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Sonntag, 21. April 2024
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Geschrieben von Boris Janssen am 08. August 2014.
Politik

Eine reine Verkehrsberuhigung?

Bockelnhagener Straße: Bürgerverein Bartolfelde hat offenen Brief an Landesbehörde geschickt – und eine Antwort bekommen

Ist die Bockelnhagener Straße nur laut oder auch gefährlich? Hier die schlaglochübersäte Engstelle.
Ist die Bockelnhagener Straße nur laut oder auch gefährlich? Hier die schlaglochübersäte Engstelle.

Mit einer „Erhaltungsmaßnahme“ sowie vielleicht neuen Schildern und einer Mittelinsel am Bartolfelder Ortseingang will die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Goslar Verkehrslärm und Raserei auf der Bockelnhagener Straße beenden. Die Erhaltungsmaßnahme sei für das nächste Jahr geplant – vorbehaltlich verfügbarer Haushaltsmittel. Für Verkehrszeichen und Mittelinsel seien allerdings der Landkreis beziehungsweise die jeweilige Kommune zuständig.

Das geht aus einer Antwort der Landesbehörde auf einen offenen Brief des Bürgervereins Bartolfelde hervor. Den hatten die Bartolfelder verfasst, nachdem sie auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses bei Ratsherren und Stadtverwaltung auf Verständnis für ihre Sorgen gestoßen waren.

Anwohner der Bockelnhagener Straße beobachten seit längerem, dass sich viele Autofahrer nicht an die vorgeschriebenen 50 km/h halten, an die 30 km/h an der Engstelle in Höhe Herrenstraße erst recht nicht. Auch nehme der Lkw-Verkehr stark zu, weil die Brummifahrer sich mit einem kleinen Umweg zwei Mautstellen auf der A 38 sparen wollten.

 

„Fast täglich gefährliche Situationen“

Das gibt in Verbindung mit den vielen Schlaglöchern ordentlich Lärm. Vor allem aber machen sich die Bartolfelder Gedanken um ihre Sicherheit. „Es gibt fast täglich Situationen, die ein erhebliches Gefahrenpotential in sich bergen“, heißt es in dem offenen Brief. Gerade auch an der Engstelle, wo die Fahrbahn der Bockelnhagener Straße nur 3,50 Meter breit ist. „Allein im Begegnungsverkehr der dort fahrenden Kraftfahrzeuge kommt es immer wieder zu Behinderungen. Viel gefährlicher ist es aber dort für Fußgänger, die sich auf der Fahrbahn bewegen müssen, ein Bürgersteig fehlt aus Platzgründen.“

Die Raserei könne im Übrigen belegt werden: „durch die von der Verkehrswacht Bad Lauterberg durchgeführten zwei Messungen, die dort Geschwindigkeiten bis 120 km/h ermittelten.“ Auch bei einer Ortsbesichtigung des Bauausschusses habe sich „die zum Teil unverantwortliche Raserei einiger Verkehrsteilnehmer in diesem Bereich“ bestätigt.

Es müsse daher dringend über geeignete Maßnahmen nachgedacht werden. Den von der Landesbehörde zu einem früheren Zeitpunkt an den Landkreis Osterode gegebenen Hinweis, die Bockelnhagener Straße sei „nicht auffällig im Sinne einer Unfallhäufung“, lassen die Bartolfelder nicht gelten: „Muss erst etwas passieren, bevor gehandelt wird?“

 

„Rein verkehrsberuhigende Maßnahme“

Die Landesbehörde bleibt indes in ihrer Antwort auf den offenen Brief bei ihrer Einschätzung der Landesstraße als unauffällig. Somit sei die vom Landkreis vorgeschlagene Mittelinsel eine „reine verkehrsberuhigende Maßnahme“. Die Mittelinsel könne zwar gerne errichtet werden, allerdings könne das Land gemäß bestehender Verfügungslage kein Geld beisteuern – bezahlen müsse so etwas die jeweilige Kommune. Und was eventuell zusätzliche Verkehrszeichen angeht, sei der Landkreis als Verkehrsbehörde zuständig.

Die Anlieger der Bockelnhagener Straße werden also fürs Erste weiter Krach schlagen müssen, bevor sie wieder mehr Ruhe bekommen.


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