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Donnerstag, 16. Juli 2026
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Geschrieben von PM Deutscher Rennrutsch Verband am 15. November 2016
Sport

Die Röhre gerockt

Erfolg im Vitamar: Großes Finale des ersten Deutschland-Cups im Rennrutschen

Der Tag war für alle ein Gewinn: Die ausgelassenen TeilnehmerInnen bei der Siegerehrung des ersten Deutschland-Cups im Rennrutschen.
Der Tag war für alle ein Gewinn: Die ausgelassenen TeilnehmerInnen bei der Siegerehrung des ersten Deutschland-Cups im Rennrutschen.

Lang ersehnt von vielen Rutschprofis ist am Samstag (12.11.2016) das große Finale des ersten Deutschland-Cups im Rennrutschen im Bad Lauterberger Vitamar ausgerichtet worden. Aus allen Himmelsrichtungen und vielen verschiedenen Bundesländern waren die 30 Teilnehmer zum finalen Kräftemessen angereist – sie hatten sich zuvor in regionalen Meisterschaften für den Endausscheid qualifizieren müssen.

Viele waren nicht nur alleine unterwegs, sondern mit ihrem gesamten Team. So auch die Speedrutscher Süd, die amtierende Deutsche Mannschaftsmeister im Wettrutschen sind. Doch wer sich hier den Sieg bei einem enorm starken Teilnehmerfeld sichern würde, war eine völlig offene Angelegenheit. Eine gute Einstellung brachte das Newcomer-Team Pomerania Whales mit: „Wir sehen das hier heute ganz locker“, sagte Teamchef Lars Fischer vor dem Wettkampf ganz entspannt. „Dabei sein ist alles, aber vielleicht schaffen wir es auch mit unserem jungen Team, den einen oder anderen Favoriten zu ärgern!“

In den Wettkampfklassen „Herren“ und „Damen“ ging es an den Start. Besonders viel Spannung versprach der Modus im Finale: In zwei Vorläufen ohne Streichzeit konnten sich die schnellsten zehn Rutscher und Rutscherinnen für die alles entscheidende Finalrunde qualifizieren. Hierbei wurden jedoch keine Zeiten übernommen, wodurch nur die darauffolgenden zwei aufsummierten Finalläufe für den Titelgewinn von Bedeutung waren. Es war also auch jede Menge Nervenstärke gefragt.

 

Hohe Leistungsdichte schon in den Vorläufen

Schon in der Vorrunde kam es bei den Herren zu packenden Duellen. Gerade einmal 0,01 Sekunden trennten die drei vorderen Plätze voneinander. So lag zunächst Artur Scherle von den Rutsch Freunden Hameln in Führung, der somit im Finale als letzter Teilnehmer starten durfte. Doch auch die weiteren Plätze in der Endrunde waren hart umkämpft. 0,1 Sekunden lagen zwischen Platz 8 bis 13, was zu einigen glücklichen, aber auch zu einigen enttäuschten Rutschern führte. Organisator Sven Schubert vom Deutschen Rennrutsch Verband (DRV) zeigte sich schon hier zufrieden: „Diese hohe Leistungsdichte ist beeindruckend. So habe ich mir das Finale vorgestellt. Es darf einfach keine einzige Hundertstel auf der Bahn liegengelassen werden.“

Etwas entspannter ging es bei den Damen in die Vorläufe – die knapp zehn Teilnehmerinnen waren bereits automatisch für die Endrunde qualifiziert. Doch an ein Warmrutschen dachte niemand. Kristin Schwarz von den Rutsch Freunden Hameln legte die Messlatte direkt zu Beginn sehr hoch. Mit einer Zeit von 9,50 Sekunden setzte sie ein erstes Ausrufezeichen hinter ihre Titelambitionen und konnte damit im Finale ebenfalls von ganz hinten starten.

 

Herren: „Klausinator“ Mertel holt historischen Sieg

Und wer holt sich nun den ersten Sieg im Deutschland-Cup? Diese Frage dürfte sich so manch einer der Herren im Finale gestellt haben. Besonders Klaus Mertel von den Speedrutschern Süd schien sich damit näher befasst zu haben. Er legte direkt im ersten Lauf einen neuen Bahnrekord hin: Gerade einmal 8,91 Sekunden brauchte er für die 100 Meter lange Black-Hole-Rutsche. Da staunte auch Vitamar-Badleiter Frank-Michael Bengs nicht schlecht: „Wahnsinn, was die Jungs heute für Zeiten hinlegen!“ Ebenfalls stark präsentierte sich Mertels Teamkollege Jens Niedermeyer, der genau wie Mertel die magischen 9 Sekunden knackte. Es schien als wollten die beiden Speedrutscher Süd nach der vermutlich längsten Anreise aller Teilnehmer nicht mit leeren Händen nach Hause fahren.

Besonders spannend war es zwischen Mertel und Niedermeyer dann im zweiten Finallauf. Der historische Sieg ging jedoch am Ende an Klaus Mertel. Von seinen Mitstreitern und Kontrahenten wird er nur „Klausinator“ genannt, allem Anschein nach auch zu Recht. Mit folgenden Worten kommentierte er den Triumph: „Ich fühle mich wieder wie 29 nach diesem tollen Erfolg.“ Sein wahres Alter ersparen wir den ganzen Jungspunden der Rennrutschszene an dieser Stelle lieber einmal. Somit gab es für Jens Niedermeyer erneut den Vizetitel – schon bei den Deutschen Meisterschaften im Wettrutschen reihte er sich auf dem zweiten Platz ein. So verwiesen die beiden Speedrutscher Süd am Ende Artur Scherle auf den dritten Platz in der Gesamtwertung. Er konnte sich vor ein paar alt bekannten Gesichtern aus der Rennrutschszene den Podiumsplatz sichern, ließ unter anderen Andreas Köhnke, Daniel Wilsch und Jan Traub hinter sich.

 

Damen: Kristin Schwarz lässt Konkurrenz keine Chance

Die Frauen durften sich im Finale über jede Menge neue Gesichter freuen. Mit Jasmin Gercer, Manuela Krumnow und Bettina Habenicht waren gleich drei Siegerinnen der regionalen Meisterschaften mit von der Partie. Daher war es besonders spannend, ob Kristin Schwarz ihrer Favoritenrolle gerecht werden könnte. Tatsächlich: Mit starken Zeiten im 9,5-Sekunden-Bereich ließ sie ihren Kontrahentinnen keine Chance. Den Vizetitel sicherte sich Jasmin Gercer. Angereist aus Hannover ging sie mit jeder Menge Elan an den Start, wodurch sie sich am Ende mit dem Podium belohnte. Auf dem dritten Platz folgte Rutschtalent Louisa Boger. Gerade einmal 13 Jahre jung und schon der erste große Erfolg. Darauf hatte sie sich auch sehr ehrgeizig mit regelmäßigem Training vorbereitet. Besonders Markus Hönings, der zweite Vorsitzende des DRV, zeigte sich darüber sichtlich erfreut: „Es ist toll, dass wir auch die Jugend für unseren Sport begeistern können.“

 

Auch 2017 Finale in Bad Lauterberg

Bei der Siegerehrung konnte sich jeder Rutscher über eine Teilnehmermedaille, einen Gutschein vom Online-Shop Rutscherlebnis.de und eine Urkunde freuen. Auf die Gewinner warteten zusätzlich Pokale und Rutschkalender für das Jahr 2017. Ein besonderer Dank der Organisatoren ging an das Team des Vitamar und die zahlreichen Helfer. „Ohne Juliane Wölk vom Marketing und Badleiter Frank-Michael Bengs wäre das sicher nicht so eine schöne Veranstaltung geworden“, sagten sie.

Gespannt dürfen alle Rutschenfans auch schon auf das Jahr 2017 blicken. Dann steht nämlich die zweite Auflage des Deutschland-Cups an. Und eines steht jetzt schon fest: Das Finale wird wieder im Vitamar stattfinden! Weiterhin geplant sind die Erweiterung der regionalen Meisterschaften und eine Änderung der Qualifikationsbedingungen. Mehr wird erst einmal nicht verraten – aber Neugierige werden sicher bald auf der Website des DRV (externer Link) bestens informiert.

Am Samstag verabschiedete sich das DRV-Team also nur für dieses Jahr aus Bad Lauterberg: „Auf ein baldiges Wiedersehen und rockt die Röhre!“


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