Geschrieben von Peter Bischof am 01. Juli 2021
Norbert Gössling Präsident des Rotary Clubs Bad Lauterberg-Südharz
Björn Gollée übergab das Amt an seinen Nachfolger auf dem Hausberg





Norbert Gössling ist der neue Präsident des Rotary Clubs Bad Lauterberg-Südharz. Er übernahm das Amt von Björn Gollée in einer Feierstunde im Biergarten des Restaurants auf dem Hausberg Bad Lauterberg.
Im Rahmen der Veranstaltung überreichte Björn Gollée die Anerkennung als Paul-Harris-Fellow an Clubmitglied Stefan Flindt. Diese Auszeichnung wird für besondere Verdienste um Rotary verliehen. Stefan Flindt war lange Jahre Vorsitzender des Fördervereins des Lauterberger Clubs, er hat sich für die Bekämpfung von Polio stark engagiert, er war Clubpräsident und trat jetzt zudem das Amt des Clubsekretärs an.
Präsidentschaft durch Corona geprägt
„Die Ämterübergabe Anfang Juli 2020 stimmte uns noch positiv“, begann Björn Gollée sein Fazit über sein Präsidentschaftsjahr. „Hatten wir uns doch erstmals nach einigen Wochen wieder persönlich im Freien getroffen.“
Doch mit dem Sinken der Außentemperaturen seien leider auch wieder die Corona-Fallzahlen gestiegen. „Schnell stand fest, dass die wöchentlichen Meetings erneut nur noch online stattfinden würden. Bekanntlich ging der Lockdown mit allen seinen Belastungen und dem Bangen um Angehörige und Freunde bis nach Pfingsten dieses Jahres.“
Entsprechend sei auch der größte Zeitraum der Präsidentschaft durch Corona geprägt gewesen. Entenrennen, Sozialer Weihnachtsmarkt, Glühweinstand in der Vorweihnachtszeit, alles habe abgesagt werden müssen.
„Zu Weihnachten konnte zumindest ein kleines Zeichen gesetzt werden. Anstelle einer Weihnachtsfeier wurden Genusspakete mit einheimischen Erzeugnissen gepackt und an jeden Freund persönlich, aber kontaktlos mit FFP-Maske unter dem Weihnachtsmannbart, gebracht. Das soziale Engagement sollte trotz Corona nicht verloren gehen.“
Neue Glücksei-Aktion voller Erfolg
Innerhalb kurzer Zeit und ohne persönlichen Kontakt zu möglichen Helfern und Spendern sei dann zu Ostern die rotarische Glückseiaktion in den Südharz gebracht worden. Hier gelte der große Dank allen Beteiligten, angefangen bei den fleißigen Helfern des Kinderschutzbundes und des Schalmeienzuges Osterhagen bis hin zu den Verkaufsstellen. „Die große Spendenbereitschaft von unseren Restaurants, Apotheken und Handel in dieser schweren Krise ist alles andere als selbstverständlich und auch hier gebührt der Dank den Sponsoren. So konnten viele Eier verkauft werden und attraktive Preise, der Situation geschuldet als Gutscheine, gewonnen werden.“
Es seien Corona-bedingt viele Vorhaben auf der Strecke geblieben, schloss Björn Gollée. „Aber dennoch kann ich nur ein positives Fazit ziehen. Die Vorträge wurden durch die Reichweite des Internets äußerst interessant und von hochkarätigen Referenten gehalten, der Zusammenhalt der Freundinnen und Freunde in der kontaktlosen Zeit bestand weiterhin. Mit den rotarischen Glückseiern wurde ein arbeitsintensives und logistisch aufwendiges Großprojekt gestemmt, so dass mit diesen Einnahmen und den Spenden der rotarischen Mitglieder insgesamt 11.500 Euro für gute Zwecke gespendet werden konnten. Aber das Wichtigste – und in der Pandemie leider nicht selbstverständlich – zum Schluss: Wir sind alle noch da und dankbar dafür!“
Nur eingeschränktes Clubleben möglich
Norbert Gössling, der neue Präsident, zollte Björn Gollée „großes Lob und noch mehr Respekt für das Engagement, mit dem er durch so manches virtuelle Meeting geführt hat“. Bei der Übergabe der Pastpräsidenten-Nadel verlieh Norbert Gössling zudem den Titel „Digitalpräsident" an Björn Gollée. Höhepunkt seines, Björn Gollées Wirken, sei die Organisation und Durchführung der Glückseiaktion gewesen, die dieser quasi im Alleingang bewältigt habe bzw. bewältigen musste.
„Wir sind alle noch da und dankbar dafür!“ Björn Gollée zum Thema Corona und Pandemie
„Auch die Überbringung der kulinarischen Boxen kurz vor dem Weihnachtsfest im traditionellen Weihnachtsmannkostüm sei ein Highlight gewesen. „Er war dafür mit seiner Lebensgefährtin Sarah zwei Tage unterwegs. Diese Aktion hat vielen Freunden sehr gefallen.“
Im Folgenden reflektierte Norbert Gössling die rotarischen Ziele, Ideale und Ansprüche. „Diesen ist unser Club in den fast 15 Jahren meiner Mitgliedschaft als kleiner Club immer gut gerecht geworden.“
Innere Stärke für Außenwirkung notwendig
Mit Pandemiebeginn hätten die Club-Aktivitäten jedoch einen herben Dämpfer erfahren. Es habe wenige Möglichkeiten gegeben, Spendengelder zu sammeln und diese in Projekte zu investieren. „Und meines Erachtens viel bedeutsamer: Es gab nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten, ein Clubleben zu führen, wie wir es gewohnt waren und wie wir es uns wünschen. Ich bin der festen Überzeugung: um nach Außen zu wirken, braucht es in jedem Fall eine innere Stärke. Die fehlenden Präsenzmeetings haben in meiner Wahrnehmung auch dazu geführt, dass wir das ein oder andere Clubmitglied gedanklich verloren haben. Dem möchte ich in meiner Amtszeit wieder entgegenwirken.“
Abschließend bat der neue Präsident darum, ihn im kommenden rotarischen Jahr zu unterstützen und mit ihm gemeinsam das zu tun, was „für unsere Gemeinschaft gut und wichtig ist, also die Dinge gemeinsam anzupacken“.