Geschrieben von ski am 04. März 2018
René Kollo kommt zu den Musiktagen
Bei der Jahreshauptversammlung stellte der Kulturkreis sein diesjähriges Programm vor


Auf seiner Abschiedstournee kommt René Kollo, der „Heldentenor mit Hang zur leichten Muse“ (Tagesspiegel), nach Bad Lauterberg zu den diesjährigen Musiktagen. Am Samstag, den 11. August wird er im Kursaal Station machen und Höhepunkte aus seiner langen, beispiellosen Karriere zum Besten geben. „Ein Tag, ein Jahr, ein Leben...“ lautet der Titel seines Programms, in welchem der 80-jährige nicht nur singt, sondern auch aus seinem ereignisreichen Leben erzählt.
Eröffnet werden die vom Kulturkreis Bad Lauterberg veranstalteten Musiktage jedoch wieder ganz traditionell mit einem großen Chorkonzert. Die Singakademie Harz hat diesmal ein besonderes Motto: „Triple B“, denn auf dem Programm stehen, Beethoven, Brahms und Leonard Bernstein. Der Chor steht zusammen mit Orchester und Solisten am Samstag, den 4. August auf der Kursaalbühne.
Am Freitag, den 17. August „verspielen“ sich die Queenz of Piano an selber Stelle. Denn „Verspielt“ ist der Titel des aktuellen Programms von Anne Folger und Jennifer Rüth, die musikalisches Kabarett auf höchstem Niveau bieten. Mit großer Leichtigkeit und Komik leuchten sie die Fehlergeschichte der Musik aus und bringen Kurt Cobain als Kumpel mit Johann Sebastian Bach zusammen.
Zum Abschluss am 25. August gastiert dann noch das Pindakaas-Saxophonquartett im Innenhof des Vital Resort Mühl. Sie waren bereits vor drei Jahren zu Gast, damals auf der Königshütte. Diesmal geben sie mit „Fantasia“ ein Programm aus Filmmusik verschiedener Richtungen zum Besten.
Kultur ist ein Zuschussgeschäft
Das alles kostet natürlich sehr viel Geld: „Es ist immer ein Zuschussgeschäft“, erklärte die Kulturkreis-Vorsitzende Cornelia Bär bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung. Aus den Eintrittsgeldern alleine seien solche Veranstaltungen nicht finanzierbar: „Wir leben schon sehr von den Spenden“. Glücklicherweise konnte in diesem Jahr die Volksbank im Harz als Hauptsponsor gewonnen werden: über die Niedersächsische Stiftung der Volks- und Raiffeisenbanken fördert sie die Musiktage mit dem stolzen Betrag von 5.000 Euro, die auch bei der Jahreshauptversammlung symbolisch übergeben werden konnten.
Zuvor hatten sich die anwesenden Mitglieder nach einem Rückblick auf die Veranstaltungen des vergangenen Jahrs mit der Planung und Finanzierung für 2018 befasst, die das eingespielte Vorstandsteam vorlegte. Dank der Mitgliedsbeiträge, der privaten Spenden und des Sponsorings steht die Planung auf soliden Füßen. Doch Schatzmeister Sven Kamrad gibt zu bedenken, dass in den letzten beiden Jahren wenig neue Mitglieder gewonnen werden konnten – man habe, vor allem altersbedingt, mehr Austritte als Eintritte gehabt. Sein Appell ging daher an die Anwesenden, neue Mitglieder anzuwerben.
Neue Veranstaltungsorte gesucht
Doch auch organisatorisch muss der Kulturkreis einige Schwierigkeiten überwinden: so ist noch nicht klar, wann der Vortragssaal im Haus des Gastes endlich wieder für Veranstaltungen zur Verfügung steht. Außerdem ist das Kurhaus immer noch ohne Pächter, was für zusätzliche Organisations- und Bewirtungsaufwand bei den Konzerten sorgt. Auch die Maschinenhalle der Königshütte kann aus baulichen Gründen nicht für Veranstaltungen genutzt werden. „Wir sind auf der Suche nach geeigneten Veranstaltungsorten – der Kursaal ist wunderschön und hat eine tolle Akustik, aber immer nur Kursaal ist auf die Dauer einfach ein bisschen langweilig“, so Cornelia Bär.
Universitätstage und ein Klavierkonzert
Die Musiktage im Sommer sind zwar der Höhepunkt im Kulturkreis-Kalender, doch auch Universitätstage soll es in diesem Jahr wieder geben. Die werden voraussichtlich Ende September stattfinden und sich mit dem 30-jährigen Krieg befassen. Kulturkreis-Mitglied Professor Dr. Berend Willms kündigte außerdem an, als Sponsor ein Klavierkonzert mit Igor Kamenz zu fördern.
Und das Weihnachtskonzert mit dem evangelischen Kirchenkreis unter Leitung von Dorothea Peppler, das traditionell vom Kulturkreis mit unterstützt wird, könnte in diesem Jahr auch wieder das beliebte Weihnachtsoratorium werden: „Wenn der Wunsch da ist, werde ich mich ihm nicht verschließen“, sagte sie – und der Wunsch aus den Reihen der Kulturkreis-Mitglieder war ganz eindeutig vorhanden.