Geschrieben von PM Grenzlandmuseum Eichsfeld am 09. Juni 2026
Gedenktag für die Opfer des SED-Unrechts am 17. Juni
Kranzniederlegung und Vorstellung eines Schülerprojekts am Grenzlandmuseum Eichsfeld
Anlässlich des Jahrestages des Volksaufstands 1953 in der DDR lädt der Trägerverein des Grenzlandmuseums am 17. Juni 2026 um 16:00 Uhr zu einer Kranzniederlegung für die Opfer der innerdeutschen Grenze und des SED-Unrechts am Mahnmal am Grenzlandweg ein.
Am 17. Juni 1953 demonstrierten rund eine Million Menschen in der DDR für bessere Lebensbedingungen, Demokratie und die Einheit Deutschlands. Das SED-Regime schlug die Demonstrationen mit Hilfe sowjetischer Panzer nieder. Tausende wurden inhaftiert, mehr als 50 Menschen starben.
Der Trägerverein wird auch an die Entwicklungen an der innerdeutschen Grenze erinnern, die vor 65 Jahren, im Jahr 1961, mit dem Bau der Berliner Mauer stattfanden. Zu ihnen gehörten neben dem weiteren Ausbau der menschenverachtenden Grenzanlagen auch Zwangsaussiedlungen aus dem Grenzgebiet der DDR.
Im Anschluss wird um 17:00 Uhr in der Bildungsstätte ein medienpädagogisches Geschichtsprojekt zur legendären „Kofferdemo“ vorgestellt. Die Kundgebung, die im Januar 1990 am damaligen Grenzübergang Duderstadt/Worbis stattfand, wurde mit ihrem einzigartigen grenzüberschreitenden Charakter zu einer der größten Kundgebungen der Friedlichen Revolution in Thüringen. Schülerinnen und Schüler der Bergschule St. Elisabeth (Heilbad Heiligenstadt) und des Eichsfeld-Gymnasiums (Duderstadt) konzipierten und drehten während einer Projektwoche im Grenzlandmuseum gemeinsam einen Dokumentarfilm zur „Kofferdemo“ und zu weiteren Ereignissen der Jahre 1989/90 im Eichsfeld.
Herzlich lädt der Trägerverein alle Interessierten zur Präsentation des Films durch die beteiligten Jugendlichen ein. Die Veranstaltung bietet Gelegenheit, einen Einblick in die kreative und medienpraktische Arbeit der Jugendlichen zu erhalten und auf das Projekt zurückzublicken.
Gefördert wurde das multimediale Projekt durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Medienpartner war die Firma medienblau aus Kassel.
