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Dienstag, 20. Oktober 2026
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Geschrieben von Karl-Heinz Wolter am 21. August 2022

Vereine und Verbände

Spendenaktion des SoVD Bad Lauterberg erfolgreich abgeschlossen

Ukraine-Flüchtlinge erhielten Erstausstattung

Kinderwünsche werden erfüllt (Fotos: Karl-Heinz Wolter)
Kinderwünsche werden erfüllt (Fotos: Karl-Heinz Wolter)
So sah der Berechtigungsschein aus
So sah der Berechtigungsschein aus
Anstehen an der Kasse
Anstehen an der Kasse
Blick in die Auslagen
Blick in die Auslagen

Die 1400 Euro, die der SoVD Bad Lauterberg gesammelt und für Ukraine-Flüchtlinge zur Verfügung gestellt hatte, sind genau für diesen Zweck eingesetzt worden und haben die Bedürftigen erreicht. Für  das Geld, das an die Johanniter-Unfallhilfe Bad Lauterberg (Haus der Begegnung) übergeben wurde, sind Erstausstattungen über den Kleidershop Bad Lauterberg in der Wissmannstraße 25 (Second-Hand-Waren) an die Flüchtlinge abgegeben worden.

Wie Ingrid Heß, eine der ehrenamtlichen Helferinnen des Kleidershops, in einem Gespräch jetzt mitteilte, wurden an insgesamt 57 Einzelpersonen die entsprechenden Erstausstattungen übergeben. Diese hatten einen Berechtigungsschein vorgelegt, der in enger Zusammenarbeit mit dem Job-Center des Landkreises und der Johanniter-Unfall-Hilfe (Haus der Begegnung) ausgestellt worden war. Dabei wurden neben den eigentlichen persönlichen Dingen der Erstausstattung je nach Bedürftigkeit auch Haushaltswaren und Spielwaren ausgehändigt. „Die Kommunikation war mitunter etwas schwierig, aber teils in Englisch oder mit Hilfe von Übersetzungsprogrammen auf dem Smartphone klappte das alles recht problemlos“ so eine Mitarbeiterin des Kleidershops.

In dem Team um Ingrid Heß sind weitere 10 Ehrenamtliche in dem Shop aktiv und alle haben nach wie vor viel Freude und Spaß an ihrer mitunter anstrengenden Tätigkeit. Denn nicht nur an den zwei Öffnungstagen jede Woche sind die Helfer aktiv, die eingehenden Waren müssen begutachtet und sortiert werden und die Sauberhaltung des Geschäftes wird ebenfalls in „Eigenregie“ geleistet. Und da in dem Geschäft Maskenpflicht besteht (für alle), war dieser „Job“ gerade an den heißen Tagen in der Vergangenheit eine besondere Herausforderung.

Eine weitere Motivation der Freiwilligen ist auch die Dankbarkeit und Höflichkeit der Flüchtlinge gewesen. Fast alle seien später noch einmal wiedergekommen und hätten sich nochmals bedankt und sogar kleine Präsente mitgebracht. Daneben versorgten sie sich auch weiter mit notwendigen Artikeln aus dem Sortiment des Kleidershops.  Aber nicht nur Flüchtlinge nutzen das Angebot aus dem Second-Hand-Laden, sondern auch Einheimische und Gäste kommen zu den Öffnungszeiten (dienstags von 14.00 bis 18.00 Uhr und donnerstags von 10.00 bis 13.00 Uhr) in das Geschäft, weil die Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle spielt, wie es scheint. „Manchmal sind dann schon kurz nach der Eröffnung 50 bis 60 Kunden in den Geschäftsräumen“ so hieß es. Aber nicht nur die Erwerber sind wichtig für das Geschäftsprinzip; willkommen sind auch weiterhin Spender von entsprechenden Waren, diese sollten selbstverständlich sauber, tragfähig und funktionstüchtig sein. Aber weggeworfen wird nichts, denn aussortierte Waren werden nach wie vor an die Rumänienhilfe übergeben. Unterstützt werden zusätzlich auch ortsfremde Organisationen in der Nachbarschaft. Der Kleidershop ist bereits seit der ersten „Flüchtlingswelle“ im Jahr 2015 erfolgreich aktiv, dort wird auch eine Fahrradstube betrieben.


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