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Geschrieben von Karl Heinz Bleß am 29. September 2016
Aktuell

„Ich will Radprofi werden“

Niedersächsischer Landesmeister der Schüler kam ins Diabeteszentrum, um die Siegprämie vom Radrennen abzuholen

Freuten sich über das Wiedersehen (von links): Bastian Fahrendorff, Linus Fahrendorff, Diabetesberaterin Isabel Rother, Chefarzt Dr. Thomas Werner und Tristan Fahrendorff.
Freuten sich über das Wiedersehen (von links): Bastian Fahrendorff, Linus Fahrendorff, Diabetesberaterin Isabel Rother, Chefarzt Dr. Thomas Werner und Tristan Fahrendorff.

Die Siegprämie holten sie selbst ab: die Nachwuchs-Radrennfahrer des Tuspo Weende. Beim Rennen um den Großen Preis des Diabeteszentrums Bad Lauterberg am 27. August 2016 hatte das Team aus Göttingen den zweiten Platz bei der Teamwertung über 42 Kilometer gewonnen. Die Siegprämie von 100 Euro sollte für die Jugendförderung bestimmt sein.

Am Dienstag (27.09.2016) waren nun Linus Fahrendorff und sein Bruder Tristan mit ihrem Vater Bastian nach Bad Lauterberg gekommen. Chefarzt Dr. Thomas Werner überreichte die Prämie selbst und nahm sich Zeit, um mit den jungen Radsportlern zu plaudern. Dabei erfuhr er von dem 11-jährigen Linus Fahrendorff, der als große Nachwuchshoffnung gilt, dass sich dieser schon als Zweijähriger ein Laufrad schnappte und damit losrollte. Ein Jahr später konnte er Fahrrad fahren. Heute ist er fast jedes Wochenende bundesweit unterwegs, um an Schülerwettfahrten teilzunehmen. „Ich will Radprofi werden“, sagte Linus Fahrendorff selbstbewusst. In diesem Jahr hat er bereits sechs Siege und 29 Platzierungen eingefahren, darunter den 1. Platz bei der niedersächsischen Landesmeisterschaft in seiner Klasse.

Auch sein jüngerer Bruder Tristan nimmt an Radrennen teil, obwohl er auch weitere Hobbys hat, wie beispielsweise Schach. Trotzdem schaffte er es auf den 5. Platz bei der Landesmeisterschaft. Dr. Werner war begeistert, dass der Zehnjährige als Diabetiker so sportbegeistert ist. Mit der Insulinpumpe ist er gut eingestellt und die regelmäßige Bewegung hilft zusätzlich, die Werte im Zielbereich zu halten.

Der Tuspo Weende betreut rund 50 Kinder in der Radsportabteilung. Davon sind 25 aktiv. Die Voraussetzungen, so Bastian Fahrendorff, sind dort ideal, weil es in der Universitätsstadt eine 400-Meter-Radrennbahn gibt, die der Verein regelmäßig nutzt.

 

Bereits in der Vorwoche waren die weiteren Geldprämien für das Radrennen überreicht worden.


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