Teil 2: 4 Städte und Dreharbeiten und Setbesuch an einem Tag!
Tom Zinrams Fahrradtour: das Tagebuch
Am vergangenen Mittwoch war ich nun nach meinem Magdeburgaufenthalt bereit, die zweite Etappe der Reise anzutreten. Nicht ganz so pünktlich verließ ich 7:45 Uhr die Wohnung, um mit meinem Fahrrad aufbrechen zu können. Eine kleine Stärkung am Morgen durfte natürlich nicht fehlen, damit ich nicht gleich nach den ersten 20 km wieder Hunger bekomme. Erst einmal aus Magdeburg herauszukommen, war wegen des hohen Verkehrsaufkommens eine Qual. Nach dem ich endlich Magdeburg verlassen hatte, ging es recht flott voran, bis dann der Gegenwind aus nördlicher Richtung kam, was mir mal so gar nicht gefiel. Aber dann dachte ich mir, das ist nun auch egal, denn ich war noch recht gut in der Zeit. Was folgte, war eine unendlich lange Landstraße, bis zu einem Ort namens Burg, der recht schön war, nachdem der Ort durchfahren wurde. Die Straße führte weiter über Umwege und kleine Dörfer bis die Stadt Genthin in Sachsen Anhalt erreicht war. Es waren teilweise sehr verlassene Siedlungen wo nur sehr wenig Menschen anzutreffen waren. Ich dachte mir: "...als ob ich heute noch in Berlin ankomme". Dies erschien mir sehr unrealistisch. Nachdem ich durch Genthin gefahren war, folgte nun auch bald schon die Grenze zu Brandenburg und auch bis Potsdam waren es nur noch knapp 70 km, was die Stimmung wieder ein bisschen hob.
Liebe auf den ersten Blick
Was darauf folgte, war landschaftstechnisch einfach wunderschön. Ich kann jedem empfehlen, mal durch die Havel zu fahren oder zu wandern. Die kleinen Seen und Flüsse sind bezaubernd und idyllisch. Doch nicht nur die Landschaft war überzeugend, sondern auch die Stadt Brandenburg an der Havel. Der historische Stadtkern und das Umland waren sehr einladend und beeindruckend - ein schönes Städtchen in Magdeburg. Es erinnert mich ein wenig an Bad Lauterberg in groß. Durch die neuen gesammelten Eindrücke merkte ich gar nicht, dass ich bereits 100 km gefahren und lange noch nicht am Ziel war. Zwar waren es bis Potsdam nur noch 30 km aber bis Berlin noch knappe 80, welche noch bewältigt werden wollten. Also fuhr ich weiter gen Nordosten, um meinem Wunschziel wieder etwas näher zu kommen. 20 km vor Potsdam informierte ich dann erst einmal wieder alle nötigen Leute über die aktuelle Situation. An mehreren Seen vorbei und zwei Stunden später habe ich dann Potsdam erreicht. Auch das war mal wieder unglaublich, da ich von mehreren Leuten gefragt wurde, wie ich denn so durchkomme. Dass ich bereits in Potsdam war, hat für mich die die Frage eindeutig beantwortet.
Dreharbeiten in Babelsberg
Ein kleiner Besuch im Filmpark Babelsberg durfte natürlich nicht fehlen. Babelsberg ist mit seinen Filmstudios die größte Filmstadt Deutschlands und viele Kulissen vor Ort sehen zum Verwechseln ähnlich aus. Genau wie bei der bekanntesten Dailysoap "Gute Zeiten Schlechte Zeiten". Ich konnte einen kleinen Blick darauf werden und habe die Komparsen bei ihren Dreharbeiten beobachten können. Es muss sehr aufwendig sein, eine Szene solange zu drehen, bis sie komplett im Kasten ist. Es ist auch sehr beeindruckend, wie viel Technik die Menschen für eine Folge benötigen. Viele Betrachter des Außensets waren erst einmal enttäuscht, da die gesamte Kulisse im Fernsehen viel schöner und größer wirke. Auch der RBB ist hier mit seinen Studios zu Hause.
Doch der Rest der Stadt von Potsdam ist auch sehr sehenswert, vor allem das Filmmuseum, oder das berühmte Schloss in Potsdam.
Da fehlten selbst mir mal die Worte
Gleich an Potsdam anschließend folgte das Ortseingangsschild von Berlin Zehlendorf. Das war ein Moment, wo selbst ich sehr sprachlos davor stand und es trotz der sonst relativ guten Leistungen nicht glauben konnte, wirklich in Berlin zu sein. Doch zu früh sollte ich mich allerdings nicht freuen, denn es folgten noch prompt 25 km bis ins Zentrum. Die Strecke führte weiter durch Zehlendorf, am Wannsee vorbei bis hin nach Grunewald, die Gegend, die aus sehr viel Grün besteht. Nach einer weiteren Stunde kam ich dann in Charlottenburg an und mir wurde erst einmal klar, was ich da eigentlich getan habe. Ich stand nun in einesrder größten Städte Europas und in unserer Landeshauptstadt. Das zu realisieren ist mir bis heute noch nicht so wirklich gelungen. Jedes Mal denke ich mir wieder, dass kann doch eigentlich gar nicht sein, dass ich jetzt von Barbis aus hier in Berlin stehe, in der kurzen Zeit und ohne einmal einen Zug benutzt zu haben. Zwar war es sehr weit, aber dafür, dass ich nach Berlin gefahren bin, war es ein Witz. Nun vor dem Brandenburger Tor oder dem KaDeWe zu stehen, ist sehr gigantisch und unreal.
Tom alleine in Berlin
Das größte Problem war am Ende, den richtigen Stadtteil und Straße zu finden. Zwei Stunden hat die Suche gedauert, bis ich dann endlich bei Heiko Reissig in Berlin Reinickendorf angekommen war. Die Stadt mit den ganzen Nebenstraßen hat mich an diesem Abend wahnsinnig gemacht und brachte mich echt zur Verzweiflung. Ja, so ist das halt, wenn der Tom alleine in Berlin ist. Am Ende war auch noch mein Handyakku leer, weshalb ich mir erst einmal eine Steckdose zum Aufladen suchen musste.
Altrekord endlich gebrochen!
Nun ist auch der Rekord von 150 km entgültig geknackt. Am Mittwoch waren es insgesamt knapp 200 km, auch wenn auf dem Handy nur 182 km stehen. Muskelkater hatte ich eigentlich keinen, was auch bei dem bevorstehenden Programm recht gut war. Zu den Programmpunkten in Berlin gehören eine Shoppingtour, Besichtigungen, ein Interview mit dem Sänger Heiko Reissig für eine Berliner Illustrierte, eine Berichterstattung über die Einweihung eines neuen Wohnheims für Senioren usw.. (weiterer Bericht folgt)







