Geschrieben von Christian Dolle am 16. Oktober 2014
Jugendliche organisieren ihr eigenes Festival
Verantwortung übernehmen, einmalige Erfahrungen sammeln: Weitere Teilnehmer sind beim Projekt „Pop II Go“ willkommen
Ein außergewöhnliches Angebot bieten die Jugendpflegen im Landkreis Osterode mit dem Projekt „Pop II Go“ an. Am Montagabend (13.10.2014) wurden erstmals all jene Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren ins Haus der Jugend in Osterode eingeladen, die gerne einmal ihr eigenes Festival organisieren wollen. Für viele ein einmalig tolles Angebot und eben auch eine Möglichkeit, einen praktischen Einblick in zahlreiche Berufe zu bekommen, die mit Musik, Veranstaltungsmanagement und Öffentlichkeitsarbeit zusammenhängen.
„Wir dürfen wirklich alles selber entscheiden?“
„Es wird relativ viel von euch verlangt“, stellte Christian Serfati, Stadtjugendpfleger in Osterode, gleich zu Beginn heraus. Immerhin ist den Projektteilnehmern nahezu alles freigestellt, sie selbst entscheiden, was aus ihrem Event wird. Die Jugendpfleger stehen als Ansprechpartner natürlich immer bereit und werden auch Workshops mit Fachleuten auf die Beine stellen, die den jungen Organisatoren das nötige Rüstzeug mitgeben. Das Budget von 20.000 Euro insgesamt stellt die Landesarbeitsgemeinschaft Rock im Rahmen des Bundesprogramms „Kultur macht stark“ zur Verfügung, denn natürlich muss niemand eigenes Geld beisteuern. Doch alles, was dann passiert, liegt in der Verantwortung der Jugendlichen.
„Und wir dürfen alles selber entscheiden?“, fragten einige Teilnehmer zunächst etwas ungläubig. Genau das ist der Ansatz des Projektes, jenen, die an dieser Branche interessiert sind, praktische Erfahrung mitzugeben und ihr Organisationstalent unter Beweis zu stellen. „Es geht darum, selber herauszufinden, wie das alles funktioniert“, erläuterte Silke Mursal-Dicty, Jugendpflegerin in Bad Sachsa. Im Klartext bedeutet das, die Teilnehmer müssen sich auf eine Musikrichtung einigen, sich um das Booking kümmern, eine Location suchen, die Öffentlichkeitsarbeit selbst in die Hand nehmen und bis hin zu den Toiletten alles in verschiedenen Arbeitsgruppen vorbereiten.
Einige von ihnen kennen Festivals wie beispielsweise das Rock Harz als Besucher, andere machen selber Musik oder haben schon einmal im Umfeld eines Festivals gearbeitet. Vor allem aber haben sie alle Interesse daran, einmal selbst etwas auf die Beine zu stellen. „Wir wollen gerne wissen, was so alles dahintersteckt“, sagten einige, „wir finden es spannend, eigene Entscheidungen zu treffen“, begründeten andere ihre Teilnahme.
Jugendliche aus dem ganzen Landkreis willkommen
Wem es ähnlich geht, der ist herzlich willkommen, noch mitzumachen. Das nächste Treffen ist bereits am Mittwoch, 22. Oktober, um 18 Uhr im Haus der Jugend in Osterode. Dann soll unter anderem festgelegt werden, wann (voraussichtlich an einem Wochenende im November) die Workshops mit den Referenten stattfinden. Jugendliche aus anderen Orten können natürlich die jeweiligen Jugendpfleger ansprechen, wie sie herkommen oder auch, um nähere Infos zum Projekt zu bekommen. „Wer mitmacht, soll es aber bitte auch durchziehen“, bat Peter Dzimalle , Stadtjugendpflege Herzberg. „Verlässlichkeit ist bei einer solchen Aufgabe sehr wichtig.“
Kontakt zu den Jugendpflegen:
Samtgemeinde Walkenried
Jugendpflege/ Evangelische Jugend im Südharz, Frank Walter-Klimainsky, Unter den Schießeichen 8, 37445 Walkenried
Telefon 05525 / 22 22
Bad Sachsa
Jibs e.V., Silke Mursal-Dicty, Jugendherbergsstraße 5a, 37441 Bad Sachsa
Telefon 05523 / 95 38 79
Samtgemeinde Hattorf
Jugendpflege, Robert Holz, Otto-Escher-Straße 12, 37197 Hattorf am Harz
Telefon 05584 / 209 36
Stadt Herzberg am Harz
Stadtjugendpflege, Peter Dzimalle, Domeyerweg 1, 37412 Herzberg am Harz
Telefon 05521 / 22 48
Stadt Osterode am Harz
Stadtjugendpflege, Simone Böckmann, Christian Serfati, Bernd Blumhardt, Scheerenberger Straße 34a, 37520 Osterode am Harz
Telefon 05522 / 317 57 90
Landkreis Osterode am Harz
Kreisjugendpflege, Martina Ludwig, Herzberger Straße 5, 37520 Osterode am Harz
Telefon 05522 / 96 07 50
Stadt Bad Lauterberg im Harz
Die Stadt Bad Lauterberg beschäftigt seit dem 01.08.2014 keinen Jugendpfleger mehr. Interessierte Jugendliche können sich aber natürlich gerne an die anderen genannten Jugendpflegen wenden.

