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Dienstag, 20. Oktober 2026
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Geschrieben von Christoph Schlemm, Forstgenossenschaft Barbis am 23. März 2024
Vereine und Verbände

Im Warberg letzter Fichtenbestand eingeschlagen

Aus der Jahreshauptversammlung der Forstgenossenschaft Barbis

Holzernte im Warberg unter schwierigen Bedingungen
Holzernte im Warberg unter schwierigen Bedingungen
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Am Freitag, 16.02.2024, hatte die Forstgenossenschaft Barbis ihre Mitglieder zur Jahreshauptversammlung für das Wirtschaftsjahr 2023 in die Gaststätte Dreymanns Mühle eingeladen. Der Vorsitzende Horst Winter eröffnete die Versammlung und begrüßte neben den 40 anwesenden Anteilseignern vom Forstamt Riefensbeek den Betriebsdezernenten Daniel Zimmermann und den Betreuungsförster Heiner Wendt.

Im Anschluss verlas Schriftführer Christoph Schlemm das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung vom 17.02.2023 sowie das Protokoll der außerordentlichen Mitgliederversammlung vom 21.07.2023. Die Versammlung hatte keine Einwände gegen die Protokolle und nahm diese einstimmig an. Kassenführer Klaus Baumann stellte in seinem Kassenbericht die Einnahmen und Ausgaben des
Wirtschaftsjahres 2023 ausführlich dar. Zum Ende des Wirtschaftsjahres wies der Kassenstand im Vergleich zum vorherigen Wirtschaftsjahr 2022 einen erfreulichen Überschuss auf.

Kassenprüfer Matthias Körner bescheinigte Rechnungsführer Klaus Baumann eine sehr gute Kassenführung und stellte den Antrag auf Entlastung des Rechnungsführers und des Vorstandes, dem von der Versammlung einstimmig stattgegeben wurde. Der Vorsitzende Horst Winter bedanke sich zu Beginn seines Jahresberichtes zunächst beim Forstamt Riefensbeek, hier besonders beim Betreuungsförster Heiner Wendt, für die gute Zusammenarbeit. Einen weiteren Dank richtete Horst Winter an die Arbeitsgruppe um Forstaufseher Wolfgang Geisler, die mit ihrem unermüdlichen einen wichtigen Beitrag für Wiederherstellung eines gesunden Waldbestandes in unserer Forstgenossenschaft leistet.

Leider konnte der letzte größere Fichtenbestand im Warberg trotz vorheriger Pflegemaßnahmen vor dem anhaltenden Käferbefall nicht gerettet werden und musste Mitte Januar 2024 mittels Harvestereinsatz eingeschlagen werden. In Rahmen des Harvestereinsatzes erfolgte noch der Einschlag von Käferfichten in den Bereichen Barytwald, Schreibersgraben und Weitemeiersberg. Aktuell wurden 1000 Douglasien, 1000 Lärchen und 500 Eichen bestellt, mit denen kleine Kahlflächen aufgeforstet werden sollen. Im Eschenbestand am Röhlberg haben die Winterstürme haben erneut eine hohe Anzahl an vorgeschädigten Eschen zu Fall gebracht. Aufgrund der feuchten Witterung konnte nur ein Teil der betroffenen Eschen mittels Harvester aufgearbeitet werden. Beim Brennholz kam es im letzten zu einer extremen Steigerung der Anmeldungen. Die hohe Nachfrage konnte zufriedenstellend realisiert werden. In diesem Jahr ist die Nachfrage nach Brennholz signifikant wieder gesunken.

Das Förderprojekt Klimaangepasstes Waldmanagement wurde nach Antragstellung positiv beschieden. Die erste Fördersumme kam bereits zur Auszahlung. Die Vertragsangelegenheiten mit der Schäferei Gesellschaft Südharz im Kontext mit der Fläche Schafstall konnten positiv abgeschlossen werden. Forstaufseher Wolfgang Geisler berichtete über die zahlreichen Einsätze der Arbeitsgruppe, die im
abgelaufenen Wirtschaftsjahr fast 900 Arbeitsstunden geleistet hat. Im Jahr 2023 wurden mehr als 5.000 neue Bäume gepflanzt. Hierbei handelte es sich um 3.000 Douglasien, 2.000 Lärchen und 100 Wal- und Schwarznüsse. Der größte Teil der Arbeitsstunden musste für Pflegearbeiten an den Kulturen, u.a. Wertasten an Douglasien und Kirschen, aufgewendet werden.

Bei der Brennholzanmeldung ist der Meldetermin bis zum 01.10.2024 für die Selbstwerber strikt einzuhalten. Nachmeldungen können bei der Planung des Einschlages nicht mehr berücksichtigt werden.

Betriebsdezernent Daniel Zimmermann informierte die Versammlung über die Arbeitsabläufe des vergangenen Jahres im Forstamt Riefensbeek und über die Lage am Holzmarkt. Betreuungsförster Heiner Wendt kann berichten, dass kalamitätsbedingt der Einschlag über der Planung liegt. Bei den Neuanpflanzungen müssen wir uns breit aufstellen und eine Risikostreuung bei der Auswahl der Pflanzen betreiben.

Die 4 ha große Fläche am Krämerberg, die mit ca. 40-jähriger Fichte bestockt war, wurde im Jahr 2021 aufgrund Käferbefall abgeräumt. Leider hat sich auf der gesamten Fläche keine Naturverjüngung entwickelt. Für die Neubepflanzung in Form eines Mischwaldes sollen Fördermittel beantragt werden. Bei den Wahlen stand turnusgemäß die Wahl eines Rechnungsprüfers an. Rechnungsprüfer Sebastian
Grunert schied nach 2 Jahren aus. Als Nachfolger wurde Andre Siewert einstimmig gewählt.

Matthias Körner stellte das Projekt der Arbeitsgemeinschaft der Barbiser Vereine vor, bei dem Schüler der Grundschule Barbis unter fachkundiger Anleitung im Frühjahr 2024 auf einer von der Forstgenossenschaft im Bereich Beberteich zur Verfügung gestellten Fläche Eichen pflanzen wollen.

Im Jahr 2024 blickt die Forstgenossenschaft Barbis auf ihr 111-jähriges Bestehen zurück. Im Rahmen der traditionellen Waldbegehung am 08.06.2024 soll dieses Jubiläum gefeiert werden. Hierzu ergehen zeitgerecht weitere Informationen an die Mitglieder. Bevor Vorsitzender Horst Winter die Versammlung zum gemeinsamen Imbiss lud, wurde einstimmig beschlossen, dass aus der Verwertung der Erträge keine Ausschüttung erfolgen wird.


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