Geschrieben von Karl-Heinz Wolter am 15. März 2024
Einsparmaßnahmen sichern den Fortbestand des Vereins
Aus der Jahreshauptversammlung des Tennisclubs Barbis



Bei der kürzlich abgehaltenen Jahreshauptversammlung des Tennisclubs Barbis beschäftigten sich die Mitglieder vorrangig um den Fortbestand des Vereins. Denn auf der Tagesordnung stand unter anderem eine Auflösung des Vereins zum Ende des Jahres 2024. Der 1. Vorsitzende Nico Koch leitete die Versammlung und führte den guten Besuch unter anderem auf diesen brisanten Punkt zurück. Die Regularien konnten zügig abgearbeitet werden, bei den Wahlen wurden Jürgen Picht als 2. Vorsitzender; Peter Göbel als Jugendwart und Doris Illhardt als Schriftführerin in ihren Ämtern bestätigt. Jürgen Görg wurde neuer Kassenprüfer.
Zum Thema einer drohenden Auflösung des Vereins beschrieben Nico Koch und der Kassenführer Ralf Reyer die aktuelle Situation des Vereins. Demnach gibt es in dem 1986 gegründeten Verein eine bereits seit einigen Jahren zu beobachtende negative Mitgliederentwicklung. Es fehlt an Nachwuchs und es hat viele Austritte aus dem Verein gegeben, so dass natürlich auch die damit verbundenen Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen deutlich zurückgegangen sind. Der Verein hat derzeit noch 58 Mitglieder, davon 31 Aktive, 25 Passive und 2 Kinder. Allein in den letzten 3 Jahren haben 17 Mitglieder den Verein verlassen. Da die laufenden Kosten für den Erhalt der Anlage, des Spielbetriebes, Energiekosten, Versicherungen und die Abgaben an Verbände gleich geblieben seien oder sich gar erhöht haben, hat das alles negative Auswirkungen auf die Kassensituation gehabt und es ist zu befürchten, dass sich die Situation ohne notwendige Veränderungen noch verschlechtert.
Der Vorstand berichtete auch von den bereits durchgeführten Maßnahmen der Mitgliedergewinnung, die alle nicht den gewünschten Erfolg gebracht hatten. Auch gab es bereits Ideen, den eigentlich nicht mehr benötigten dritten Platz auf der Anlage, anderweitig zu nutzen, die allerdings bislang ohne Erfolg geblieben sind. Nach der Darlegung der Fakten entstand in der Versammlung eine lebhafte und konstruktive Diskussion, in der die verschiedenen Möglichkeiten über Einsparmaßnahmen, Generierung von Einnahmen p.p. unter der Prämisse, den Verein zu erhalten, angesprochen und abgewägt wurden. Eine Beitragserhöhung (die letzte gab es im Jahr 2021) lehnte die Versammlung ab. Die Mitglieder verständigten sich darauf, durch ein noch verstärkteres Engagement von allen die Einsparungen in einer ausreichenden Größenordnung zu leisten, um eine ausreichende, positive Bilanz für die Zukunft zu gewährleisten. Dazu gehört u.a. die Herrichtung eines der 3 Plätze in Eigenleistung; Reinigungsarbeiten und Grünflächenpflege werden selbst von den Mitgliedern vorgenommen; die einzige Mannschaft, die am Punktspielbetrieb teilnimmt, verzichtet auf Erstattung der Auslagen; Getränkepreise werden angepasst.
Damit ist zunächst der Fortbestand des TC Barbis, in dem früher mal über 130 Mitglieder aktiv waren, gesichert und die Aktiven können auch weiterhin auf der Anlage im Oderfeld ihrem Sport nachgehen. Die Bemühungen, neue Mitglieder zu gewinnen, werden fortgesetzt. Weiterhin gab es noch zusätzliche Ideen, die Kassenlage positiv zu verändern; diese werden noch geprüft. „Die Einnahmen dürfen allerdings nicht noch weiter zurückgehen, dann wird es irgendwann eng“, so die einhellige Meinung des Vorstandes.