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Geschrieben von Florian Herterich (TuS Clausthal-Zellerfeld) am 20. Mai 2016
Sport

Beim Wacken-Festival des Schwimmsports

Unvergessliches Erlebnis: TuS Clausthal-Zellerfeld hat beim 19. Danish Swim Cup teilgenommen, einem der größten Schwimmwettbewerbe der Welt

Die Dänemarkreisenden vom TuS Clausthal-Zellerfeld am Strand bei Esbjerg.
Die Dänemarkreisenden vom TuS Clausthal-Zellerfeld am Strand bei Esbjerg.

Vom 5. bis 8. Mai 2016 haben 13 aktive Schwimmer des TuS Clausthal-Zellerfeld am 19. Danish Swim Cup in Esbjerg an der Westküste Dänemarks teilgenommen. Das ist einer der größten Wettkämpfe der Welt, zu denen man sich frei anmelden kann. Insgesamt waren etwa 1.500 Aktive aus sieben Nationen an drei Tagen am Start. Die meisten Teilnehmer kamen aus Dänemark und Deutschland, aber auch Finnland, Schweden, Island und die Niederlande waren dabei. Die weiteste Anreise hatte ein Top-Team aus Canada.

 

Leichte olympische Gefühle bei Gänsehaut-Atmosphäre

Esbjerg ist sozusagen das „Wacken Festival“ des Schwimmsports. Die Veranstaltung ist so groß, dass die Vorläufe täglich etwa sieben Stunden in Anspruch nehmen und in zwei Schwimmhallen abgehalten werden. Nach einer kurzen Pause starten dann am späten Nachmittag die Finalläufe der acht Jahrgangsbesten vom Vormittag in den verschiedenen Lagen über die Kurzstrecken 25 Meter, 50 Meter und 100 Meter im imposanten Schwimmstadion Danmark. Der Finalabschnitt wird täglich eingeleitet durch eine beeindruckende Musik- und Lichtshow. Am ersten Tag findet während dieser Show ein Einmarsch aller Vereine statt, der schon leichte olympische Gefühle aufkommen lässt. Vor jedem Finallauf werden die einzelnen Starter in der dunklen Halle mit Musik und Scheinwerferlicht vorgestellt, bevor dann für den Lauf das Licht wieder eingeschaltet wird. Diese Atmosphäre trieb jedem Schwimmfreak Gänsehaut auf die Arme und motivierte zu vielen neuen Bestzeiten.

 

TuS-Akteure: Fünf Medaillen – Bestzeiten bei Dreiviertel der Starts

Die Oberharzer absolvierten insgesamt 92 Einzel- und einen Staffelstart. Drei Viertel dieser Starts endeten mit persönlichen Bestzeiten. Vier TuS-Akteuren wurde die Ehre zu Teil, an insgesamt elf Finals teilzunehmen.

Erfolgreichster Starter war Niklas Katron. Der 14-jährige Schüler aus Osterode gewann in seinem Jahrgang über 25 Meter und 50 Meter Brust, zusätzlich gewann er Silber über 100 Meter Lagen.

Ebenfalls in vier Finals schwamm Tim Rebentisch. Für ihn sprang am Ende eine Silbermedaille heraus über 100 Meter Rücken. Silber sicherte sich auch Nick Näther über die 25 Meter Brust Sprintdistanz. Ins Finale schaffte es außerdem Luca Sophie Zirbus aus Badenhausen über 25 Meter Brust und 100 Meter Lagen, wo sie beachtliche Plätze belegte.

Weitere Top-10-Platzierungen gab es für Jesper Torben Sievers und Natalie Schreyer. Aber auch alle anderen konnten gute Plätze und Zeiten erreichen. Das gilt für Sophia Pfeil, Esther Schwindt, Merle Dröttboom, Sandra Näther, Anne Prowald, Anneke Sievers und Timo Müller.

 

Reisebericht und Dank der TeilnehmerInnen

„Unser einfaches Ferienhaus war nett gelegen im Wald mit Strandnähe. Wir haben dort aber nur wenig Zeit verbracht. Frühstück um kurz nach sechs, Abfahrt 6.30 Uhr zum Wettkampf – und dann waren wir zum Abendessen gegen 21 Uhr wieder zurück und dementsprechend früh in den Kojen.

Der Weg zu diesem Event war lang für die Aktiven. Erstens war da die über 500 Kilometer lange Anfahrt. Zweitens die mehr als 500 Trainingskilometer, die jeder der Teilnehmer im Laufe der Saison absolviert hat. Drittens mussten die Teilnehmer das Geld für Fahrt, Unterkunft, Verpflegung und Startgebühren selbst erwirtschaften. Um das zu schaffen, wurde in der Schule Kuchen verkauft und wir haben das aufwendige, aber sehr erfolgreiche Sponsorenschwimmen für uns und ,solidarity harzer helfen‘ initiiert.

Zum Ausgleich aller Mühen haben wir am Sonntag noch einen halben Tag bei bestem Wetter am Strand eingelegt, den sich alle redlich verdient hatten. Nach einer ordentlichen Stärkung im Strandbistro haben wir dann die lange Rückfahrt angetreten. Alles in allem war das für alle Beteiligten sicherlich ein Erlebnis, das man in seinem Schwimmerleben nicht vergessen wird.

Ein besonderer Dank gilt unseren Fahrern, Kampfrichtern und Betreuern Alexandra Prowald, Sandra Näther und Claudia Zirbus, ohne die wir die ganze Aktion nicht hätten durchziehen können.“


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