Geschrieben von Katja Koch am 04. Juni 2018
529 Forellen und 93 Aale – geräuchert und verkauft!
Der Angelsportverein hat wieder ein Grill- und Räucherfest gefeiert




Geräucherte Forellen und Aale, Matjesbrötchen, selbstgebackener Kuchen und natürlich Leckeres vom Grill, dazu musikalische Unterhaltung – so sieht eine der beliebtesten Veranstaltungen beim Bad Lauterberger Angelsportverein aus. Am Samstag (02.06.2018) hat im und am Vereinsheim im Odertal wieder ein Grill- und Räucherfest stattgefunden.
Von morgens bis abends servierten die Vereinsmitglieder ihren Gästen Aale und Forellen frisch aus den Räucheröfen, Fischbrötchen, Steaks und Bratwürste. Ein Buffet mit Kuchen in allen möglichen Variationen hatten die Vereinsfrauen und Angelfreunde für den Verkauf gespendet. Jedes Mal lassen sie sich etwas Neues einfallen und „das kommt immer gut an“, sagte eine der Verkaufshilfen.
Extraschicht am Räucherofen
529 Forellen und 93 Aale – um solch eine große Menge an Fisch für den Verkauf fertig zu machen, ging es für manche Vereinsmitglieder schon um 5 Uhr los: Fische sauber machen und räuchern. Und die Aale werden schon einen Tag vorher geräuchert, damit sie in aller Ruhe auskühlen können. „Denn je höher der Fettgehalt der Fische ist, desto länger sollen sie auskühlen. Mit 20 bis 22 Prozent haben Aale einen höheren Fettgehalt als Forellen“, erklärte Peter Ponitka, begeisterter Fischräucherer. „Außerdem braucht Aal ein bisschen länger. Er muss bei niedrigerer Temperatur geräuchert werden – Aal mag keine großen Temperaturschwankungen, weil er sonst auseinander platzt.“
Der Angelsportverein Bad Lauterberg besteht seit 82 Jahren. Mit den einheimischen Fischarten wie Aal, Felchen, Hecht und Karpfen, Schleie, Forelle, Zander und Barsch sowie der Möglichkeit, in Haupt- und Vorsperre der Odertalsperre, im Oderlauf und im Wiesenbeker Teich zu angeln, ist der Verein gut bedient. Er trägt sich selber, auch dank seiner Feste, denn die Einnahmen daraus gehen in die Vereinskasse. „Es muss ja alles erhalten werden, das gesamte Vereinsgelände“, erklärte Jugend- und Sportwart Norbert Töpperwien. „Auch die Musiker bekommen ihr Geld.“
An diesem Tag spielten die Barbiser Straßen-Musikanten für die Gäste. Getanzt wurde leider nicht. Nun, das lässt sich auch erklären: „Angler mögen nicht unbedingt Bewegung“, erklärte schmunzelnd August Koch. Er muss es wissen, er ist seit über 50 Jahren im Verein.