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Montag, 20. Mai 2024
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Geschrieben von PM IHK Göttingen am 12. April 2024
Wirtschaft

"Mobilität in der Region stärken, mehr Gewerbeflächen"

Wirtschaftsausschuss der IHK Südniedersachsen verabschiedet Osteroder Erklärung - neue Spitze

Der Wirtschaftsausschuss in Südniedersachsen
Der Wirtschaftsausschuss in Südniedersachsen

Die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses in Südniedersachsen der IHK Hannover haben die Göttinger Unternehmerin und IHK-Vizepräsidentin, Alexandra Gerhardy, zur neuen Vorsitzenden gewählt. Sie tritt damit die Nachfolge von der bisherigen Vorsitzenden, Birgitt Witter-Wirsam an, die nicht wieder für die Vollversammlung kandidiert hat. Neuer Stellvertreter ist Michael Zimbal, Unternehmer aus Northeim und ebenfalls IHK-Vizepräsident. Der Wirtschaftsausschuss in Südniedersachsen der IHK Hannover ist ein regionales Gremium, in dem sich ehrenamtlich Unternehmerinnen und Unternehmer der Region engagieren. Der Ausschuss ist zuständig für die Landkreise Northeim und Göttingen und für die Stadt Göttingen. Die Mitglieder trafen sich jüngst zu ihrer konstituierenden Sitzung nach der Vollversammlungswahl in Osterode bei Sigma Laborzentrifugen GmbH.

Osteroder Erklärung für den ländlichen Raum

Der Ausschuss hat sich dabei mit den wirtschaftlichen Herausforderungen des ländlichen Raumes in der Region beschäftigt und nach der Diskussion die "Osteroder Erklärung" verabschiedet. „Im Vergleich zum Oberzentrum Göttingen hat der ländliche Raum mit dem demografischen Wandel und den infrastrukturellen Nachteilen besondere Herausforderungen. Die Region sollte allerdings als Ganzes gesehen werden und weist mit einer vielfältigen Wirtschaftsstruktur und den Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen in Göttingen sowie der guten Wohn- und Arbeitsbedingungen im Umland riesiges Potential auf“, so Alexandra Gerhardy. „Wir wollen als Stimme der Wirtschaft insbesondere auf die Aufgaben eingehen, die aus Sicht unserer Betriebe wichtig sind. Um die Struktur zu stärken und Potentiale zu heben, spielen Mobilität, digitale Infrastruktur und Gewerbeflächen eine zentrale Rolle“, sagt Michael Zimbal.

Forderungen: besserer Nahverkehr, mehr Investitionen in Brücken, digitaler Ausbau

Im Einzelnen fordert der regionale Wirtschaftsausschuss der IHK Hannover insbesondere den schienengebundenen öffentlichen Personennahverkehr zwischen den Mittelzentren und dem Oberzentrum, z.B. zwischen Osterode und Göttingen, zu stärken. „Damit kann die Mobilität der Fach- und Arbeitskräfte in der Region erhöht werden. Außerdem auch die Kaufkraft in der Region gebunden werden“, so der Leiter der Geschäftsstelle der IHK Hannover in Göttingen, Christian Grascha.

Außerdem fordert der Wirtschaftsausschuss mehr Investitionen in die Straßeninfrastruktur bei den Kreis-, Landes- und Bundesstraßen, insbesondere bei den Brückenbauwerken. Für den Ausbau der digitalen Infrastruktur mit Glasfaser und Mobilfunk sei es wichtig, neben dem eigenwirtschaftlichen Ausbau auch die Förderprogramme und Förderinstrumente vom Land und den Landkreisen langfristig und planbar bereitzustellen. Um Unternehmen eine Standortperspektive und Erweiterungsmöglichkeiten zu bieten, seien verkehrsgünstig ausweichende Gewerbeflächen zur Verfügung zu stellen. Der Wirtschaftsausschuss begrüßt die gemeinsame Potentialanalyse der Landkreise Göttingen und Northeim für Gewerbegebiete. „Das kann nur der erste Schritt sein. Es braucht dann eine zügige Realisierung mit einer landkreisübergreifenden Erschließung. Einzelne Kommunen dürfen hier nicht allein gelassen werden“, so Grascha.

Des Weiteren umfasst die Osteroder Erklärung die Forderungen nach einer Anbindung der Region an das Wasserstoff-Kernnetz, nach einem regionalen Standortmarketing, mehr Planungssicherheit für den Abbau der von für die Bauwirtschaft dringend benötigten Rohstoffe sowie standortnahe Beschulung in den berufsbildenden Schulen in der Region.


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