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Freitag, 23. Oktober 2026
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Geschrieben von PM Grenzlandmuseum Eichsfeld am 28. Mai 2026
Region

Gedenkwanderung und Vortrag zum Nationalpark Thayatal/Österreich am Europäischen Grünen Band

Veranstaltung des Grenzlandmuseums Eichsfeld am 31. Mai

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Gedenkwanderung

Datum:     Sonntag, 31.05.2026, 10:45 Uhr – ca. 16:00 Uhr
Treffpunkt:     Parkplatz Grenzlandmuseum Eichsfeld
Ort:         Grenzlandmuseum Eichsfeld
Duderstädter Straße 7-9, 37339 Teistungen

Vortrag zum Nationalpark Thayatal

Datum:     Sonntag, 31.05.2026, 16:00 Uhr – 17:00 Uhr
Ort:         Bildungsstätte Grenzlandmuseum Eichsfeld
Duderstädter Straße 7-9, 37339 Teistungen


Das Grenzlandmuseum Eichsfeld und die Heinz Sielmann Stiftung laden auch in diesem Jahr gemeinsam zu einer geführten Gedenkwanderung ein, um an die Abriegelung der innerdeutschen Grenze im Jahr 1952 und an die Folgen der Verschärfung des DDR-Grenzregimes für die Menschen auf beiden Seiten der Grenze zu erinnern.

In diesem Jahr wird die Gedenkwanderung thematisch auch mit der europäischen Dimension des Grünen Bands verbunden. Dazu findet im Anschluss an die Wanderung um 16:00 Uhr ein Vortrag in der Bildungsstätte statt, in dem der Nationalpark Thayatal am österreichisch-tschechischen Grünen Band vorgestellt wird.

Zum Ablauf der Gedenkwanderung: 

Treffpunkt ist um 10:45 Uhr am Grenzlandmuseum Eichsfeld. Von dort erfolgt ein Bustransfer zum Parkplatz Rote Warte. Hier beginnt die rund neun Kilometer lange Wanderung zurück zum Grenzlandmuseum Eichsfeld. 

Die Route führt vom ehemaligen Grenzübersichtspunkt Rote Warte über das West-Östliche Tor entlang der ehemaligen Grenze bis nach Teistungen. Neben historischen Themen geht es während der geführten Wanderung auch um die wertvollen Perlen der Natur, die heute rechts und links des einstigen Todesstreifens und heutigen Grünen Bandes liegen. 

Prägend für diese Strecke – wie für das gesamte Grüne Band – ist die große Vielfalt unterschiedlicher Lebensräume in enger Nachbarschaft und Verzahnung: Es ist nicht übertrieben, zu sagen, dass sich auf diesen neun Kilometern außer Hochlagen der Mittelgebirge, große Gewässer und Meeresküsten fast die gesamte Biotopbandbreite des Grünen Bands finden lässt, von nass bis trocken, von Rohboden bis bewaldet.

Eine Pause ist für die Teilnehmenden am West-Östlichen Tor geplant (Selbstversorgung). Dabei wird es einen Austausch zur europäischen Bedeutung des Grünen Bands und den Chancen des Bewerbungsprozesses „Grünes Band als UNESCO-Welterbe“ u.a. mit David Möller, Thüringer Staatssekretär für Sport und Ehrenamt, Heribert Donnerbauer vom Nationalpark Thayatal und Wolfgang Nolte, Vorstand Grenzlandmuseum Eichsfeld und Stiftungsrat Heinz Sielmann Stiftung geben. 

Im Anschluss an die Wanderung findet in der Bildungsstätte am Grenzlandmuseum Eichsfeld um 16:00 Uhr ein Vortrag über den Nationalpark Thayatal am österreichisch-tschechischen Grünen Band statt. Zu Gast ist Heribert Donnerbauer vom Nationalpark Thayatal. 

Die Teilnahme ist kostenfrei. Um vorherige Anmeldung unter der Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 036071 – 97112 wird gebeten.

Die Kooperationsveranstaltung findet auch im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe – Das Grüne Band in Thüringen” der Stiftung Naturschutz Thüringen und des Thüringer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur statt.
(https://www.stiftung-naturschutz-thueringen.de/erleben/auf-dem-weg-zum-welterbe/veranstaltungen) 


Zum historischen Hintergrund der Gedenkwanderung: 

Am 26. Mai 1952 beschloss die Regierung der DDR „Maßnahmen“ zur Abriegelung der rund 1.400 km langen innerdeutschen Grenze zur Bundesrepublik Deutschland und verschärfte damit das Grenzregime. 

In einer Verordnung des Ministeriums für Staatssicherheit wurde einen Tag später die Errichtung eines gestaffelten fünf Kilometer tiefen Grenzgebietes festgelegt sowie strenge Regularien für das Leben und Arbeiten in dieser „Sperrzone“. Menschen, die außerhalb des Grenzgebietes lebten, mussten Passierscheine für einen Besuch oder die Arbeit beantragen. Westdeutsche durften nicht mehr in die Ortschaften der Sperrzone. Die Proteste während der Friedlichen Revolution im Herbst 1989 führten am 13. November 1989 zur Aufhebung des Sperrgebietes.

Zur Grenzabriegelung von 1952 gehörten auch Zwangsaussiedlungen. Sie wurden nur wenige Tage nach den Verordnungen im Sperrgebiet an der innerdeutschen Grenze durchgeführt und sind in Thüringen unter dem Namen „Aktion Ungeziefer“ bekannt geworden. Bei den Zwangssiedlungen im Jahr 1952 verloren mehr als 8.000 Menschen ihre Heimat. Allein im Eichsfeld waren mehr als 300 Menschen betroffen. Eine zweite große Zwangsaussiedlungswelle aus dem Sperrgebiet fand am 3. Oktober 1961 statt.

Ablauf:
10:45 Uhr    Treffpunkt am Grenzlandmuseum Eichsfeld 
11:00 Uhr:    Begrüßung durch die Vorsitzende des Grenzlandmuseum Eichsfeld
Horst Dornieden und Wolfgang Nolte
Begrüßung durch David Möller, Thüringer Staatssekretär für Sport und Ehrenamt
Anschließend Wanderung vom Parkplatz Rote Warte bis zum West-Östlichen Tor

13:00 Uhr    Ankunft West-Östliches Tor
Gemeinsamen Picknick (Selbstversorgung) mit anschließendem Gespräch zur Bedeutung des Grünen Bands und seiner europäischen Dimension

Teilnehmer: 
David Möller, Thüringer Staatssekretär für Sport und Ehrenamt
Heribert Donnerbauer vom Nationalpark Thayatal
Wolfgang Nolte, Vorstand Grenzlandmuseum Eichsfeld und Heinz Sielmann Stiftung
Moderation: Mira Keune, Grenzlandmuseum Eichsfeld

14:00 Uhr    Fortsetzung der Wanderung 
16:00 Uhr    Ankunft am Grenzlandmuseum Eichsfeld
Vortrag der Bildungsstätte zum Nationalpark Thayatal“ an der österreichisch-tschechischen Grenze
Referent: Heribert Donnerbauer, Nationalparks Thayatal


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