Geschrieben von PM Förderverein Schloss Herzberg am 16. März 2022
Neuer Vorstand, neue Satzung
Aus der Mitgliederversammlung des Fördervereins Schloss Herzberg
Auf der Mitgliederversammlung des Fördervereins Schloss Herzberg konnte der zweite Vorsitzende Wolfgang Zeiß zahlreiche Mitglieder, unter ihnen Bürgermeister Wagner, und zwei Gäste begrüßen. Nach der Ehrung für die verstorbenen Mitglieder leitete er schnell zum Geschäftsbericht über. Manfred Kirchner gab den Bericht des Vorstandes an die Versammlung ab. Er bedauerte, dass der erste Vorsitzenden Peter Bischof im Dezember 2021 verstorben ist und sein Tod eine erhebliche Zäsur für die Vorstandsarbeit war. Bedingt durch die geltende Corona-Verordnung und die Folgen der Pandemie konnte die Mitgliederversammlung für das Jahr 2020 erst im September 2021 abgehalten werden.
Wenn auch viele der geplanten Veranstaltungen dadurch abgesagt werden mussten, konnte sich der Förderverein in einigen Positionen positiv einbringen. Kirchner zählte hierzu drei Video-Vorträge zur Schlosssanierung und zur Baugeschichte des Schlosses, mehrere Baustellenführungen, die Kostenbeteiligung am Schlossmodell, die Beschaffung von Audioguides für das Museum, die Instandsetzung der Vitrinenbeleuchtung im Museum im Bereich Stadtgeschichte und zum Jahresende der Dank an die Bauarbeiter mit einem gemeinsamen Frühstück. Er ging dann auf das gute Verhältnis zum staatlichen Baumanagement ein und sei daher auch dem Wunsch nachgekommen, einen Bericht über die Turmfreigabe des Schlossturms nach Sanierung zurückzustellen. Erfreut sei der Vorstand, dass die schriftliche Abstimmung im Dezember, mit der auf Basis der Corona-Gesetze die unerfüllbare Hürde für Satzungsänderungen beseitigt werden konnte, eine breite Zustimmung gefunden hat.
Mit seinem Kassenbericht konnte Marco Dietrich der Versammlung einen soliden Kassenbestand präsentieren, auch wenn im Geschäftsjahr die Ausgaben höher waren als die Einnahmen. Das sei aber eine Folge der Corona-Pandemie. Dann berichtete er über eine erfreuliche Mitgliederentwicklung mit einem Mitgliederzuwachs von 11 Mitgliedern in den letzten zwei Jahren, so dass am Jahresende 171 Mitglieder den Verein unterstützten. Die Kassenprüfer Ulrich Adler und Reiner Holzapfel bestätigten Marco Dietrich eine gute und solide Kassenführung und stellten in der Versammlung den Antrag auf Entlastung des Schatzmeisters und des Vorstandes. Die Versammlung stimmte diesem Antrag einstimmig zu.
Der Vorstand hatte umfangreiche Satzungsänderungen erarbeitet, die von Marco Dietrich ausführlich vorgestellt und erläutert wurden. Mit den Satzungsänderungen sei eine flexiblere und rechtssichere Vereinsführung und eine Anpassung auf die zukünftigen Herausforderungen beabsichtigt, so Dietrich. Der Vorstand hatte rechtliche Beratung sowohl bei einem Rechtsanwalt als auch beim Register-Amtsgericht eingeholt. Die vorgeschlagene Satzungsänderung wurde einstimmig angenommen.
Für die anschließenden Vorstandswahlen hatte der Vorstand einen Wahlvorschlag anhand von abgestimmten Kriterien erarbeitet und der Versammlung vorgestellt. Durch den Tod von Peter Bischof und den Verzicht auf eine erneute Kandidatur von Wolfgang Zeiß waren die Vorsitzenden neu zu wählen. Aus der Versammlung wurden keine weiteren Kandidaten benannt, so dass offen abgestimmt wurde.
Als erster Vorsitzender wurde Manfred Kirchner und als zweite Vorsitzende Beate Reinecke gewählt. Als Schriftführerin und Pressewartin rückte Petra Hoeft in den Vorstand nach und Marco Dietrich wurde als Kassenwart wiedergewählt. Die bisherigen Beisitzerinnen Ingrid Haas und Daniela Tieling wurden ebenso in ihrem Amt bestätigt wie die Beisitzer Wilfried Dittmann und Detlef Bayer. Die Wahlen erfolgten bis auf wenige Enthaltungen einstimmig. Manfred Kirchner ging dann kurz auf seine Wahl ein und stellte der Versammlung vor, dass er in den nächsten zwei Jahren eine Verjüngung des Vorstandes einschließlich seiner Vorstandsposition anstrebe und die Vorstandsarbeit zukunftsorientiert voranbringen möchte.
Im Anschluss an die Wahl dankte Manfred Kirchner dem bisherigen zweiten Vorsitzenden Wolfgang Zeiß für achtzehn Jahre Vorstandsarbeit und hielt einen kurzen Rückblick auf Ereignisse aus dieser Zeit. Wolfgang Zeiß nutzte die Gelegenheit, noch einmal auf seine Arbeit im Vorstand und auf einige Themen aus seiner Sicht einzugehen. Einen weiteren Dank sprach Manfred Kirchner an Wilfried Dittmann aus, der die Weihnachtsbaumbeleuchtung im Schlosshof im letzten Jahr übernommen hatte.
Zum Programm des Fördervereins Schloss für die nächsten Jahre gab Manfred Kirchner ein paar Denkanstöße und berichtete von aktuellen Planungen. So sei beabsichtigt, am Museumstag am 15. Mai das Evangeliar Heinrichs des Löwen, das als Faksimile im Museum zu sehen ist, Besuchern näher vorzustellen und zur Herzberger Jagdtapete und den Fürsten Christian Ludwig, der dieses Wandbild malen ließ, seien schon Gespräche geführt. Insgesamt wolle man die Herzberger Schlossvorträge wieder beleben und freue sich da schon auf Zusagen des Instituts für historische Landesforschung der UNI Göttingen. Es sei auch daran gedacht, geschichtlich bedeutende Stätten unserer Region wieder gemeinsam zu besichtigen. Weiter wolle man das staatliche Baumanagement öffentlichkeitswirksam unterstützen und gebe den Vorschlag an die Herzberger Bürger gern weiter, die archäologischen Untersuchen zum Beispiel durch Hilfsleistungen zu unterstützen. Weitere Themen waren die Sicht auf das Schloss und die Sicht vom Schloss auf die Stadt, aber auch der Vorschlag, auf dem Schlossparkplatz eine E-Ladesäule aufzustellen.
Unter dem Punkt Verschiedenes ging Bürgermeister Wagner noch einmal kurz auf den Redebeitrag von Wolfgang Zeiß ein und trug seine Sicht vor. Weiter stellte sich die zweite Vorsitzende Frau Reinecke der Versammlung näher vor. Von der Versammlung wurde noch zum Programm des Fördervereins diskutiert und der Wunsch ausgesprochen, möglichst viele Gemeinsamkeiten bei anderen Partnern zu suchen, um Schloss Herzberg als Leuchtturmprojekt weiter voranzubringen.
Manfred Kirchner bedankte sich zum Schluss bei allen Versammlungsteilnehmern und sprach die Hoffnung auf eine gute und erfolgreiche Vorstandsarbeit zum Wohl von Schloss und Stadt Herzberg aus.