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Geschrieben von Boris Janssen am 17. November 2014.
Politik

Grundschulen: GEW-Ortsverband fordert Umdenken

Die Bildungsgewerkschaft hält die Standort-Debatte für falsch und „irrwitzig“

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Nachdem bei der Begehung der Grundschulen „Am Hausberg“ und Barbis bereits die beiden Schuleiterinnen Anke Tilhein-Engelke (Hausberg) und Nicole Möhring (Barbis, kommissarisch) Zweifel am Sinn einer Zusammenlegung aller drei Bad Lauterberger Grundschulen zum jetzigen Zeitpunkt geäußert haben, fordert nun auch der Ortsverband Bad Lauterberg / Bad Sachsa der Bildungsgewerkschaft GEW ein Umdenken bei der „politischen Führung der Stadt“. Es sei nicht zu verantworten, „Bad Lauterbergs Schullandschaft heute auf einen einzigen Grundschulstandort zu reduzieren“, heißt es in einer Stellungnahme vom Montag (17.11.2014).

Man dürfe „nicht fortfahren mit einer Planung, die entweder hier oder dort schulisches und öffentliches Leben abtötet“. Es müsse der Anreiz für junge Familien erhalten bleiben, hierher zu ziehen oder hier zu bleiben.

Außerdem: Das bislang gültige Ziel des Landes Niedersachsen, ab 2018 nur noch barrierefreie Schulen im Lande zu haben, werde bereits aufgeweicht, so die GEW. Die Bildung von Schwerpunktschulen, wie sie die Grundschule Barbis momentan für Kinder mit körperlich-motorischen Beeinträchtigungen ist, werde absehbar auch künftig zulässig sein.

Die im Zukunftsvertrag vorgesehen Sparziele dürften daher „nicht länger als alternativlos feststehendes Dogma verkündet werden.“ Das Vorhaben, bei den Schulen zu sparen, müsse gestoppt werden. Stattdessen müsse „jede Amtsstube, jeder städtische Fachbereich noch einmal durchforstet werden.“

Die geführte Standort-Debatte sei falsch. Mit größtem Unbehagen beobachte man zudem den „Irrwitz, dass entweder sehenden Auges oder einfach nur unbedacht die Kernstadt und die Ortsteile gegeneinander ausgespielt, Grundschuleltern gegeneinander, gegen Lehrkräfte und Schulleiterinnen aufgestachelt werden.“

 

Die Stellungnahme des GEW-Ortsverbandes im Wortlaut finden Sie hier.


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