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Geschrieben von PM Landkreis Göttingen / Boris Janssen am 09. März 2017
Region

Mehr als 165.000 Mal geblitzt

Landkreis Göttingen zieht Bilanz der Verkehrsüberwachung im Jahr 2016

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Mehr als 165.000 Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr verzeichnet die Bußgeldstelle des Landkreises Göttingen für das Jahr 2016. Darunter waren exakt 162.247 Geschwindigkeitsüberschreitungen im Gebiet des neuen Landkreises Göttingen. Das sind rund 20.000 mehr als die Summe der Verstöße in den Altkreisen Göttingen und Osterode am Harz im Jahr 2015 (142.287).

 

Fast die Hälfte auf Autobahnen geblitzt

Rund ein Drittel (55.353) der Tempoverstöße registrierte allein die stationäre Anlage der Polizei an der A 7 am Laubacher Berg vor der Werratalbrücke. Hier wurde auch die höchste Geschwindigkeit gemessen: Ein Raser war mit besorgniserregenden 218 km/h (statt erlaubter 100 km/h) unterwegs. Die stationäre Anlage an der A 38 (in der Auffahrt zur A 7 Fahrtrichtung Süden) registrierte 21.912 Verstöße. Der schnellste Temposünder wurde mit 131 km/h geblitzt (erlaubt: 60 km/h). Die übrigen Fallzahlen verteilen sich auf die neun weiteren stationären sowie sieben mobile/teilstationäre Geschwindigkeitsmessanlagen.

Neben der Geschwindigkeitsüberwachung findet an sechs Ampeln im Landkreis eine sogenannte Rotlichtüberwachung statt. Hier wurden 3.276 Verstöße festgestellt.

 

„Wesentlicher Baustein für mehr Verkehrssicherheit“

Die festgestellten Verstöße verschaffen dem Kreis natürlich satte Einnahmen: Die zu erwartenden Buß- und Verwarngelder summieren sich für das Jahr 2016 auf knapp 8,4 Millionen Euro, so der Landkreis. Das Geld fließt in den allgemeinen Haushalt.

Eigentlich gehe es aber um mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Die Verkehrsüberwachung sei ein wesentlicher Baustein der Maßnahmen, so der Landkreis. Für die Verkehrssicherheit seien Kontrolle und Durchsetzung der Sicherheitsvorschriften (also zum Beispiel von Tempolimits) unerlässlich, das zeige auch die enorme Zahl festgestellter Verstöße. Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit sei eine Hauptursache für Unfälle.

Mit seiner Überwachung leiste der Landkreis Göttingen seinen Beitrag zur Unfallprävention und zur Verringerung der Zahl von Verletzten im Straßenverkehr. Gerade die Anlage an der A 38 sei ein Beispiel für gelungene Unfallprävention: Seit Inbetriebnahme am 28.01.2016 kam es an dem vormaligen Unfallschwerpunkt zu keinem Unfall mehr.

 

Der Landkreis Göttingen ist als Bußgeldbehörde zuständig für rund 1.500 Kilometer Gemeindestraßen, 390 Kilometer Kreisstraßen, 342 Kilometer Landes- und 242 Kilometer Bundesstraßen. Hinzu kommen 48 Kilometer Bundesautobahn im Kreisgebiet.


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