Geschrieben von ski am 22. September 2024
Grubenlore steht jetzt an der Augenquelle
Der Förderwagen wurde von der Knollengrube versetzt



Viele Jahre lang stand die Grubenlore, auch Grubenhund oder -hunt genannt, am ehemaligen Eingang zur Knollengrube, an der Geraden Lutter. Dort wurde sie jedoch wenig wahrgenommen und war auch schon ziemlich zugewuchert. Karl-Heinz Winter hatte daher die Idee, dieser Lore zu einem besseren Standort zu verhelfen. Umgesetzt hat er sie mit Unterstützung durch Revierförster Niklas Nielen von den Niedersächsischen Landesforsten, dem Ratsvorsitzendem Harald Liebau und der Archivgemeinschaft Bad Lauterberg.
Jetzt steht der Wagen, der im Bergbau zum Materialtransport diente, an der Augenquelle und kommt dort viel besser zur Geltung. Karl-Heinz Winter betont, dass er natürlich zuvor das Einverständnis der montanhistorischen Experten Heinrich Hillegeist und Dr. Ließmann eingeholt hatte. Das Holz, das übrigens fest mit der Lore verbunden ist, hat die Forst spendiert. Der Platz an der Augenquelle wird durch die Lore noch weiter aufgewertet, auch wenn, wie Winter bedauert, derzeit das Wasser an der Quelle leider nur tröpfchenweise fließt. Die dortige Wassertretstelle ist übrigens bereits abgelassen.
Schon bald wird übrigens unter anderem die Augenquelle das Ziel einer montanhistorischen Exkursion sein: am 29.09.2024 findet im Rahmen des 25. Internationalen Bergbau- und Montanhistorikworkshops in Goslar eine Exkursion nach Bad Lauterberg statt. Unter anderem werden die Teilnehmer eine Führung bei der Deutschen Baryt-Industrie und eine Führung über die Königshütte durch Klasu Wolf vom Förderkreis Köngishütte erleben; danach werden die Augenquelle und die Überreste der Grube Kupferrose besichtigt. Dort wird der Kupferbergbau erlebbar, der durch den Antrieb durch drei Wasserräder ermöglicht wurde.