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Geschrieben von ski am 15. Mai 2023

Vereine und Verbände

Bismarckturm-Sanierung, Uhlenflucht, demographischer Wandel

Der Harzklub-Zweigverein Bad Lauterberg stellt sich seinen Herausforderungen

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Der 1. Vorsitzende Klaus Wiedemann berichtet von einem sehr aktiven Jahr
Der 1. Vorsitzende Klaus Wiedemann berichtet von einem sehr aktiven Jahr
Musikalische Begleitung durch die Heimatgruppe - aber Musiker und Sängerinnen fehlt der Nachwuchs
Musikalische Begleitung durch die Heimatgruppe - aber Musiker und Sängerinnen fehlt der Nachwuchs

Es war ein ereignisreiches Jahr 2022, auf das der Harzklub-Zweigverein Bad Lauterberg bei seiner Jahreshauptversammlung am 13.05.2023 zurückblicken konnte. Der Naturschutztag, der Harzer Heimattag, die neue Köthe, die im Kurpark aufgestellt wurde, die 1.000 € Fördermittel aus dem Ehrenamtsfonds, der Harzer Heimatnachmittag, die Auftritte der Heimatgruppe, besonders das Adventskonzert und natürlich die Großprojekte Bismarckturmsanierung und das „Grüne Klassenzimmer“ im Vereinsheim Uhlenflucht – der Verein hat im vergangenen Jahr Enormes geleistet. Der Bad Lauterberger Zweigverein sei nach wie vor einer der Aktivposten im Hauptverein. Hierfür bedankte sich Wiedemann auch bei allen internen und externen Helfern, ohne die diese Projekte nicht möglich gewesen wären. Im projektbezogenen Einsatz sieht er auch die Zukunft des Ehrenamts: „Es wird immer Menschen geben, die Mithilfe anbieten, sofern die Aufgaben temporär und überschaubar sind“, erklärte Wiedemann. So hofft er auch auf Mithilfe von Bürgern bei den anstehenden Arbeiten am Vereinsheim Uhlenflucht.
Für das Projekt Bismarckturmsanierung hofft der Vorstand nun darauf, dass diesmal die Fördermittel bewilligt werden. Über eine halbe Million Euro wird die Sanierung kosten, und mit Hilfe einer möglichst breiten politischen Unterstützung hofft der Harzklub auf einen positiven Bescheid.

Der 2. Vorsitzende Volkmar Rudolph berichtete über das Projekt „Grünes Klassenzimmer“, das durch Corona und andere Gründe im Zeitplan zurückgeworfen wurde, nun aber in diesem Herbst abgeschlossen sein muss. Hierzu ist beispielsweise eine Modernisierung der Küche nötig, die demnächst fertiggestellt werden soll. Im August soll der große Saal renoviert werden, hierfür werden noch freiwillige Helfer benötigt.

Heimatgruppe kann für Ständchen angefragt werden

Die Heimatgruppenwartin Dr. Nicole Fröhlich berichtete vom gelungenen Adventskonzert während des sozialen Weihnachtsmarkts, das auch in diesem Jahr wieder geplant ist. Auch die Musiker und Sängerinnen bleiben aber vom Schwund durch Alter und Nachwuchsmangel nicht verschont, weswegen man künftig auch desöfteren mit der Heimatgruppe des Bad Sachsaer Zweigvereins kooperieren will. Ein Wermutstropfen: „Das vergangene Jahr war das erste Jahr, in welchem wir nicht für ein Ständchen angefragt wurden“. Hier sei darauf hingewiesen, dass die Heimatgruppe immer gerne ein Ständchen mit traditionellem Harzer Liedgut bringt, beispielsweise als besondere Einlage oder Überraschung bei Geburtstagen, Goldenen Hochzeiten oder ähnlichen Gelegenheiten. Wer Interesse hat, kann sich an den Harzklub-Zweigverein Bad Lauterberg wenden.

Wander- und Schilderwart Wilhelm Diekmann berichtete von vier geführten Wanderungen - „weniger als früher, aber mehr als im Vorjahr“. Er hat den Verein unter anderem auch beim Deutschen Wandertag in Fellbach und der Sternwanderung in Thale vertreten.  Natürlich wurden auch zahlreiche Schilder aufgestellt oder ersetzt. Dies allerdings nicht nur wegen Abfaulens, wie Diekmann berichten musste: einige Wegemarken waren säuberlich abgeschraubt und mitgenommen worden, ebenso wie die Stempelplatte der Stempelstelle am Knollenkreuz. Er bittet um Mithilfe von Menschen, die immer mal wieder einen bestimmten Weg bewandern und diesen betreuen beziehungsweise den Schilderwart über den Zustand informiern könnten.
Auch Wegewart Harald Neuber hat im vergangenen Jahr wieder die Wanderwege am Bismarckturm begehbar gemacht und mit Hilfe von Diekmann und Harzklub-Mitglied Kirsten Miche Pfosten und Schilder beispielsweise am Wiesenbek und am Scholben aufgestellt.

Heimwartin Pia Hanot berichtete von einem schwierigen Jahr, was die Vermietung der Uhlenflucht betrifft. Diese war nur zwischen März und Oktober mit insgesamt 92 Übernachtungen belegt. Nun steht als große Aufgabe die Vorbereitung des „Grünen Klassenzimmers“ an, wozu noch etliche Aufgaben zu bewältigen sind.

Kostensteigerungen und Beitragserhöhung

Schatzmeister Klaus-Peter Hort berichtete von der allgemeinen Kostensteigerung, die jetzt schon zu Buche schlägt, aber noch mehr in Zukunft zu erwarten ist, insbesondere bezüglich Gas, Strom und Versicherung für das Vereinsheim. Die mittlerweile 31 Jahre alte Heizung muss ersetzt werden, hierüber entspann sich anschließend eine interessante Diskussion.
Auch der Harzklub-Hauptverein hat finanzielle Nöte. Die Geschäftsstelle in Clausthal-Zellerfeld soll jedoch fortgeführt werden, darum wurde eine neue Beitragssatzung ausgearbeitet, wobei auch Klaus Wiedemann in dem Gremium mitgewirkt hatte. Auch hier sind also künftig mehr Beiträge an den Hauptverein abzuführen, ebenso wie an die Landesverbände und den Deutschen Wanderverband. Dazu kommen sinkende Mitgliederzahlen – all dies machte eine Beitragsanpassung für den Harzklub Bad Lauterberg notwendig. Die Mitglieder folgten nach kurzer Diskussion dem Vorschlag des Vorstandes, den Jahresbeitrag für aktive Mitglieder auf 24 € (bislang 12 €) und für passive Mitglieder auf 30 € (bislang 18 €) zu erhöhen.

Schließlich waren noch Posten zu besetzen: Die neue Schriftführerin wird Kirsten Miche, eine stellvertretende Schriftführerin wird Tamara Zamjatnins, neue Kassenprüferin ist Elisabeth Mühl.

Die gutbesuchte Versammlung, die diesmal im Vereinsheim der Bad Lauterberger Schützengesellschaft bei Kaffee und Kuchen stattfand, wurde stimmungsvoll von der Heimatgruppe umrahmt. Für die Bad Lauterberger Kirchengemeinden St. Andreas und Paulus hatte Pastor Simon Burger ein Grußwort gesprochen. Die Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften sollen bei einem separaten Kaffeenachmittag durchgeführt werden.


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