Geschrieben von Jenny Krüger am 29. Mai 2016
Kunstblut und Stille Post
Jugendrotkreuz Bad Lauterberg hat acht Teilnehmer zum Kreiswettbewerb geschickt








Am Samstag (28.05.2016) hieß es für die Jugendrotkreuz-Gruppen des Landkreises Osterode wieder einmal Teamgeist und Können auf den Kreiswettbewerben zu beweisen. Die Wettbewerbe wurden unter der Leitung von Kreisjugendrotkreuzleiter Jürgen Kohlstedt in der Kooperativen Gesamtschule in Bad Lauterberg ausgetragen und erreichten am Nachmittag bei der Siegerehrung ihren Höhepunkt.
Da dieses Jahr nur vier Gruppen antraten, gab es in Stufe 1 mit Neuhof und in Stufe 2 mit Hattorf nur je eine teilnehmende Gruppe, die damit automatisch in die Bezirkswettbewerbe am 11. Juni 2016 einziehen dürfen. In Stufe 3 traten sich Osterode und Bad Lauterberg gegenüber. Osterode gewann den Pokal, teilte allerdings mit, am Kreiswettbewerb nicht teilnehmen zu können. So rückte Bad Lauterberg als Zweitplatzierter auf und fährt nun stattdessen am übernächsten Wochenende mit Hattorf und Neuhof nach Einbeck.
Die verschiedenen Disziplinen
In Gruppen von fünf bis neun Teilnehmern mussten die Jugendrotkreuzler im Teil „Spiel & Sport“ verschiedene Spiele bewältigen. Vom Kegeln bis hin zum Schätzen des Gewichts von Verbandsmaterial gab es für kluge Köpfe und geschickliche Sportskanonen etliche Aufgaben. Teamgeist war bei Stiller Post und beim Wackelturm-Bauen gefragt und auch das Rotkreuzwissen wurde in einem kleinen Ratespiel abgefragt. Welchen Beruf hatte eigentlich Henry Dunant, der Gründer des Roten Kreuzes, und was bedeutet nochmal SSD? Kurze Teambesprechung und schnell war klar: Henry Dunant war Kaufmann und SSD ist natürlich der Schulsanitätsdienst. Die Schiedsrichter sind zufrieden und gleich geht’s auf zum nächsten Spiel.
Im Sozialen Bereich malten die Gruppen leichtverständliche Verbots- und Gebotsschilder für unterschiedlichste Situationen, aber bei einem Wettbewerb des Jugendrotkreuzes ist natürlich auch die Erste Hilfe sehr wichtig. Die Teilnehmer bekamen einen nachgestellten Unfall gezeigt und mussten dann ihr ganzes erlerntes Wissen einsetzen, um die Verletzten zu versorgen. Da durften die Decke und der Notruf natürlich nicht fehlen und für die höheren Stufen schminkten die Schiedsrichter auch mal eine stark blutende Wunde, die dann so schnell wie möglich verbunden werden musste.
Die Vorbereitung zählt
Der letzte Teil des Wettbewerbs ist der musisch-kulturelle Teil, dieses Jahr unter dem Thema „Integration, Vielfalt und Inklusion“. Hierzu musste ein Theaterstück zwischen fünf und sieben Minuten aufgeführt werden und die Jury bewertete nicht nur die Vorbereitung, sondern auch die Idee und das Bühnenbild, das von der Gruppe selber gestaltet werden durfte. Besonders Stufe 1 aus Neuhof begeisterte mit ihrer Darbietung des Kinderliedes „Im Land der Blaukarierten“, in dem es um das Anderssein und die Akzeptanz geht. Dazu holten die Kinder dann auch Teilnehmer der anderen Gruppen auf die Bühne, um gemeinsam mit ihnen eine Brücke zu bauen. Und damit trafen sie genau den Geist des vorgegebenen Themas.