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Mittwoch, 19. Juni 2024
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Geschrieben von Gordy am 11. November 2012
Vereine und Verbände

Jubiläumstreffen der Anonymen Alkoholiker

Am vergangenen Samstag, dem 10. November, beging die Ortsgruppe der Anonymen Alkoholiker, die sich im November 1977 aus einer Göttinger Freitagsgruppe heraus gründete, ihr 35-jähriges Jubiläum mit einem öffentlichen Informationstreffen

Bürgermeister Dr. Thomas Gans bei seiner Begrüßungsrede (Bewusst sind andere Personen nicht aufgenommen)
Bürgermeister Dr. Thomas Gans bei seiner Begrüßungsrede (Bewusst sind andere Personen nicht aufgenommen)

Dazu eingeladen waren alle, die sich über die Suchtkrankheit Alkoholismus informieren möchten, Freunde und Verwandte von Alkoholikern, diejenigen, die beruflich mit Alkoholikern zu tun haben und alle, die sich den Anonymen Alkoholikern und zugewandt fühlen. Bereits ab 13 Uhr boten sich den Teilnehmern im Gemeindehaus der St. Andreaskirche bei Essen und Trinken Gelegenheiten für erste Gespräche. Der offizielle Teil des Informationstreffens begann um 14 Uhr in der St. Andreaskirche.

Wer oder was sind die Anonymen Alkoholiker eigentlich? Anonyme Alkoholiker, kurz „AA“, sind eine Gemeinschaft von Frauen und Männern, die im Miteinander ihre Erfahrung, Kraft und Hoffnung teilen, um ihr schwerwiegendes, gemeinsames Problem zu lösen und anderen bei der Genesung vom Alkoholismus zu helfen. Einzige Voraussetzung für die Zugehörigkeit zu dieser Selbsthilfegruppe ist der ernst gemeinte Wunsch, mit dem Trinken aufzuhören. Die Gemeinschaft kennt keine Mitgliedsbeiträge oder Gebühren, sie erhält sich ausschließlich durch eigene Spenden. Sie ist mit keiner Sekte, Konfession, Partei, Organisation oder Institution verbunden, sie will sich weder an öffentlichen Debatten beteiligen, noch zu irgendwelchen Streitfragen Stellung nehmen. Ihr Hauptzweck ist, nüchtern zu bleiben und anderen Alkoholikern zur Nüchternheit zu verhelfen“, so die Präambel der Anonymen Alkoholiker. Finanzielle Zuwendungen Außenstehender oder Institutionen werden darum, auch um eventuelle Abhängigkeiten zu vermeiden, prinzipiell nicht angenommen.

Etwas anders hat sich das mit dem hier überreichten Kaffeegeschenk von Pastorin Alexandra Ziemer verhalten. Sie freue sich stets über den sich im ganzen Gemeindehaus verbreitenden Kaffeeduft, wenn die Gruppe sich zweimal die Woche hier träfe. Darum dieses duftende Geschenk, so die Pastorin.

Sehr gut informiert und vorbereitet fand Bad Lauterbergs Bürgermeister, Dr. Thomas Gans, einfühlsam aber stets treffend, die richtigen Worte in seiner Begrüßungsrede. Alkoholiker und auch Angehörige berichteten dann im Wechsel ebenso authentisch, wie dramatisch über ihre eigenen Erfahrungen mit der Droge Alkohol oder vom Umgang mit Betroffenen, oftmals gar den Eltern oder den Ehepartnern, die alkoholkrank wurden.

In diesen Berichten war keinerlei Selbstmitleid zu finden, jedoch ganz viel Selbsterkenntnis, Einsicht und der feste Wille, gemeinschaftlich einen Weg aus dem Alkoholsumpf zu finden.

Lasst uns aufschauen zu denen, die sich mutig ihren Problemen gestellt haben und lasst uns nicht herab sehen auf jene, die diesen Weg noch vor sich haben.


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