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Geschrieben von Boris Janssen am 26. Juli 2014
Aktuell

Hier sollen sich Schüler wohlfühlen

KGS setzt weiteren Schritt des Freiraumkonzeptes für die Schulhöfe um – der Förderverein und die Stiftung der Sparkasse Osterode am Harz helfen finanziell

Qualitätskontrolle: Die Schüler und Horst Wiedenbrügge testen das Gerüst unter Aufsicht von (von links) Sparkassen-Vorstand Thomas Toebe, Anja Carl, Petra Schomburg (beide Förderverein), Jörg Karsten (Sparkasse) und Schulleiter Rainer Jakobi.
Qualitätskontrolle: Die Schüler und Horst Wiedenbrügge testen das Gerüst unter Aufsicht von (von links) Sparkassen-Vorstand Thomas Toebe, Anja Carl, Petra Schomburg (beide Förderverein), Jörg Karsten (Sparkasse) und Schulleiter Rainer Jakobi.
Soll Schulhof und Schülern gleichermaßen Aufschwung verleihen: Das neue Reckelement.
Soll Schulhof und Schülern gleichermaßen Aufschwung verleihen: Das neue Reckelement.
Die Asphaltfläche wurde ein bisschen aufgelockert.
Die Asphaltfläche wurde ein bisschen aufgelockert.

Das Eichhörnchen ernährt sich ja bekanntlich mühsam, aber es geht voran: Die Schulhöfe der Kooperativen Gesamtschule (KGS) werden allmählich attraktiver. Und zwar mit jedem Punkt ein bisschen mehr, der aus dem umfangreichen Freiraumkonzept umgesetzt wird.

Während der laufenden Projektwoche nahm sich die KGS nun einen Teil Schulhof des Nebengebäudes vor (ehemalige Orientierungsstufe). Die an Monotonie kaum zu überbietende Asphaltfläche wurde ein Stück aufgebrochen, ein dynamischer Erdhügel soll fortan für mehr Abwechslung sorgen. Dazu wurden ein neues Klettergerüst und ein dreiteiliges Reck aufgebaut.

 

Zehn Jahre, 200.000 Euro

Das ist zwar nicht der ganz große Rundumschlag, aber den könne man angesichts des Umfangs des Freiraumkonzepts nicht erwarten, erklärte Lehrer Horst Wiedenbrügge am Donnerstag (24.07.2014) vor Spendern und Sponsoren. Er ist als Projektkoordinator „Bewegte Schule“ auch für die Schulhöfe zuständig und geht davon aus, dass sich das gesamte Vorhaben über etwa zehn Jahre hinziehen wird. Immerhin beliefen sich die geschätzten Gesamtkosten auf 200.000 Euro und das habe der Landkreis Osterode als Schulträger nicht mal so eben übrig.

Dis Summe klinge natürlich erst einmal sehr viel, gab Wiedenbrügge zu. Aber die KGS-Schulhöfe seien einfach extrem reformbedürftig: „Selbst die Architekten vom Planungsbüro waren entsetzt, weil sie in ganz Niedersachsen nie etwas Öderes gesehen haben.“ Gerade mit Blick auf das Ziel, eine echte Ganztagsschule einzurichten, müsse sich daran etwas ändern. „Das soll ein Lebensraum werden, wo sich Schüler wohlfühlen“, sagte Wiedenbrügge. Dann seien sie auch motivierter.

Deshalb setzt Wiedenbrügge bei der Umsetzung des Konzeptes auch auf Qualität. Lieber etwas mehr für die einzelnen Maßnahmen ausgeben, aber dann auch etwas haben, das hält, zum Beispiel richtig stabile Fußballtore. Doch klar: 25.000 Euro sind seit vorigem Jahr schon verbaut worden, für Arbeiterstunden oder Entsorgungsgebühren draufgegangen, „ich habe das Gefühl, jeder will Geld von uns.“ Leider sei der Landkreis auch als Aufsichtsbehörde keine sonderlich große Unterstützung, kritisierte der Lehrer. „Die schicken uns sogar die Rechnungen für die Baugenehmigungen.“ Die bezahlt der Kreis zwar letztlich eh an sich selber, aber der Betrag fehlt dann im Budget der Schule.

 

Toebe: „Unser Beitrag ist gut angelegt“

Alles, was man im Do-it-yourself-Verfahren erledigen kann, hilft da, Geld zu sparen – und schneller voranzukommen. Deshalb hat Wiedenbrügge die Projektwoche genutzt, um mit Schülern die Punktfundamente für das Reckelement selbst zu bauen. Was dabei herausgekommen ist präsentierte das Trüppchen nun also am Donnerstag Vertretern der Stiftung der Sparkasse Osterode am Harz sowie des Eltern- und Fördervereins der KGS. Der Förderverein hatte nämlich das Reck bezahlt und wird dank einer Spende der Sparkassenstiftung auch die Kosten für das Klettergerüst übernehmen können – die 2.000 Euro decken in etwa die Materialkosten.

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Osterode am Harz Thomas Toebe freute sich über das, was er da sah und hörte. „Unser Beitrag ist hier wirklich gut angelegt.“ Die Schule setze ein „sinnvolles Gesamtkonzept“ um. „Und ich finde gut, dass hier auf Qualität geachtet wird.“ Auch Jörg Karsten, Bereichsdirektor Vermögensmanagement der Sparkasse, war begeistert, kennt der heutige Ratsherr doch den stinkelangweiligen OS-Schulhof noch bestens aus der eigenen Schulzeit. Gut, dass sich manchmal auch etwas ändert.


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