Geschrieben von ski am 22. August 2013
Die Anwohner tragen es mit Fassung
Die Baumaßnahmen am Koldungshang gehen gut voran - eine neue Hauptwasserleitung wird jedoch noch ein paar Unannehmlichkeiten verursachen



Seit dem Frühjahr haben die Anlieger an der Koldung einiges auszuhalten. Der ganze Koldungshang drohte bekanntlich abzurutschen und wird nun abgesichert. Dazu werden 40 Anker entlang der Straße gesetzt und in einer Betonmauer versenkt, um den Hang zu halten. Zunächst muss der Boden abgetragen und ein Gründungspolster aus Mineralgemisch aufgebracht werden, bevor eine Sauberkeitsschicht und darauf die Schalung betoniert werden kann. Um die Belastungen für die Bürger so gering wie möglich zu halten, wird das ganze Projekt in zehn bis zwölf Meter lange Abschnitte eingeteilt. Denn wenn sich die Baugrube direkt am Grundstück befindet, ist nicht nur die Zufahrt mit dem Auto unmöglich - manch einer kommt dann kaum noch zu seiner Haustür.
Nach anfänglichen Verzögerungen durch die Telekom will man bis Anfang September wieder genau im Zeitplan sein, erläuterte Bauamtsleiterin Annette Gödecke bei einem Ortstermin. Die Fertigstellung soll also noch in diesem Jahr sein, sofern das Wetter beziehungsweise der Winter mitspielt. Wann sich die Baugrube genau vor dem eigenen Haus befindet, können die Bewohner derweil an dem immer wieder aktualisierten Bauzeitenplan, der am Bürocontainer aushängt, erkennen.
Doch eine schlechte Nachricht gibt es auch: die Stadtwerke haben festgestellt, dass eine neue Wasserleitung verlegt werden muss."So eine Trinkwasserleitung muss in einem Zug hergestellt werden. Dann erfolgt eine Druckprüfung und die Desinfektion", erläutert Gödecke. Erst nach erfolgreicher Desinfektion und mikrobiologischer Überprüfung wird die Leitung umgebunden, d.h. die Hausanschlüsse durch die neue Leitung versorgt.
Da das Ganze nur in einem Stück möglich ist, wird der ganze Straßenabschnitt vierzehn Tage lang offen bleiben müssen. Das ist für Ende Oktober/Anfang November geplant. Und während dieser zwei Wochen wird so mancher Anwohner wieder nur auf Umwegen zu seiner Haustür gelangen. Doch die Gelegenheit für eine neue Leitung ist günstig: "Sonst müsste man die Straße vielleicht in fünf Jahren schon wieder öffnen - da ist es doch besser, das gleich mitzumachen".
Die Anwohner an der Koldung sind aber ohnehin sehr verständnisvoll und tragen die Unannehmlichkeiten mit Fassung, da sind sich Annette Gödecke und Bauhofleiter Thomas Hunold einig: "An den heißen Tagen haben sie sogar die Bauarbeiter mit kalten Getränken versorgt".
Fotos: Stadt Bad Lauterberg/ski