Argument für die Nutzung von Bahn und Bus nicht nur für Wanderungen und Ausflüge, sondern auch für die An- und die Abreise.

Voraussetzung freilich: Die durchgehenden Göttinger Züge müssen bleiben und solche aus und in Richtung Paderborn müssen hinzukommen…

Bustaufe als Abschluss

Für heute allerdings traten die Sorgen, die mit „2030+/2040+“ verbunden sind, hinter dem überaus erfreulichen Anlass der Einweihung der neuen oder besser erweiterten Buslinie zurück. „Höchste Eisenbahn“ jedenfalls freut sich uneingeschränkt mit. Es ging zwar zuletzt wirklich rekordverdächtig schnell, der Wunsch selbst aber, der schwebte seit der Einstellung der früheren KVG-Verbindung Braunlage – Bad Lauterberg immer im Raum. Nun ist er erfüllt. Ein paar Dinge zur Nachsteuerung gibt es bekanntlich immer – zum Beispiel die Einrichtung von Wanderhaltestellen unter anderem am Oderhaus und an der Erikabrücke, welche die Nutzungsmöglichkeiten noch erweitern würden.

Aus Anlass der Einweihungsfahrt wurde abschließend noch ein Linienbus der Verkehrsgesellschaft Südniedersachsen auf den Namen „Herzberg am Harz“ getauft, nach „Sieber“ der zweite rollende Botschafter der alten Welfenresidenz und der insgesamt fünfte Bus mit Namen im Südharz.

Auf dem Foto sind vor dem getauften Bus zu sehen: Marcel Riethig – Landrat Landkreis Göttingen, Matthias Wunderling-Weilbier, Staatssekretär des Niedersächsischen Ministeriums für Arbeit, Wirtschaft und Verkehr, Stephan Börger, ZVSN-Verbandsgeschäftsführer, Doreen Fragel – Erste Vorsitzende der ZVSN-Verbandsversammlung und Erste Kreisrätin des Landkreises Göttingen sowie Fritz Rössig, Leiter der Abteilung Regionalverkehr beim Regionalverband Großraum Braunschweig.


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