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Geschrieben von PM Landkreis Göttingen am 29. März 2018
Region

Herzberger Ampelblitzer außer Betrieb

Induktionsschleifen müssen verändert werden – Noch keine Anhaltspunkte für Messfehler

Sollen für Frieden im Straßenverkehr sorgen: Traffipax-Blitzer. (Archivfoto: Boris Janssen)
Sollen für Frieden im Straßenverkehr sorgen: Traffipax-Blitzer. (Archivfoto: Boris Janssen)

Der Landkreis Göttingen hat in Herzberg die Rotlichtanlage an der Kreuzung Osteroder Straße/Von-Einem-Straße (Standort ehemalige Post) außer Betrieb genommen. Es handelt sich um eine Anlage des Typs Traffipax TraffiPhot III der Firma Jenoptik. Laut Presseberichten wurden bundesweit Anlagen dieses Typs deaktiviert. Grund hierfür ist, dass die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig die Aufbauanleitung für das Fabrikat präzisiert hat. Dabei geht es um den Abstand der Induktionsschleifen, die in der Fahrbahn verlegt werden. Der Abstand dieser Schleifen muss nun 1,20 Meter betragen.

Bauartbedingt ist dies aber nur bei Anlagen relevant, in denen mehrere Fahrspuren in gleicher Fahrtrichtung gleichzeitig überwacht werden. Der Landkreis Göttingen nutzt aktuell neben der TraffiPhot-III-Anlage in Herzberg eine weitere in der Ortsdurchfahrt Gieboldehausen (Einmündung Hahlestraße; am Imbiss Leinemann). Hier wird jedoch anders als in Herzberg nur eine Fahrspur überwacht, sodass keine Änderung nötig ist.

In Herzberg dagegen werden die Induktionsschleifen nach Ende der winterlichen Wetterverhältnisse der aktuellen Aufbauanleitung angepasst und wieder in Betrieb genommen. Zur Frage, ob es in der Vergangenheit zu falschen Messungen am sogenannten Ampelblitzer gekommen sein könnte, liegen keine Anhaltspunkte vor. Die Problematik wird aktuell mit der Firma Jenoptik, dem Mess- und Eichwesen des Landes Niedersachsen sowie der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig geprüft.


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