Geschrieben von Rolf Steinke am 28. Mai 2026
“Backe, backe Kuchen, der Bäcker hat gerufen...“
Waagen, Rührmaschinen, frisches Brot, Brötchenpresse und Bäckertaufe
Vor einigen Tagen gab es einen Bericht über den Mühlentag in Ebergötzen. Neben den Außenanlagen der Wilhelm-Busch Mühle gibt eine weitere Attraktion: In den Räumen des Europäischen Brotmuseums gibt es zahlreiche und interessante Ausstellungsstücke aus der Geschichte des Bäckerhandwerks.
Unser täglich Brot gib uns heute
Sicher ist dieses christliches Gebet bekannt. Aber wie ist die Entwicklung des Brotes? In den Räumen des Museums werden Gegenstände gezeigt, die in vielen Jahrzehnten die Herstellung des Brotes erläutern.
Strafe für Bäcker
Es ist eines der besonderen Ausstellungsstücke: Die Reproduktion einer Bäckertaufe, sie war im Mittelalter eine Bestrafungsform für Bäcker, die zu kleines Brot buken. Der schuldig Gesprochene wurde einige Male in Wasser oder Unkraut getaucht.
Historische Geräte
Gezeigt wird eine zweischalige Waage zum Massenvergleich aus Gusseisen um 1920, eine Ladenwaage um 1920 aus Balingen, eine Rührmaschine um 1950 und eine der ersten Brötchenpressen von 1890. Die Sackausklopfmaschine um 1900, in der gebrauchte, leere Mehlsäcke eingespannt werden.
Frisches Brot duftet
Die Besucher hatten die Möglichkeit, frisches selbstgebackenes Brot aus Sauerteig zu kaufen. Eine seltene Besonderheit ist auf der Außenanlage des Europäischen Brotmuseums zu sehen, nämlich ein Wohnturm einer Wasserburg um 1508, die im Dreißigjährigen Krieg 1626 zerstört wurde.







