Geschrieben von Dieter Karger, SoVD Bad Lauterberg am 18. September 2022
Viel über den Arbeitsalltag der Bergleute gelernt
SoVD-Männergruppe besuchte Museum "Lautenthals Glück"
Die Männergruppe des SoVD Bad Lauterberg besichtigte am Donnerstag, den 15.09.22 das Bergbaumuseum „Lautenthals Glück“.Nach der Ausgabe von Schutzhelmen wurde um 13:00 Uhr mit der Grubenbahn eingefahren. Im Stollen angekommen, ging es zu Fuß an die interessanten Punkte Bohrloch, Kapelle und Stollenloch, wobei die Tiefe verdeutlicht wurde. Bei der einstündigen Führung unter Tage erfuhren die Kameraden den Arbeitsalltag der Bergleute, der sich in 500 Jahren veränderte.
Am Anfang arbeitete der Bergmann mit Schlegel und Meißel, wobei er täglich rund 50 kg Werkzeug mitnahm. 1632 wurde das Schwarzpulver erfunden, das zum Sprengen benutzt wurde. Das erhöhte die Leistung um ein Vielfaches, war aber nicht ganz ungefährlich.
Die Verwendung von Leitern zur Ein- und Ausfahrt nahm mehrere Stunden täglich in Anspruch, die nicht bezahlt wurden. Dazu kam noch die Schicht, die 10 Stunden dauerte, an sechs Tagen die Woche. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde im Harz die Fahrkunst erfunden, wodurch die Einfahrt nur noch 30 Minuten dauerte.
Nach der Ausfahrt mit der Grubenbahn ging es weiter zur Erzschifffahrt. Diese Tätigkeit wurde damals von älteren Bergleuten betrieben, die ca. 3 Tonnen Erz auf einem unterirdischen Wasserlauf aus dem Berg transportierten. Durch den Börsencrash 1929 fiel der Rohstoffpreis so stark, dass der Bergbau unrentabel wurde.
Ein gemeinsamer Imbiss rundete den Ausflug ab, bevor die Heimreise angetreten wurde.



