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Montag, 15. April 2024
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Geschrieben von Boris Janssen am 25. November 2015.
Politik

Alle für Keinen

Wie viele Lastwagen sollen noch durch Barbis und Osterhagen fahren, die da gar nicht lang müssen? Bauausschuss und Verwaltung finden: Gar keiner!

In Scharzfeld gilt seit Jahren eine klare Regelung für den Lkw-Verkehr. So etwas schwebt der Bad Lauterberger Politik nun auch für Barbis und Osterhagen vor.
In Scharzfeld gilt seit Jahren eine klare Regelung für den Lkw-Verkehr. So etwas schwebt der Bad Lauterberger Politik nun auch für Barbis und Osterhagen vor.
Auch die Situation in der engen Bockelnhagener Straße in Bartolfelde soll entschärft werden.
Auch die Situation in der engen Bockelnhagener Straße in Bartolfelde soll entschärft werden.

Veraltete Navis, unglückliche Beschilderung, die starke Steigung zur Koldung und immer wieder die Maut – Theorien gibt es viele, warum immer noch tagtäglich viele Lastwagen durch Barbis und Osterhagen rollen, obwohl seit über einem Jahr die Ortsumgehung über die B 243n offen ist. Ungefähr 25.000 Fahrzeuge pro Woche hätten sie nun gezählt, berichteten Anwohner der Ortsdurchfahrten beispielsweise den Ratherren der BI-Fraktion. Darunter seien etwa 8.000 Lastwagen über 7,5 Tonnen, von denen nur die allerwenigsten in Barbis oder Osterhagen mehr wollten, als einfach durchzufahren.

Das freilich kann ja nicht der Sinn sein, wenn gerade erst für 98 Millionen Euro eine vierspurige, noch dazu etwas abkürzende Umgehung gebaut wurde, die doch die Barbiser und Osterhagener endlich von Lärm und Schmutz befreien soll, finden Bauausschuss und Stadtverwaltung. Und schon gleich doppelt nicht, wenn dadurch die Dorfstraßen, die im Laufe nächsten Jahres frisch saniert werden sollen, gleich wieder kaputtgefahren werden. Klar und deutlich sprachen sich deshalb alle Teilnehmer der Ausschuss-Sitzung am Montag (23.11.2015) für einen Antrag der BI aus, zwischen Barbis Zoll und dem Kreisel an der Branntweinseiche ein Durchfahrverbot für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 7,5 Tonnen zu veranlassen.

 

Vorbild Scharzfeld

Vorbild ist die seit Jahren geltende Regelung in Scharzfeld: Auch hier müssen Brummis auf der B 243 bleiben – es sei denn natürlich, sie haben den Ort selbst als Ziel oder dürfen die Schnellstraße bauartbedingt nicht nutzen. Nur wenn die B 243 einmal zum Beispiel wegen eines Unfalls gesperrt ist, dürfen die Lastwagen Scharzfeld durchfahren. So etwas sollte doch für die Bad Lauterberger Ortsteile auch möglich sein, warb Eike Röger (BI) für den Antrag. Und ergänzte gleich vorsichtshalber: „Sollte die zuständige Behörde querschießen, dann sollte man ruhig den Rechtsweg probieren.“

Damit war in erster Linie der Landkreis gemeint. Denn der Abschnitt durch ganz Osterhagen bis zur Branntweinseiche wird zur Kreisstraße herabgestuft, auf der entsprechend der Landkreis das Sagen hat. Der Rest wird zwar zu einer Bad Lauterberger Gemeindestraße, „doch auch da müssen mehrere Beteiligte wie der Landkreis zustimmen“, bestätigte Bürgermeister Dr. Thomas Gans. Er bekräftigte jedoch: „Die Stadtverwaltung steht voll hinter dem Verbot. Und wir denken, dass das machbar ist.“

 

Ratssitzung am 26.11.2015

Einstimmig empfahl der Ausschuss dem Rat, den Antrag anzunehmen. Der Rat wird auf seiner Sitzung am Donnerstag, 26.11.2015, um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses darüber entscheiden. Überraschungen sind nicht zu erwarten, denn es gibt noch einen im Wesentlichen gleichlautenden Antrag der Gruppe Volker Hahn/Grüne. Und Uwe Speit (SPD) möchte am Donnerstag das Ansinnen sogar noch erweitern: Auf der Bockelnhagener Straße in Bartolfelde solle ein Limit von 30 km/h eingeführt werden, an der Engstelle vielleicht gar nur 10 km/h oder eine Einbahnstraßenregelung. Außerdem schlägt er für die Kernstadt vor, die auf dem Butterberg und an der Kuhlmann-Kurve stadteinwärts fahrenden Autofahrer mit elektronischen Hinweistafeln an Tempo 50 zu erinnern.

Mehr zu den Theorien, warum die Lastwagen weiter durch die Dörfer fahren, und was es mit der Lkw-Maut eigentlich auf sich hat, lesen Sie im Hintergrund.


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