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Donnerstag, 16. Juli 2026
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Geschrieben von Rotary Club / Peter Bischof am 22. September 2017
Region

Zwei Stunden aus einem Guss

Rotary Club besuchte das Stahlunternehmen Pleissner in Herzberg

Mit Helm, Kittel und Sicherheitsschuhen waren die Rotarier gut gerüstet für den Firmenrundgang
Mit Helm, Kittel und Sicherheitsschuhen waren die Rotarier gut gerüstet für den Firmenrundgang
Pleissner-Produktionsleiter Rolf Linsen (rechts) stellte die wichtigsten Kennzahlen des Herzberger Stahlwerks vor
Pleissner-Produktionsleiter Rolf Linsen (rechts) stellte die wichtigsten Kennzahlen des Herzberger Stahlwerks vor

Im Jahr 1908 gründete Otto Pleissner eine Eisengießerei in Herzberg. Heute ist die Pleissner Guss GmbH einer der führenden Hersteller von Gussteilen aus Stahlguss und Nickelbasislegierungen. "Wir verfügen über jahrelanges Know-how in der Fertigung von Komponenten für den Spezial- und den allgemeinen Maschinenbau", erläuterte Produktionsleiter Dipl. Ing. Rolf Linsen den Mitgliedern des Rotary Clubs Bad Lauterberg-Südharz im Rahmen einer zweistündigen Vorstellung und Führung durch das Unternehmen.

Hohe Mitarbeiteridentifikation
Kernaktivität sei die Herstellung und Bearbeitung von Stahlgussteilen für Industriearmaturen und Pumpen in einem Gewichtsbereich von 150 Kilogramm bis zwölf Tonnen. "Weitere Abnehmerbereiche sind die Bahnverkehrstechnik, die Energieerzeugungstechnik sowie der Maschinenbau inklusive der Offshore-Technik."
Es gebe eine hohe Identifizierung der Mitarbeiter mit dem Unternehmen, so Linsen. Deshalb habe man auch keine Probleme, junge Leute für die Ausbildung zu finden, da häufig bereits der Vater oder sogar der Großvater bei Pleissner beschäftigt waren. Denn das Werk hatte 1980 über 1.000 Beschäftigte, einen Jahresumsatz von über 50 Millionen Euro und einen monatlichen Ausstoß von rund 1.300 Tonnen Stahl- und Edelstahlguss. Seit dem Jahr 2000 gehört Pleissner Herzberg zur Georgsmarienhütte Holding GmbH. Nachdem das Werk kurzzeitig unter dem Namen AEK InterForm Herzberg fungierte, kehrte man zwei Jahre später zum alten Namen Pleissner Guss GmbH zurück.

Straffer Produktionsprozess
Um den ständig wachsenden technologischen Anforderungen gerecht zu werden, verfügt die Pleissner Guss heute über eine umfangreiche technische Ausstattung. "Angefangen mit computergestützter Erstarrungssimulation bis hin zur mechanischen Bearbeitung auf CNC-gesteuerten Maschinen bieten wir unseren Kunden ein vollständiges Leistungsspektrum." Über 50 Prozent der Produkte werden in die EU und nach Übersee exportiert.
Der Produktionsprozess umfasst die Schritte Arbeitsvorbereitung, Simulation, Modellbau und Kern- und Formherstellung. Hinzu kommen mit der Putzerei, der Bearbeitung und der Qualitätssicherung die abschließenden Schritte. "Die umfassende Qualitätssicherung ist für uns die Grundlage unserer Arbeit", weiß Rolf Linsen. "Aufgrund unserer vollständigen Ausrüstung können alle gängigen Verfahren der Oberflächenrissprüfung, Volumenprüfung und zerstörenden Werkstoffprüfung im Hause durchgeführt werden."

Fotos: Rotary Club


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