Geschrieben von PM BI Altkreis Osterode am 09. April 2018
„Strukturelle Bündelung im Westharz sinnvoll“
BI Altkreis Osterode begrüßt Fusionsvorstoß des Braunlager Bürgermeisters und schlägt zudem Fusion von Bad Grund mit Clausthal-Zellerfeld vor
Der Vorstoß des Braunlager Bürgermeisters Stefan Grote, die Südharzgemeinden Bad Lauterberg, Bad Sachsa und Walkenried mit der ehemaligen Kreisstadt Braunlage zu fusionieren und die neu entstehende Gemeinde als Mittelzentrum in den Landkreis Goslar zu integrieren, sorgt im Altkreis Osterode für Furore.
„Wir finden die Idee durchaus interessant, wenngleich wir nicht erkennen können, dass Göttingens Landrat Reuter den Südharz aus dem Landkreis entlassen wird“, äußert sich die Bürgerinitiative (BI) Altkreis Osterode in einer Stellungnahme. Frank Kosching, zweiter Vorsitzender der BI und ehemaliger Abgeordneter im letzten Osteroder Kreistag, ergänzt: „Wir finden es bemerkenswert, dass, obgleich Grotes Vorschlag wenig realistisch klingt, ihn bisher keiner der Hauptverwaltungsbeamten im Südharz kategorisch abgelehnt hat.“ Allerdings, gibt Kosching zu Bedenken, würde die „Südharzfusion“ ein Landesgesetz erfordern, denn sowohl der Landkreis Göttingen als auch der Landkreis Goslar müssten territorial verändert werden.
Aus raumordnerischer Sicht findet der gelernte Planer die „strukturelle Bündelung im Westharz sinnvoll und aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger besser als die derzeitige Randlage im Landkreis Göttingen.“ Im Hinblick auf die Herausforderungen von Demografie und Daseinsvorsorge zeige sich nach 16 Monaten, dass die „Fusion“ mit dem Landkreis Göttingen für die Bürger der falsche Weg gewesen sei. Die Kreisverwaltung in der gut 55 Kilometer entfernten Universitätsstadt sei weder willens noch in der Lage, den Südharz, aber auch die Gemeinde Bad Grund, adäquat zu stützen und zu stabilisieren, meint Frank Kosching. Er regt daher an, „zusätzlich zur Südharzfusion die Bergstadt Bad Grund mit der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld zu fusionieren.“