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Dienstag, 20. Oktober 2026
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Geschrieben von ski am 09. Juli 2024
Aktuell

Die Augenquelle und die Grube Kupferrose werden Ziel einer montanhistorischen Exkursion

Bad Lauterberger Montangeschichte beim 25. Internationale Bergbau & Montanhistorik-Workshop im September

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Die Wassertretstelle an der Augenquelle wird ebenfalls aus dem Wasser des Stollens gespeist
Die Wassertretstelle an der Augenquelle wird ebenfalls aus dem Wasser des Stollens gespeist

Seit der der frühen Neuzeit wurde im Harz Bergbau betrieben, insbesondere der Kupferbergbau erlebte während der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts eine Blütezeit. Ab ca. 1700 wurde Kupfer in der Grube Kupferrose abgebaut, es herrschte ein regelrechter Boom, da die Qualität und Reinheit des dort abgebauten Kupfers besonders hoch war. Allerdings hatten die Bergleute ein Problem: Die Erzgänge waren mit lockerem, nachgiebigem Kupfersand gefüllt. Oberflächenwasser konnte so eindringen und musste permanent hochgepumpt werden. Die Lösung: es wurde  eine „Wasserkunst“ gebaut – eine Entwässerungsanlage, die mit einem über 500 Meter langen hölzernen Gestänge verbunden und von Wasserrädern angetrieben wurde. Dazu wurde eigens der Kupferroser Teich und ein entsprechendes Grabensystem angelegt. 1705 bis 1826 wurde im Luttertal eine Kupferhütte betrieben, doch die Hochzeit des Kupferbergbaus in der Gegend war schon ab 1750 vorbei, als die Lagerstätte der Kupferrose erschöpft war. 1733 wurde die Königshütte gegründet: die kurhannoversche Eisenproduktion begann.  Was von dieser reichhaltigen Montangeschichte heute noch im Gelände zu erkennen ist, das sollen die Teilnehmer eines Internationalen Workshops zur Bergbaugeschichte selbst erkunden. Der Workshop findet im September in Goslar statt, und in dessen Rahmen wird es am 29.9. auch eine Exkursion nach Bad Lauterberg geben. Besichtigt wird dabei auch die Deutsche Baryt-Industrie, die in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen feiern kann. Danach geht es an die Augenquelle und hinauf zu den Überresten der Grube Kupferrose. Im kleinen Rahmen trafen sich dazu kürzlich einige Mitglieder des Förderkreises Königshütte und Interessierte mit Dr. Wilfried Ließmann, um die Exkursion vorzubereiten. Ließmann hat jahrzehntelang über den Bergbau im Harz und auch speziell zur Montangeschichte in und um Bad Lauterberg geforscht.

Bei dieser Gelegenheit machte auch Wanderführer Karl-Heinz Winter auf ein Problem aufmerksam, das es derzeit an der Augenquelle gibt: sie wird vom Stollen der Kupferrose gespeist - doch dort tritt derzeit kein Wasser aus, obwohl nach seiner Schätzung ca. 60 l/Minute an der dortigen Wassertretstelle ankommen. Leider, so erklärt Karl-Heinz Winter, beisse er dabei bei der Stadtverwaltung auf Granit, obwohl vermutlich nur im inneren des Stollens etwas von der Zuleitung umgeleitet werden müsste. Winter, der im vergangenen Jahr die Augenquelle wieder hergerichtet hatte, schlägt außerdem vor, einige der hohen Bäume wegzunehmen, damit die Steine dort nicht so sehr vermoosen. Ein lohnenswertes Ziel ist die Augenquelle aber allemal- nicht nur für die Teilnehmer der montanhistorischen Exkursion.




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