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Geschrieben von PM Universitätsmedizin Göttingen (UMG) am 23. Januar 2019
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Raus aus der Co-Abhängigkeit

Alkohol, Medikamente, Glücksspiel und exzessive Mediennutzung: Der Bereich Suchtmedizin an der UMG bietet Hilfe und Beratung für Angehörige von Menschen mit Suchterkrankungen

Wie Alkohol und Medikamente können auch Glücksspiel und exzessive Mediennutzung süchtig machen. (Foto: ColiN00B / pixabay.com)
Wie Alkohol und Medikamente können auch Glücksspiel und exzessive Mediennutzung süchtig machen. (Foto: ColiN00B / pixabay.com)

Das Zusammenleben mit einem suchtkranken Menschen ist für Angehörige außerordentlich belastend und schwierig. Partner und Kinder, aber auch Arbeitskollegen, die sich sorgen, mitleiden oder mitfühlen, können schließlich selbst darüber krank werden.

Besondere Hilfe und Beratung für Angehörige von Suchtkranken bietet der Bereich Suchtmedizin an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Das Angebot richtet sich an Angehörige von Suchtkranken, die von Alkohol und/oder Medikamenten abhängig sind (erste Gruppe ab März 2019), wie auch übermäßig viel Zeit mit Computern und anderen Medien verbringen (eine Angehörigengruppe für den Bereich solcher nicht-stoffgebundener Süchte ist für den Herbst 2019 geplant). In der Gesprächsgruppe können sich Angehörige mit anderen Betroffenen austauschen. Darüber hinaus erfahren sie Wichtiges über Suchterkrankungen, deren Ursachen und mögliche Auswirkungen. Sie lernen, eigene Verhaltensweisen in Beziehung zu dem Betreffenden zu erkennen und zielbringend anzupassen.

„Schon der Austausch mit anderen Angehörigen bringt oftmals Erleichterung“, sagt Astrid Reichardt, Diplom-Sozialarbeiterin und systemische Familienberaterin im Bereich Suchtmedizin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der UMG. „Darüber hinaus bietet die Gruppe konkrete Hilfestellungen und Tipps für alltägliche Situationen. Wir diskutieren auch konkrete Fragen, zum Beispiel: ‚Wie spreche ich über die Suchterkrankung mit meinen Kindern, Freunden und anderen Familienmitgliedern?‘“

 

Gruppe Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit

Die Gesprächsgruppe für Angehörige von Menschen mit Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit startet am Mittwoch, dem 6. März 2019. Insgesamt finden sechs Gruppentermine in wöchentlichem Rhythmus (nicht in den Ferien) jeweils mittwochs von 18 bis 19.30 Uhr statt. Die Teilnahme an der Gruppe ist kostenfrei. Die Treffen finden im Gruppenraum der Sucht-Tagesklinik in der Von-Siebold-Straße 3 statt.

Eine Anmeldung für die Gruppe ist noch bis 1. März 2019 möglich.

 

Folgegruppen und Gruppe exzessive Computer- und Mediennutzung sowie Glücksspiel

Anmeldungen für Folgegruppen sowie für die geplante Gruppe im Herbst 2019 für Angehörige von exzessiven Computer- und Mediennutzern und Glücksspielern werden jederzeit angenommen.

 

Kontakt und Anmeldung

Interessierte Angehörige können sich jederzeit anmelden beim Bereich Suchtmedizin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der UMG. Ansprechpartnerin ist Astrid Reichardt, erreichbar über Telefon 0551 / 39 – 666 10 oder 39 – 666 11 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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