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Dienstag, 20. Oktober 2026
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Geschrieben von Bärbel Weisemann, SoVD am 07. März 2024
Vereine und Verbände

Interessante Informationen zum Blauen Kreuz

SoVD-Frauengruppe Bad Lauterberg traf sich am 20. Februar

Fotos: Bärbel Weisemann
Fotos: Bärbel Weisemann
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Die SoVD-Frauengruppe Bad Lauterberg traf sich im Februar im Cafe Muschinsky zum monatlichen Beisammensein. Nach Begrüßung der Frauensprecherin Bärbel Weisemann und den aktuellen Informationen wurde den vormonatlichen Geburtstagskindern von Christine Engel mit einem Wunschlied aus unserem Liederbuch gratuliert.

Anschließend hielt Gabriele Fricke einen sehr interessanten  Vortrag über das „Blaue Kreuz“. Rainer Fricke unterstützte seine Frau mit einem Informationstisch. Wenn es um Selbsthilfe für Alkoholkranke geht, denken viele an die 1939 in den USA gegründete Organisation der „Anonymen Alkoholiker“ (AA). Dabei gibt es noch eine viel ältere Hilfseinrichtung gegen Alkoholsucht, die aus Europa kommt. Entstanden ist sie in der Schweiz und heißt „Blaues Kreuz“.

Die Geschichte des Blauen Kreuzes begann im Genf des 19. Jahrhunderts. 1877 gründete der Schweizer Pfarrer Louis-Lucien Rochat das Blaue Kreuz. Das Symbol des Kreuzes, die Farbe Blau war seit jeher die Farbe der Abstinenzbewegungen. Schnell machte die Organisation von sich reden.

Die Anfänge in Deutschland haben 1885 begonnen, gegründet wurde der erste deutschen Blaukreuz-Verein in Hagen/Westfalen durch den Pfarrer Arnold Bovet. Die Gründung des Deutschen Hauptvereins des Blauen Kreuzes fand 1892 in Wuppertal im Stadtbezirk Barmen statt. Anschließend entstanden nach und nach Hunderte von Blaukreuz-Vereine.

Wie bei den Anonymen Alkoholikern ist auch beim Blauen Kreuz das Gespräch die Grundlage. Weiter erläuterte Fricke die Arbeit in der Selbsthilfegruppe. In der Gruppe hört jeder die Sorgen und Nöte ebenso wie die Erfahrungen der anderen und soll die Scheu davor verlieren, sich selbst zu öffnen. Für viele ist dies der erste Schritt zur angestrebten abstinenten Lebensweise.

Weiter ging es um die Gefangenheit in der Sucht. Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit, bei der sich das Leben zunehmend auf den Alkohol fixiert. Der Tagesablauf wird rund um den Alkohol geplant. Im Laufe der Zeit spüren Alkoholabhängige, dass ihr Leben zerbricht und wollen es sich aber nicht eingestehen. Persönliche Beziehungen und andere Interessen werden vernachlässigt. Versuche, weniger zu trinken oder einige Tage abstinent zu leben gelingen nicht mehr. Eine Suchtkrankheit zieht die Angehörigen in den Kreislauf mit hinein. So entsteht die Co-Abhängigkeit. Auch Freunde, Nachbarn und Arbeitskollegen sind betroffen. Für all diese und Interessierte können in den Selbsthilfegruppen Unterstützung bekommen. Ein offenes Ohr und Verschwiegenheit ist in den Selbsthilfegruppen eine Selbstverständlichkeit. Mitarbeiter/innen des Blauen Kreuzes in Suchtberatungsstellen und Selbsthilfegruppen sind kompetente Ansprechpartner.

Es gibt viele Abhängige, die den Ausstieg aus der Sucht mit Hilfe der Gemeinschaft einer Selbsthilfegruppe und/oder einer Therapie geschafft haben. Im Altkreis Osterode gibt es mehrere Begegnungsgruppen die sich einmal wöchentlich treffen. Zum Abschluss der Satz: Nur Du allein kannst es schaffen, aber Du schaffst es nicht alleine. Die Tür steht offen - wage den 1. Schritt - der Weg ist frei.

Während und nach dem Vortrag wurden viele Fragen gestellt, die Gabriele Fricke kompetent beantwortete. Weisemann bedankte sich recht herzlich bei den Frickes mit einem kleinen Präsent. Nach dem Abschlusslied ging ein interessanter Nachmittag zu Ende.

Das nächste Treffen findet am 19. März um 15:00 Uhr im Cafe Muschinsky mit einer kleinen Osterfeier statt.


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