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Mittwoch, 15. Juli 2026
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Geschrieben von Rolf Steinke am 15. April 2026
Region

Harzer Köhlerhütten, Kalkfelsen, Walpurgisnacht, Aussichtsturm, Wanderparadies und Zwergenkönig Hübich

Auf dem 563 m hohen Iberg nahe Bad Grund beginnt der Harzer Baudensteig

Der historische Kalkfelsen (Fotos: Rolf Steinke)
Der historische Kalkfelsen (Fotos: Rolf Steinke)
Die Kaysereiche
Die Kaysereiche
Neu renovierte Baude auf dem Iberg
Neu renovierte Baude auf dem Iberg
Der Albertturm
Der Albertturm
Die Köte auf dem Schweinebraten
Die Köte auf dem Schweinebraten
Schnee wurde hier eingelagert
Schnee wurde hier eingelagert
Blick vom Hübichenstein auf die Bergstadt Bad Grund
Blick vom Hübichenstein auf die Bergstadt Bad Grund
Achtung Knoblauchgeruch
Achtung Knoblauchgeruch

Eine private Radtour führte am Sonntag von Badenhausen über Forstwege zum Iberger Albertturm. Es waren schon einige Steigungen zu überwinden, die aber mit dem E-Bike durchaus zu bewältigen sind. Eine der markanten Sehenswürdigkeiten wurde erreicht, die Kaysereiche oberhalb der Bergstadt. Hier steht eine typische Harzer Köte. die den Wanderern Schutz bieten soll. Auf einem Schild wird  die historische Geschichte der Eiche beschrieben. Inzwischen treffen mehr Wanderer und Radfahrer mit dem Mountainbike ein und holen sich einen Stempel der Harzer Wandernadel. So auch ein Mountainbiker, der aus Jena kommt, rund um Bad Grund unterwegs ist und in einer Ferienwohnung in Wildemann wohnt.

Geschichte der Kaysereiche 

Auf einem Schild steht “Benannt nach Oberförster Kayser, der von 1862 bis 1882 Leiter des Forstamtes Bad Grund war. Durch das Anlegen von Wanderwegen hat er den 1855 gegründeten Kurort Bad Grund wesentlich unterstützt. Ihm zu Ehren ist diese Eiche gepflanzt, die erst nach mehrmaligen Versuchen hier in 570 m über NN aufgewachsen ist.“

Weiter führte die Tour über den TaternPlatz und zum Schweinebraten. Hier steht eine weitere typische Harzer Köhlerköte. Diese wurde vor einigen Jahren Opfer einer Brandstiftung und mit Einsatz des Harzklubs Bad Grund und vieler Spenden wieder original aufgebaut. Über die Spinne wurde der Iberger Albertturm erreicht.

Start des Harzer Baudensteiges 

Der Iberger Albertturm ist eines der Wahrzeichen im Harz und ein Treffpunkt für Wanderer und inzwischen auch Moutainbiker und Pedelec-Radler. Die Baude wurde von Mitgliedern des Harzklubs Bad Grund und Förderern aufwendig restauriert. Vom Iberg führt der  Harzer BaudenSteig über 6 Etappen und knapp 100 Kilometer nach Walkenried.

Erinnerungen an frühere Zeiten und Schneeballschlacht 

Der Autor dieses Berichtes erinnert sich noch sehr gern an die Zeit, als er in Bad Grund wohnte. Fast jedes Wochenende ging es, meist am Sonntag, mit den Kindern zum Turm auf dem Iberg. Im Sommer wurden im Garten typische Harzer Spezialitäten verzehrt. Für eine besondere Überraschung sorgte der Wirt des Gaststätte: Auf einem Podest wurde ein Schneemann aufgebaut. In den Wintermonaten wurde Schnee in einem tiefen Loch im Stroh eingelagert. In Frack und Zylinder fragte der damalige Wirt den Schneemann nach seinem letzten Wunsch - Eisbein mit Sauerkraut. Dies war natürlich nicht zu erfüllen und so sorgte der Schneemann mit einer Schneeballschlacht im Sommer für viel Freude bei den Kindern und Erwachsenen.

Hübichenstein und Welt Wald 

Nach einer Stärkung im Garten der Gaststätte führte die Tour abwärts zum Hübichenstein. Natürlich wurde der historische Kalksteinfelsen bestiegen und eine gute Sicht in Richtung Bergstadt war möglich. Unter der imposanten Kulisse des Hübichenstein findet seit Jahrzehnten am 30. April ein Theaterstück mit Bezug auf die Geschichte der Bergstadt statt. Im Mittelpunkt des Stücks stehen die Geschichte der ehemals freien Bergstadt und die Sagen um den Zwergenkönig Hübich. Weiter ging es zum Welt Wald, der inzwischen kein Geheimtipp mehr ist. In ihm befinden sich Baumarten aus Nordamerika, Asien und Europa und zahlreiche Rundwege zeigen die Vielfalt. Zusätzliche Attraktionen wie Indianer Tipi und eine Hängebrücke sind auch für Familien mit Kindern zu empfehlen. 

Durch das Kelchtal der ältesten Bergstadt im Oberharz ging es weiter in Richtung Windhausen und Badenhausen wurde erreicht. Die Fahrräder wurden auf das Auto geladen und dann ging es zurück nach Bad Lauterberg.


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Bild der Woche