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Sonntag, 14. April 2024
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Geschrieben von Rainer Behrens am 14. Juni 2020
Sport

Help at Corona – das „kleine Meeting“ im Osteroder Jahnstadion

Als Ersatz für das Internationale Sparkassenmeeting gibt es am 18. Juli 2020 nationalen Spitzensport – unter strengen Auflagen und wohl ohne Zuschauer

Tritt zum ersten Mal als amtierende Deutsche Meisterin im Dreisprung im Osteroder Jahnstadion an: Neele Eckhardt von der LG Göttingen. (Foto: Jörg Großmann)
Tritt zum ersten Mal als amtierende Deutsche Meisterin im Dreisprung im Osteroder Jahnstadion an: Neele Eckhardt von der LG Göttingen. (Foto: Jörg Großmann)

Eigentlich sollte am 13. Juni 2020 mit dem 12. Internationalen Sparkassenmeeting wieder Leichtathletik der Spitzenklasse im Jahnstadion Osterode zu sehen sein. Die Corona-Pandemie hatte im April aber für die Absage gesorgt. Gerade für die Topathleten war diese Zeit ohne Wettkämpfe eine harte Probe, sich dennoch weiterhin im Training zu motivieren, hinzu kamen fehlende Einnahmemöglichkeiten. Durch die ersten Lockerungen kommt aber – wenn auch nur langsam – Bewegung auch in die Leichtathletik. Meeting-Organisator Rainer Behrens bot sich bereits Ende Mai an, gegebenenfalls ein „kleines“ Meeting in Osterode für die Bundeskader in ausgesuchten Disziplinen durchzuführen. Dieses Vorhaben fand viel Zuspruch nicht nur in sportlicher Sicht, sondern auch bei der Stadt Osterode. Nach Ausarbeitung und Vorlage eines Veranstaltungs- und Hygienekonzepts haben die Aufsichtsbehörden nunmehr die Genehmigung für die Veranstaltung erteilt.

Die Zwischenzeit bis dahin wurde natürlich genutzt, mit Hilfe der vielfach bestehenden Kontakte ein kleines, aber qualitativ hochwertiges Starterfeld zusammen zu bekommen. Und so darf sich Osterode, bekannt für gute Wurf- und Sprungfelder, am 18. Juli 2020 auf Top-Teilnehmer beim Meeting „Help at Corona“ freuen. Einziger Wermutstropfen: Zuschauer sind bei der Veranstaltung nach jetzigem Stand leider nicht zugelassen. Für Rainer Behrens ist das okay, gehe doch die Sicherheit aller Beteiligten vor und sind auch zahlreiche hygienische Anforderungen zu erfüllen.

 

Starke Starterfelder im Dreisprung

Zusammengestellt werden die Starterfelder grundsätzlich durch die Disziplin-Bundestrainer, die sukzessive bis Ende Juni für ihre Rückmeldung Zeit haben. Am schnellsten reagierte Charles Friedek, der 1999 in Sevilla Weltmeister im Dreisprung mit 17,59 Meter wurde. Besonders erfreulich bei der Meldung ist dabei aus heimischer Sicht, dass Neele Eckhardt von der LG Göttingen erstmals als amtierende Deutsche Meisterin in ihrer Spezialdisziplin Dreisprung im Jahnstadion am Start sein wird. Mit ihrer Bestweite von 14,35 Meter gehört sie zur erweiterten Weltklasse. Inzwischen kann Neele auf drei Deutsche Meistertitel verweisen, außerdem gewann sie 2017 in Taipeh den Titel bei der Sommer-Universiade! Die Jura-Studentin war im Frühjahr bereits in guter Form, wurde in Leipzig Deutsche Hallenmeisterin und war laut Trainer Frank Reinhardt auf einem guten Weg, sich für die Olympischen Spiele in Tokio zu qualifizieren. Nun heißt es auch für sie, sich noch ein weiteres Jahr für das begehrte Ticket zu quälen. Den Stadionrekord hält mit 12,98 Meter ihre Vereinskameradin Lisanne Rieker, eine Weitenverbesserung sollte in jedem Fall am 18. Juli in die Ergebnisliste einfließen.

Mit Felix Wenzel vom SC Potsdam ist bei den Männern ebenfalls der aktuelle Deutsche Hallenmeister gemeldet. Der 25-Jährige ist im Dreisprung ein Seiteneinsteiger, begann er doch als Stabhochspringer. Wegen fehlender Perspektive wechselte er als Jugendlicher die Disziplin – der Erfolg sollte ihm Recht geben. 2018 wurde er erstmals Deutscher Meister mit 16,08 Meter, wobei er bis heute sein Potenzial nicht ausschöpfen konnte. Einige Verletzungen bremsten ihn in dieser anspruchsvollen Disziplin immer mal wieder aus. So darf man gespannt sein, wie er die Wettkampfpause seit März überstanden hat. Der Stadionrekord steht bei 15,25 Meter, eine Weite die Felix Wenzel „drauf“ haben sollte.

 

Highlight für die Kampfrichter

Für die Kampfrichter wird es sicherlich im Juli ein Highlight werden, haben sie doch nur selten Gelegenheit, große Weiten zu vermessen und dabei den deutschen Topstars so nah zu sein, wie es der coronabedingt gebotene Abstand erlaubt.

In den nächsten Wochen wird Rainer Behrens immer mal wieder über die Top-Teilnehmer berichten.


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