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Geschrieben von ski am 19. Dezember 2023

Aktuell

Die neue Linde ist da!

13 Meter hoch, Achteinhalb Tonnen schwer, 40 Jahre alt: jetzt muss der Baum nur noch anwachsen

Kerzengerade und bereits jetzt ein imposanter Baum: die neue Linde in der Schulstraße
Kerzengerade und bereits jetzt ein imposanter Baum: die neue Linde in der Schulstraße
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Benjamin Muschinsky stößt erst einmal auf die neue Linde an
Benjamin Muschinsky stößt erst einmal auf die neue Linde an
Der Ballendurchmesser beträgt drei Meter. Das Netz bleibt übrigens so, der Baum wurzelt einfach durch.
Der Ballendurchmesser beträgt drei Meter. Das Netz bleibt übrigens so, der Baum wurzelt einfach durch.

Am Dienstagmorgen war es so weit: der Transporter mit der "neuen" Linde traf in der Schulstraße ein. Wie sich kurz zuvor herausgestellt hatte, musste es doch kein Schwerlasttransporter in Übergröße mit Begleitfahrzeug sein, der schon in der Nacht hätte anrücken müssen - die Krone des Baumes konnte nämlich eng genug zusammengebunden werden, um sie auf einem normalen Transporter zu verladen.

Vorausgegangen waren Spendenaktionen, sehr viele freiwillige Leistungen und viel Organisationsarbeit, berichtet Benjamin Muschinsky, der sich maßgeblich für den neuen Baum eingesetzt und dessen Pflanzung organisiert hat. Die mehrere Hundert Jahre alte "Schullinde", das Wahrzeichen der Schulstraße, war Ende Juli bei einem plötzlichen Sturm umgekippt - glücklicherweise kam damals niemand zu Schaden. Die Trauer in der Bevölkerung war allerdings groß, denn viele Lauterberger verbanden mit dem altehrwürdigen Baum, einer Sommerlinde, zahlreiche Kindheitserinnerungen. 

Der CDU-Stadtverband hat eine Spendenaktion gestartet, und mit Unterstützung zahlreicher Spender und der Stadt konnte der neue Baum beschafft werden. Und allzu lange warten konnte das Projekt nicht: "Jetzt ist die beste Zeit, um den Baum einzupflanzen", erläutert Benjamin Muschinsky, "denn er befindet sich noch im Winterschlaf. Wenn man ihn im Frühjahr umsetzt, wäre er voll in der Wachstumsphase und würde Tausende Liter Wasser benötigen".  Es handelt sich bei dem Baum um eine Winterlinde des Typs "Greenspire", die weniger harzen soll, auch gut mit Phasen der Trockenheit zurechtkommt und besonders gut an die jetzigen klimatischen Bedingungen angepasst ist. Benjamin Muschinsky ist extra zur Baumschule Bruns nach Bad Zwischenahn gefahren, um den Baum persönlich auszusuchen. Mit einer Höhe von 13 Metern, einem Ballendurchmesser von drei Metern, einem Stammumfang von 1,3 Metern und einem Alter von bereits 40 Jahren ist die kerzengerade gewachsene Linde bereits jetzt ein sehr imposanter Baum. Normalerweise würde allein der Baum ca. 30.000 Euro kosten - "wir haben es deutlich günstiger bekommen", so Muschinsky. Zusätzlich wurden auch alle Arbeits- und Maschinenstunden gespendet: von Firma Domeier, die den Schwerlastkran zum Platzieren des Baums bereitstellte, der Andreas Sträter GmbH, die die Reste der alten Linde entfernt hatte und für den Bagger sorgte, mit dem der Baum aufgerichtet und ausgerichtet wurde, und Bode Garten- und Landschaftsbau, die den Mutterboden brachte, mit dem das Pflanzloch aufgefüllt wird. Bis zu zwanzig Helfer sorgten am Dienstag für das erfolgreiche Aufstellen - "und jeder Handschlag ist durch Spenden generiert", betonte Muschinsky.

Knifflig war das Verladen des Baums mit dem Kran, denn er musste runter vom Transporter und mit dem Ballen an die genau richtige Stelle platziert werden, so dass er vom Bagger dann einfach aufgerichtet werden konnte. Das klappte dann aber auch reibungslos, und die neue Linde wurde dann noch zentimetergenau ausgerichtet. Achtmal wurde der Baum bereits innerhalb der Baumschule umgesetzt, damit er sein kompaktes Wurzelwerk behält - jetzt ist er zum letzten Mal umgezogen, unter der Aufsicht eines Spezialisten der Baumschule, der dafür Sorge trug, dass alle Voraussetzungen für ein gutes Anwachsen gegeben sind.

Übrigens soll im nächsten Jahr auch die Umrandung neu gemacht werden, und Benjamin Muschinsky freut sich, dass sich dafür bereits freiwillige Helfer gemeldet haben. Am 14. Februar ist auch eine richtige Einweihungsfeier der neuen Linde geplant.  "Aber dieses Jahr hätten wir das nicht mehr hinbekommen". Und ab März muss dann regelmäßiges Bewässern organisiert werden. Jetzt sind die Organisatoren des CDU-Stadtverbands aber erst einmal erleichtert, dass alles gut über die Bühne gegangen ist.  "Ich bin so froh, dass der Baum steht, das hat Nerven und Energie gekostet", sagt Muschinsky.

Das Spendesammeln, das Aussuchen des Baums, die Organisation, das Einholen der erforderlichen Genehmigungen - und jetzt ging es doch irgendwie schneller als anfangs gedacht. "Jetzt kann es Weihnachten werden - ich habe mein Geschenk schon", freut sich Benjamin Muschinsky.

Auffüllung mit Mutterboden
Auffüllung mit Mutterboden

Die Einfassung soll im nächsten Jahr neu gemacht werden
Die Einfassung soll im nächsten Jahr neu gemacht werden

 

 


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