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Geschrieben von Karl-Heinz Wolter am 17. April 2019
Vereine und Verbände

Monatsversammlung des Hausfrauenbundes Bad Lauterberg

Blick in den Saal
Blick in den Saal
Monika Marxen (links) und Daniela Pfeiffer
Monika Marxen (links) und Daniela Pfeiffer


Ein nicht ganz einfaches Thema stand im Mittelpunkt des letzten Treffens beim Hausfrauenbund Bad Lauterberg: Es ging um die Tätigkeiten und Aktivitäten des ambulanten Hospizvereins Osterode, zu dem als Referentin Daniela Pfeiffer eingeladen war.
Das Interesse war groß und die Versammlung war gut besucht. Die Vorsitzende des Hausfrauenbundes, Monika Marxen, begrüßte die Damen, wonach sich bei Kaffee und Kuchen gestärkt wurde. Auch einige vereinsinterne Angelegenheiten wurden dabei besprochen. Anschließend gratulierte die Kassiererin, Renate Spinna, mit einem kleinen Gedicht allen Geburtstagskindern des vergangenen Monats.
Dann stellte sich Daniela Pfeiffer vor und referierte über den ambulanten Hospizverein, der den „Altkreis Osterode“ betreut und gegenwärtig 126 Mitglieder hat. Frau Pfeiffer ist als Koordinatorin für die 25 ehrenamtlichen Helfer tätig, unter denen leider nur 2 Männer sind. Der Verein finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Fördergelder und ist gut vernetzt mit den Pflegeeinrichtungen in unserer Region. Er bietet Hilfestellungen durch die Begleitung von Schwerstkranken, Sterbenden und deren Angehörigen jeweils vor Ort in dem vertrauten Umfeld des zu Betreuenden. Das Motto des Vereins lautet: „Dem Leben nicht mehr Tage hinzufügen, sondern den Tagen mehr Leben“. An jedem dritten Donnerstag im Monat führt der Verein ein Trauercafé in Osterode durch, bei dem Trauernde die Möglichkeit haben, sich unter der Begleitung von qualifizierten Trauerbegleiterinnen mit ebenfalls Betroffenen auszutauschen, auch Einzelgespräche sind dabei möglich. Seit 2015 werden durch den Verein auch Trauerbegleitungen für Kinder und Jugendliche durch eine speziell ausgebildete Fachkraft angeboten. Ehrenamtliche Helfer des Vereins werden bei der Erfüllung von bestimmten Voraussetzungen in Befähigungskursen ausgebildet. Die notwendige Betreuung der Helfer selbst wird durch Supervisionen und Fallbesprechungen gewährleistet. Die eigentliche Arbeit vor Ort durch den Besuchsdienst richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen und Situationen und bedeutet manchmal nur: Da sein... ... und da bleiben.
„Das Leid mit tragen“ ist ein weiteres Motto des Vereins. Dieses Ziel wird durch Aktivitäten, Gespräche oder auch nur Schweigen erreicht. Ängste und Sorgen des Kranken und der Angehörigen werden an- und ernst genommen. Bei vorhandenem Interesse an Unterstützung macht sich Frau Pfeiffer bei einem Erstbesuch vor Ort ein Bild und entscheidet dann über den jeweiligen Einsatz eines Betreuers, der sich dann 1 bis 2 x, in wenigen Fällen auch täglich, entsprechend kümmert. Eine „Rund um die Uhr Betreuung“ ist nicht möglich, ebenso werden in der Regel keine Pflegetätigkeiten durchgeführt. Eine Konkurrenz zu anderen Pflegediensten besteht in keinem Fall, sondern es wird eine gute Zusammenarbeit gepflegt. Die Betreuung ist grundsätzlich kostenfrei und es ist keine Antragstellung erforderlich. Die jeweiligen Krankenkassen erstatten dem Verein eine einmalige Fallpauschale.
Den Ausführungen der Referentin schloss sich noch eine kleine Fragerunde an.

Kontaktaufnahme mit dem Verein ist unter der Tel.-Nr.: 05522-708056 jederzeit möglich. Oder auch per Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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