Geschrieben von ski am 02. Februar 2013
Strahlende Gesichter bei Dauerregen
Über 150 Finisher beim Winternachtslauf



Am Freitagabend verwandelte sich die Hauptstraße in eine Laufstrecke: es gab eine Neuauflage vom Winternachtslauf.
Wer am 1. Februar bei einer Laufveranstaltung teilnimmt, muss sich auf allerhand gefasst machen, und tatsächlich waren die Bedingungen nur etwas für Hartgesottene. Temperaturen kaum über Null, dafür Dauerregen - und natürlich Dunkelheit, schließlich handelt es sich um einen Nachtlauf.
Kälte, Nässe, Dunkelheit
Dennoch ließen sich die Läuferinnen und Läufer nicht schrecken und strömten zum Start- und Zielpunkt am Kirchplatz. Teilweise mit dicker Winterlaufkleidung und Stirnlampe, andere in Shorts und T-Shirt - trotz des miesen Wetters war den meisten der Spaß am Laufen anzusehen. Denn: auf die Frage, warum man sich so etwas antut, antwortete eine Teilnehmerin: "Das frage ich mich auch jedesmal beim Lauf - aber es muss wohl damit zu tun haben, dass man sich hinterher einfach großartig fühlt".
Die Witterung forderte jedoch ihren Tribut, und so war es äußerst schwierig, auch nur die Siegerehrung durchzuführen - hatten die meisten Teilnehmer nach dem Zieleinlauf doch nur einen Gedanken: raus aus den nassen Sachen und Hinein ins Warme. Viele nutzten denn auch die im Startgeld enthaltene Möglichkeit, sich im warmen Wasser des Vitamar für die Kälte und die Strapazen zu belohnen.
"Feucht", so antwortete der Sieger der 10 Kilometer/Herren, Daniel Wienbreier vom MTV Förste, denn auch auf die Frage, wie der Lauf gewesen sei. Bei den Damen siegte Marie-Joan Föh (VfL Wolfsburg) ; die 5 Kilometer entschieden Yannick Lowin (LG Göttingen) und Emilia Waida (LG Eichsfeld) für sich.
101 Läuferinnen bzw. Läufer bezwangen die um 18 Uhr gestarteten zehn Kilometer, weitere 50 liefen eine Stunde später die 5 Kilometer-Strecke.
Wenig Zuschauerbeteiligung
Leider waren kaum Zuschauer an der Strecke, obwohl diese die ganze Hauptstraße entlang führte - und das mehrmals. Aber bei der Kälte und vor allem dem alles durchdringenden Regen waren nur einige wenige Unterstützer gekommen, um "ihre" Läufer anzufeuern.
Offenbar hatte sich aber auch die Kunde vom Winternachtslauf noch längst nicht in der Stadt herumgesprochen, denn viele Lauterberger waren ob der abendlichen Verkehrssperrung einigermaßen verwirrt. Wirklich schade, denn auch wenn zu so einem Lauf im Winter nur die wahren Laufenthusiasten kommen - jeder Sportler freut sich über klatschende Zuschauer. Bleibt zu hoffen, dass beim LauterBergLauf am 28. September diesen Jahres nicht nur das Wetter mitspielt, sondern auch ein großes Publikum Stimmung macht. Schließlich kommen zu so einem Laufereignis zahlreiche Athleten aus der näheren und ferneren Umgebung - eine Gelegenheit also, sich offen und gastfreundlich zu zeigen.
Die Ergebnislisten gibt es hier (externer Link) abzurufen.
Und unsere große Bildergalerie vom Winternachtslauf finden Sie hier.