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Donnerstag, 16. Juli 2026
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Geschrieben von PM / Boris Janssen am 21. Juli 2018
Region

Vorsicht vor Telefonbetrügern

Polizei Osterode registriert viele neue Fälle – Präventionsbeauftragter gibt Tipps

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Das Polizeikommissariat Osterode warnt noch einmal nachdrücklich vor Telefongaunern. Der Präventionsbeauftragte Polizeihauptkommissar Volker Hahn berichtet, dass diese Trickbetrüger ihr Unwesen aktuell vermehrt im Gebiet des Altkreises Osterode treiben –immer wieder gehen Hinweise ein, die sich auf fragwürdige Telefonanrufe beziehen. Es gibt sogar Fälle, in denen an der Haustür geklingelt wurde.

Die vorrangige Masche dabei ist, dass die Anrufer eine amtliche Eigenschaft oder eine sonstige Befugnis vortäuschen. In den bisher gemeldeten Fällen gaben sie sich als Polizei- beziehungsweise Kriminalbeamte aus, aber auch „Mitarbeiter einer Telefongesellschaft“ waren schon dabei.

 

Die Maschen der Betrüger

Bei einer Anrufvariante sprechen die falschen Beamten von angeblichen Ermittlungen gegen Einbrecher, in deren Rahmen bei den Tätern ein Zettel oder ein Notizbuch mit Adressen gefunden worden sei. Bei den Anschriften handele es sich um Ziele für geplante Einbrüche. Deshalb sei es nötig, die Wertgegenstände sicher zu verwahren. Es folgt das hinterlistige Angebot, die Wertgegenstände zur sicheren Verwahrung an die Polizei zu übergeben.

In einer anderen Variante geht es um die Zahlung von angeblich fälligen Straf- oder Bußgeldern, die mit Nachdruck eingefordert wird. Dabei drohen die falschen Beamten mit schlimmen Konsequenzen.

 

Wie Gauner sich Vertrauen erschleichen

„Leider klingen die Anrufer, welche sich mit derartigen Tricks über das Telefon oder – wie kürzlich geschehen – auch direkt vor der Haustür als Amtspersonen ausgeben, sehr überzeugend“, sagt Volker Hahn. Das Gemeine: Die im Display angezeigte Nummer ist heutzutage nicht mehr mit Sicherheit die echte Nummer des Anrufers – mit der richtigen Technik können die Anrufer inzwischen jede beliebige Nummer vortäuschen, gerne auch die Nummer der echten Polizei. Man sollte sich auch nicht von der Bekleidung oder dem selbstsicherem Auftreten der Personen beeindrucken lassen, rät Hahn. Auch Dienstausweise, deren echtes Aussehen man nicht kennt, solle man bei der örtlichen Polizeidienststelle oder der entsprechenden Institution, also zum Beispiel der Telefongesellschaft, hinterfragen.

Wichtig: Ruft man dann bei der Polizei oder der Institution an, muss man die zu verwendende Telefonnummer unbedingt selbst im Telefonbuch oder im eigenen Register heraussuchen. Auf keinen Fall Visitenkarten oder mündlich genannte Nummern nutzen, den Gaunern dienen diese oft zur Täuschung. Auch sollte man in diesen Fällen keineswegs die Rückruffunktion des Telefons verwenden, egal welche Nummer angezeigt wurde – im Zweifel landet man ja nur wieder bei den Betrügern.

 

Empfehlungen der Polizei

Um nicht auf diese Betrüger hereinzufallen, sei entschlossenes und konsequentes Handeln notwendig, stellt Hahn fest. Die Polizei empfiehlt deshalb:

  • In jedem Fall das von den Anrufern geschilderte Ereignis selbst bei Polizei oder anderer Institution hinterfragen und dabei immer selbst herausgesuchte und selbst gewählte Telefonnummern nutzen.
  • Am Telefon keine Auskünfte über Wertgegenstände, vorhandenes Bargeld oder Lebensverhältnisse machen!
  • Fremden, auch fremden Kriminal- oder Polizeibeamten, niemals Wertgegenstände oder Bargeld aushändigen! Die Polizei ist keine Bank, hat keine Schließfächer und darf selbst gar keine Verwahrung anbieten oder durchführen.
  • Beim geringsten Zweifel die Polizei anrufen! Hier gibt es Rat und Hilfe!

Sollte jemand vor der Haustür stehen, gelte besonders: „Fremde bleiben draußen!“ Egal, was sie für Geschichten erzählen. „Echte Polizeibeamte haben für Ihr Misstrauen Verständnis und werden Sie nicht bedrängen und einen überprüfenden Anruf eher loben und ruhig abwarten“, weiß Volker Hahn.


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