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Donnerstag, 16. Juli 2026
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Geschrieben von Boris Janssen am 25. Februar 2013
Sport

Stadt ehrt Sportler des Jahres 2012

Platz 1 an Marion Speit, Hartmut Rodde und die 2. Damen des SVL – Hella Koch und Andreas Kotz für Ehrenamt geehrt

Bad Lauterbergs Sportlerinnen und Sportler 2012
Bad Lauterbergs Sportlerinnen und Sportler 2012

Mit einer kleinen, aber liebevoll organisierten Festveranstaltung haben die Stadt Bad Lauterberg und der Stadtsportbund am Montagabend (25.02.2013) die „Sportler des Jahres 2012“ geehrt. In diesem Jahr standen dabei nicht unbedingt die ganz großen, herausragenden Leistungen im Mittelpunkt. Geehrt wurden vielmehr Menschen, die sich durch Ehrgeiz und jahrelanges Engagement auszeichnen.

So brachte es Bürgermeister Dr. Thomas Gans treffend auf den Punkt: „Wir gratulieren nicht nur zu den sportlichen Leistungen, sondern gleichzeitig zum menschlichen Charakter.“ Denn wer an seinem Können und seinen Ergebnissen arbeite, wer so viel Zeit seines Lebens dem Sport widme, der brauche neben Talent auch eine große Portion Disziplin. Und das wiederum mache die Geehrten zu Vorbildern. Dafür dankte ihnen der Bürgermeister.

Kurt Hübner, Vorsitzender des Stadtsportbundes, freute sich über die Bandbreite der beteiligten Disziplinen. „Es sind Randsportarten dabei, die es verdient haben, auch einmal im Rampenlicht zu stehen.“ Er dankte den Sponsoren der Sachpreise und der Stadtverwaltung für das Ausrichten des Abends.

Das im Vorjahr erprobte Konzept eines Stehempfangs mit anschließendem Imbiss hatten die Mitarbeiter nochmals ausgefeilt. Das Ergebnis war eine kleine Feierstunde, die nicht nach Pflichttermin wirkte. Ganz im Gegenteil: Es wurde eine lockere und zugleich sehr würdevolle Veranstaltung im Ratssaal.

 

Die vom Stadtsportbund gewählten Sportlerinnen und Sportler sowie Auszüge aus den Begründungen:

 

Sportlerinnen des Jahres

1. Platz: Marion Speit (53)

39 Jahre war sie aktive Handballerin, 2012 hat Marion Speit ihre Laufbahn beendet. Über die Schul-AG der damaligen Realschule Bad Lauterberg ist sie 1972 zum Handball gekommen, 1973 dann zum MTV Lauterberg. Dort spielte sie in den jeweiligen Jugend und Seniorenmannschaften. Nur zwischen 1980 und 1983 machte sie eine MTV-Pause: In dieser Zeit spielte sie zunächst zwei Jahre für den TSV Milbertshofen in der Oberliga, später für Grün-Weiß Hildesheim. Bis 2011 gehörte sie dann wieder Mannschaften des MTV an, nur ihr letztes Jahr spielte sie beim TSV Badenhausen.

Marion Speit gelang das Kunststück, mit ihren drei Töchtern in verschiedenen Seniorenmannschaften zu spielen – bei Turnieren sogar mit allen drei Töchtern gleichzeitig. 2006 legte sie den C-Trainerschein beim Handballverband Niedersachsen und auch den Schiedsrichterschein ab. Seit dieser Zeit trainiert sie verschiedene Jugendmannschaften für den MTV und die HSG OHA. 2009 erwarb sie die B-Trainerlizenz für Präventionssport und leitete auch hier einige Kurse für den MTV.

2. Platz: Jocelyn Fritschler (11)

Die jüngste Geehrte des Abends ist gerade einmal elf Jahre alt. Schon mit vier fing Jocelyn Fritschler das Fußballspielen an. Im September 2007, mit fünf, wurde sie im SV Bad Lauterberg angemeldet. Dort ist sie nicht nur ein fester Bestandteil der Juniorinnen-Kreisauswahl des NFV-Kreises Osterode, sondern auch eine wichtige Spielerin der E-Junioren. Obwohl erst 2002 geboren, wurde sie bereits vor der Sichtung ihres Jahrgangs zu den Auswahlmaßnahmen des Jahrgangs 1999 und jünger eingeladen.

Jocelyn Fritschler zeigte sich schon da als äußerst talentierte Spielerin, die sowohl im technisch-taktischen Bereich als auch körperlich mit den älteren Spielerinnen mithalten konnte. Durch ihre Einsätze in Juniorenmannschaften ist auch das körperliche Spiel schon gut ausgeprägt. Ihre technischen Fähigkeiten sind überdurchschnittlich und auch im taktischen Bereich zeigt sie sich sehr lernbereit.

Jocelyn wurde bei den Sichtungsturnieren für Kreisauswahlmannschaften von den Bezirks- und NFV-Verantwortlichen bereits für weitere Sichtungen vorgemerkt. „Ich bin sicher, wir werden noch viel von Jocelyn hören“, sagte Thomas Gans, dem diese Ehrung besonders viel Spaß machte.

 

Sportler des Jahres

1. Platz: Hartmut Rodde (74)

Der „Oldie“ des Abends kommt aus der 4. Herrenmannschaft des TTC Osterhagen. Hartmut Rodde wird in diesem Jahr 75 Jahre alt und ist immer noch eine Stütze seiner Mannschaft und erzielt positive Spielergebnisse.

Auch auf Turnieren erreicht er immer noch gute Platzierungen sowohl auf Vereins- als auch auf Kreisebene. Mit dem Seniorenteam Ü 60 des TTC Osterhagen feierte er schon einige Erfolge.

Der TTC Osterhagen beschreibt Hartmut Rodde so: „Er ist stets ein fairer Sportsmann und Vorbild für unsere jungen Spieler. In die Jugendarbeit bringt er sich bei Bedarf immer noch ein und tritt bei Veranstaltungen des TTC Osterhagen (Vereinsturnier, Kreismeisterschaften und so weiter) als Helfer und Unterstützer auf. Er ist sozusagen die gute Seele des Vereins und wird als mit Abstand ältester Spieler auch in den anderen Vereinen des Kreisverbandes geschätzt. Seine kameradschaftliche Art kommt auch bei den vergnüglichen Veranstaltungen des Vereins stets gut an.“

2. Platz: Tom Täubert (27)

Nachdem er bereits im Vorjahr ganz oben stand, wurde Tom Täubert in diesem Jahr auf den zweiten Platz gewählt. Bürgermeister Thomas Gans prophezeite denn auch, dass dieser „Ausnahmesportler sicher nicht das letzte Mal“ geehrt werde. Tom Täubert ist Rettungsschwimmer und Ausbilder der DLRG-Ortsgruppe Bad Lauterberg. Er betreibt aktive Jugendarbeit und ist ebenfalls Technischer Leiter in der Ortsgruppe.

Täubert ging 2012 in Berlin bei den 38. Deutschen Meisterschaften im Schwimmen, Tauchen und Retten an Start, wo sich an zwei Tagen insgesamt 472 Teilnehmer in 1451 Einzel- und Staffelstarts sowie im Wasserball maßen. Er erreichte zahlreiche gute Platzierungen in unterschiedlichen Disziplinen. Den größten Erfolg erreichte er über 100 Meter Rückenschwimmen: Platz 3. Im rettungsspezifischen Dreikampf bestehend aus 25 Meter Tauchen, 50 Meter Freistil und 25 Meter Schleppen in Dienstkleidung sicherte er sich Platz 4. Weitere Platzierungen konnte Tom Täubert mit einer Staffelmannschaft aus Hamburg (Hamburger Bäderbetriebe) erreichen. Auch im Mannschaftssport Wasserball hat er mitgespielt, die Mannschaft der Hamburger sicherte sich Platz 4. Seine Ergebnisse bei den Meisterschaften 2012 waren eine deutliche Steigerung zum Vorjahr.

 

Mannschaft des Jahres

2. Damen-Mannschaft SVL

Janett Giersch (31), Daniela Nowottnick (40), Carmen Schmidt (37), Stephanie Lagrave (46), Yvonne Müller (20), Laura Michael (18), Beate Trübel (29), Jana Lagrave (20), Saskia Kutschinski (17), Sophia Müller (18). Trainer: Dirk Nowottnick. Betreuer: Hans-Georg Illhardt, Peter Pfeng.

Wer hätte gedacht, dass diese Mannschaft mal so erfolgreich sein würde, wo doch zu Beginn fast alle nur zum Spaß auf dem Platz standen. Die jetzige 2. Mannschaft entstand eigentlich 2006. In diesem Jahr entschlossen sich ein paar hoch motivierte Damen älteren Jahrgangs, den Fußball für sich als neues Hobby zu entdecken. Damals wurde die Truppe liebevoll die Ü-30-Damen getauft.

Nur allzu lange sollte es diese Mannschaft nicht geben, da man sich entschloss, die damalige 2. Damen mit den Ü-30-Mädels aufzustocken. Im April 2007 nahm man dann in der neuen Formation an dem Spielbetrieb der Kreisklasse teil. Von Saison zu Saison sah man eine deutliche Steigerung. Unter den Trainern Dieter Höche und Dirk Nowottnick holte man sogar den Titel des Hallenkreismeisters in der 7er-Kreisklasse Goslar.

Im vergangenen April übernahm Dirk Nowottnick als Trainer. Peter Pfeng und „Schorse“ Illhardt sind immer begleitend für die Mannschaft da. In der Saison 2012/2013 versuchen sich die 2. Damen jetzt in der Kreisklasse Göttingen. Nachdem sich der Kreis Osterode und der Kreis Göttingen zusammen getan haben, war man eigentlich ganz froh, mal auf neue Teams zu treffen. Und es könnte für die Damen nicht besser laufen: Sie wurden Herbstmeister 2012.

 

Sonderpreis Ehrenamt

Andreas Kotz (46)

Andreas Kotz trainiert seit über zehn Jahren (zusammen mit Georg Friedrich und Markus Werner) seine Mannschaft, die jetzige A-Jugend. Das Besondere hierbei: Sie haben den Jungs nicht nur das Fußballspielen beigebracht, sondern auch, dass man etwas dafür tun muss, um beispielsweise einen schönen Sportplatz zu haben. In diversen Arbeitseinsätzen der Mannschaft, als Helfer beim Osterfeuer oder sonstigen Veranstaltungen haben sie bewiesen, dass man auch Jugendliche dazu bringen kann, sich ehrenamtlich einzubringen.

Andreas Kotz spielt selbst noch in der Alten Herren-Mannschaft und stand auch der 2. Mannschaft immer zur Verfügung. Er pflegt die Website der SVG und leistet in den technischen Dingen rund um das Sportgeschehen (Geräte zur Rasenpflege und dergleichen) seinen Beitrag.

Hella Koch (68)

Hella Koch gehört seit 1976 dem SCBL an. Und schon im selben Jahr übernahm sie das Amt der Sportwartin im Segelclub. Seit dem hat sie insgesamt 29 Jahre ein Amt im Vorstand bekleidet.

Als Sportwartin kümmerte sie sich um die Regattaaktivitäten im Verein, wie die Organisation der Vereinsregatten, aber insbesondere auch von Schwerpunkt- und Ranglistenregatten mit überregionaler Beteiligung auf der Odertalsperre. Sie selbst nahm in den Folgejahren zusammen mit ihrem Ehemann Dieter an vielen Regatten erfolgreich teil.

Im Jahr 1981 besetzte Hella Koch zusätzlich das Amt der Schriftführerin. Nachdem sich 1982 ein Nachfolger für den Sportwartposten gefunden hatte, übernahm sie ab 1983 bis zur Jahrtausendwende für 17 Jahre die Geschäftsführung des Clubs. Und als 2009 der Sportwart-Posten erneut vakant wurde, ließ sie sich nicht lange bitten.

Weil sie sich nun aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr so aktiv im Verein engagieren und an Regatten teilnehmen kann, will sie sich nun mehr ihrem zweiten Hobby widmen, der Malerei.


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