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Geschrieben von PM am 07. Februar 2017
Region

Beteiligte einig: „Sicher durch den Harz“ muss weitergehen

Motorrad: Länderübergreifende Initiative zieht Bilanz und plant voraus

Die Staffelübergabe im Polizeikommissariat Osterode. (Fotos: Polizei)
Die Staffelübergabe im Polizeikommissariat Osterode. (Fotos: Polizei)
Harzrasen ist ungesund: Infomaterial zur Initiative.
Harzrasen ist ungesund: Infomaterial zur Initiative.

Zwar hat der Winter in diesen Tagen Norddeutschland mehr oder weniger fest im Griff – dennoch liegt das nächste Frühjahr und damit der Beginn der Motorradsaison im Harz in nicht allzu weiter Ferne. Vor kurzem trafen sich Fachleute und Repräsentanten aus den beteiligten Polizeidienststellen und der Landesverkehrswacht Niedersachsen im Rahmen der länderübergreifenden Verkehrssicherheitsinitiative „Sicher durch den Harz“ im Polizeikommissariat Osterode, um den Stab für die Koordination und Lenkung der seit 2009 jährlich durchgeführten Aktionen weiterzureichen. Das Polizeirevier Harz mit Sitz in Halberstadt/Sachsen-Anhalt hat den „Ausrichterstab“ vom Leiter des Polizeikommissariats Osterode Hans-Werner Ingold entgegengenommen und steigt damit in die Vorbereitungen für die kommende Saison ein. Partner sind auch die Polizeiinspektion Goslar sowie die Landespolizeiinspektion Nordhausen.

Ziel der Initiative ist es, die Zahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung motorisierter Zweiräder zu senken und insbesondere deren häufig schwere Folgen zu minimieren. Im Jahre 2009 vereinbarten die Bundesländer Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen, gemeinsam an diesem Ziel zu arbeiten. Neben der Polizei sind die Verkehrswachten der beteiligten Länder und eine Vielzahl weiterer Partner in der Verkehrssicherheitsarbeit involviert. Die Federführung obliegt nun der Kriminalhauptkommissarin Brachmann von der Polizei Halberstadt und ihrem Team.

 

Bilanz 2016: Weniger Verletzte, aber Handlungsbedarf bleibt

Im zurückliegenden Jahr hatte die Polizeiinspektion Northeim/Osterode Koordination und Leitung der Aktion übernommen. Der länderübergreifende Informationsaustausch habe verstärkt werden können, so das Fazit von Hans-Werner Ingold. Den von Kradfahrern stark frequentierten Strecken solle künftig noch größere Aufmerksamkeit hinsichtlich Straßenzustand und Verkehrssicherheit gewidmet werden. Neben einzelnen, gezielt präventiv ausgerichteten Veranstaltungen hätten aber auch, teilweise mit Unterstützung der Sicherheitspartner, repressiv ausgelegte Kontrollen und Überprüfungen erfolgen müssen. Dabei wurde auch die für das Gebiet der Polizeidirektion Göttingen im Jahr 2016 neu eingerichtete „Spezialisierte Kontrollgruppe Krad“ eingesetzt.

Hans-Werner Ingold zog bei der Stabübergabe eine erste Bilanz aus den Erfahrungen und Erkenntnissen des Vorjahres. Leider hielten sich nicht alle Verkehrsteilnehmer an die Verkehrsvorschriften und brächten sich dadurch selbst, aber auch andere, immer wieder in Gefahr. Trotz aller Sensibilisierung, präventiven Ausrichtung, aber auch Repression verunglückten auch im Jahr 2016 zahlreiche Motorradfahrer auf den Straßen des Harzes. Im Bereich des Altkreises Osterode am Harz ging die Zahl der Verunfallten allerdings merklich zurück. Ereigneten sich im Jahr 2015 noch 38 Verkehrsunfälle mit zwei Toten, zwölf Schwer- und elf Leichtverletzten, so waren es in 2016 noch 34 Unfälle mit zehn schwer- und acht leichtverletzten Personen in der Klasse der Motorräder über 125 ccm. Wohl auch ein Erfolg von Aufklärung, Überwachung und Verbesserungen im Verkehrsraum, so Ingold.

Einig waren sich zum Ende der Veranstaltung alle: Die Verkehrssicherheitsinitiative „Sicher durch den Harz“ muss fortgeführt werden. Die Landesverkehrswacht Niedersachsen unterhält für die Zielgruppe die Internetseite www.sicher-durch-den-harz.de (externer Link).


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