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Sonntag, 21. April 2024
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Geschrieben von Boris Janssen am 17. März 2014.
Politik

Union sucht neue Freunde

JHV des Stadtverbandes: Mit der Aktion „CDU and friends“ sollen neue Mitglieder gewonnen werden

Tatkräftiges Team: Der beinahe komplette Bad Lauterberger CDU-Vorstand mit der Kreisvorsitzenden.
Tatkräftiges Team: Der beinahe komplette Bad Lauterberger CDU-Vorstand mit der Kreisvorsitzenden.
40 Jahre dabei: Jürgen Schnibbe (Mitte) nahm die Ehrung durch Susanne Mackensen-Eder und Roland Stahl persönlich entgegen.
40 Jahre dabei: Jürgen Schnibbe (Mitte) nahm die Ehrung durch Susanne Mackensen-Eder und Roland Stahl persönlich entgegen.

Zufrieden mit der politischen Lage, aber besorgt, was den Nachwuchs angeht: Der CDU-Stadtverband Bad Lauterberg hat auf seiner Jahreshauptversammlung am Freitag (14.03.2014) ein gemischtes Fazit gezogen.

Vorsitzender Roland Stahl freute sich über „konstruktive Zusammenarbeit“ innerhalb des Vorstandes und mit der Stadtratsfraktion. In Berlin habe man mit Fritz Güntzler (Wahlkreis Göttingen) und Roy Kühne (Wahlkreis Goslar-Northeim- Osterode) neue kompetente Ansprechpartner im Bundestag. Die Ergebnisse der Bundestagswahl im vergangenen September seien für Bad Lauterberg sehr gut gewesen – schließlich hat Fritz Güntzler keine 150 Stimmen hinter Kontrahent Thomas Oppermann gelegen (der nun immerhin SPD-Fraktionschef ist), und bei den Zweitstimmen lag die CDU sogar ganz knapp vorn. Diese Ergebnisse seien für Güntzler übrigens besonderer Ansporn, ein guter Ansprechpartner für die Bad Lauterberger zu sein, zitierte Stahl aus einem schriftlichen Grußwort des Bundestagsabgeordneten.

Für die anstehende Europa-Wahl am 25. Mai „müssen wir uns engagieren“, forderte Stahl. Diese Wahl sei bei den Bürgern offenbar nicht so sehr im Bewusstsein, „die schieben sie weg.“

 

Geeignete Kandidaten werden Mangelware

Was aber seine Entwicklung angeht, geht es dem Stadtverband nicht anders, als den meisten anderen Vereinen: Die Mitgliederzahl blieb mit 67 (darunter 20 Frauen) noch nahezu stabil, berichtete Stahl. Dennoch brauche der Verband dringend Nachwuchs. Die Altersspanne reiche von 22 bis 92, wobei der Durchschnitt bei 65 Jahren liege. „Wir müssen uns verjüngen“, stellte Stahl denn auch fest. Und er bemerkte: „Die Aktivität wird nur von einigen getragen.“

Deshalb plane man für die nächsten Monate die Aktion „CDU and friends“, bei der Mitglieder einfach mal unverbindlich ihre Freunde mitbringen sollen. Man wolle vor allem junge Menschen an Politik heranführen. Das sei auch dringend nötig – sonst stehe man bald, wenn es um Strategien für die Kommunalwahl 2016 geht, vor einem ernsten Problem: „Es wird nicht einfach, eine vernünftige Ratsliste aufzustellen“, so Stahl. „Und wir wollen eine schlagkräftige Truppe aufbieten.“

In die gleiche Kerbe schlug der Schatzmeister des CDU-Kreisverbandes Hermann Lückert. Der Kreis komme gerade noch auf 500 Mitglieder, es werde schwer, genug Kandidaten zu finden. „Das ist besorgniserregend.“ Man müsse mehr auf die Bürger zugehen, so Lückert. Denn: „Wenn wir Zukunft gestalten wollen, brauchen wir die Menschen.“

 

Kreis, Land, Bund und Europa

Die Kreisvorsitzende Susanne Mackensen-Eder bescheinigte den beiden MdB Güntzler und Kühne „sehr aktiv unterwegs“ zu sein und „ihre Themen mit Leben zu füllen“. Leider sei man nach der verlorenen Landtagswahl 2013 aber von der Landespolitik etwas abgeschnitten – schließlich regiert ja nun Rot-Grün, was bis jetzt „ein Jahr Stillstand“ bedeute. Mit der CDU-Landtagsfraktion gebe es jedoch einen regen freundlichen und partnerschaftlichen Austausch. Mackensen-Eder dankte den Bad Lauterberger Unions-Mitgliedern für die geleistete Arbeit und wies auf den Kreisparteitag am Dienstag, dem 1. April, hin, zu dem die Europa-Abgeordnete Godelieve Quisthoudt-Rowohl erwartet wird.

 

Großes Lob für Bad Lauterberger Sparpaket

Aus der Stadtratsfraktion berichtete deren Vorsitzender Horst Tichy. Er ging vor allem auf das jüngst beschlossene Sparpaket ein und bekräftigte noch einmal seine Ansicht, dass es keine Alternative gebe. Man müsse die Chance „Zukunftsvertrag“ einfach nutzen und die Frist verstreiche nun einmal in wenigen Tagen. Die einzelnen Entscheidungen seien ihm auch nicht leicht gefallen. „Und glauben Sie mir: Wenn es dem Land jetzt dann doch nicht reichen sollte, versuche ich die Beschlüsse wieder aufzuheben und lege dann mein Mandat nieder.“

Davon freilich geht Tichy aber nicht wirklich aus. Vielmehr zeigte er sich gekränkt: „Wir haben Wichtiges für Bad Lauterberg entschieden. Dafür werden wir ausgebuht, kriegen wir persönliche Briefe.“ Dabei hätten die Ratsmitglieder für ihr Engagement Respekt verdient. Er bat die CDU-Mitglieder: „Stehen Sie hinter uns.“

Das tun sie offenbar, jedenfalls zollte die Versammlung den Beschlüssen großes Lob. Manche bezeichneten sie gar als überfällig. Vereinzelte Kritik gab es jedoch an der Kommunikationspolitik. Es könne nicht sein, dass Beschlüsse von „einer niemals legitimierten Dreier- oder Sechser-Gruppe“ (gemeint sind die Treffen von Bürgermeister und Fraktionsspitzen der GroGru SPD/CDU) vorbereitet und ausformuliert würden, dann aber nicht mehr weiter diskutiert werden sollten. Ein Vorwurf, gegen den sich Tichy entschieden verwahrte: Erst die gute Zusammenarbeit innerhalb der GroGru ermögliche überhaupt klare Mehrheiten für solch weitreichende Beschlüsse. Die Gegenstimmen zum Sparpaket aus der CDU-Fraktion bewiesen außerdem, dass es keinen Fraktionszwang gebe und abweichende Meinungen auch nicht problematisiert würden.

 

Vorstandswahlen

Vorsitzender Roland Stahl
gleichberechtigte Stellvertreter
Christian Schäfer und Rolf Lange
Schatzmeister
Dieter König
Schriftführer
Jörg Karsten
Pressesprecher
Thorben Teyke
Organisationsleiter
Otto Eiling
Beisitzerinnen und Beisitzer
Susanne Kinne, Matthias Körner, Klaus-Peter Münch, Wolfgang Hartmann und Hilde Heberling
Kassenprüferin und Kassenprüfer Helga Uhrner und Werner Hille

 

Ehrungen

Für 40-jährige Mitgliedschaft Margret Henkel, Jürgen Schnibbe, Anita Seidel, Sigrid Uebel und Hubertus Bursch
Für 30-jährige Mitgliedschaft Friedhelm Ohnesorge

Zufrieden mit der politischen Lage, aber besorgt, was den Nachwuchs angeht: Der CDU-Stadtverband Bad Lauterberg hat auf seiner Jahreshauptversammlung am Freitag (14.03.2014) ein gemischtes Fazit gezogen.

Vorsitzender Roland Stahl freute sich über „konstruktive Zusammenarbeit“ innerhalb des Vorstandes und mit der Stadtratsfraktion. In Berlin habe man mit Fritz Güntzler (Wahlkreis Göttingen) und Roy Kühne (Wahlkreis Goslar-Northeim- Osterode) neue kompetente Ansprechpartner im Bundestag. Die Ergebnisse der Bundestagswahl im vergangenen September seien für Bad Lauterberg sehr gut gewesen – schließlich hat Fritz Güntzler keine 150 Stimmen hinter Kontrahent Thomas Oppermann gelegen (der nun immerhin SPD-Fraktionschef ist), und bei den Zweitstimmen lag die CDU sogar ganz knapp vorn. Diese Ergebnisse seien für Güntzler übrigens besonderer Ansporn, ein guter Ansprechpartner für die Bad Lauterberger zu sein, zitierte Stahl aus einem schriftlichen Grußwort des Bundestagsabgeordneten.  

Für die anstehende Europa-Wahl am 25. Mai „müssen wir uns engagieren“, forderte Stahl. Diese Wahl sei bei den Bürgern offenbar nicht so sehr im Bewusstsein, „die schieben sie weg.“

 

Geeignete Kandidaten werden Mangelware

Was aber seine Entwicklung angeht, geht es dem Stadtverband nicht anders, als den meisten anderen Vereinen: Die Mitgliederzahl blieb mit 67 (darunter 20 Frauen) noch nahezu stabil, berichtete Stahl. Dennoch brauche der Verband dringend Nachwuchs. Die Altersspanne reiche von 22 bis 92, wobei der Durchschnitt bei 65 Jahren liege. „Wir müssen uns verjüngen“, stellte Stahl denn auch fest. Und er bemerkte: „Die Aktivität wird nur von einigen getragen.“

Deshalb plane man für die nächsten Monate die Aktion „CDU and friends“, bei der Mitglieder einfach mal unverbindlich ihre Freunde mitbringen sollen. Man wolle vor allem junge Menschen an Politik heranführen. Das sei auch dringend nötig – sonst stehe man bald, wenn es um Strategien für die Kommunalwahl 2016 geht, vor einem ernsten Problem: „Es wird nicht einfach, eine vernünftige Ratsliste aufzustellen“, so Stahl. „Und wir wollen eine schlagkräftige Truppe aufbieten.“

In die gleiche Kerbe schlug der Schatzmeister des CDU-Kreisverbandes Hermann Lückert. Der Kreis komme gerade noch auf 500 Mitglieder, es werde schwer, genug Kandidaten zu finden. „Das ist besorgniserregend.“ Man müsse mehr auf die Bürger zugehen, so Lückert. Denn: „Wenn wir Zukunft gestalten wollen, brauchen wir die Menschen.“

 

Kreis, Land, Bund und Europa

Die Kreisvorsitzende Susanne Mackensen-Eder bescheinigte den beiden MdB Güntzler und Kühne „sehr aktiv unterwegs“ zu sein und „ihre Themen mit Leben zu füllen“. Leider sei man nach der verlorenen Landtagswahl 2013 aber von der Landespolitik etwas abgeschnitten – schließlich regiert ja nun Rot-Grün, was bis jetzt „ein Jahr Stillstand“ bedeute. Mit der CDU-Landtagsfraktion gebe es jedoch einen regen freundlichen und partnerschaftlichen Austausch. Mackensen-Eder dankte den Bad Lauterberger Unions-Mitgliedern für die geleistete Arbeit und wies auf den Kreisparteitag am Dienstag, dem 1. April, hin, zu dem die Europa-Abgeordnete Godelieve Quisthoudt-Rowohl erwartet wird.

 

Großes Lob für Bad Lauterberger Sparpaket

Aus der Stadtratsfraktion berichtete deren Vorsitzender Horst Tichy. Er ging vor allem auf das jüngst beschlossene Sparpaket ein und bekräftigte noch einmal seine Ansicht, dass es keine Alternative gebe. Man müsse die Chance „Zukunftsvertrag“ einfach nutzen und die Frist verstreiche nun einmal in wenigen Tagen. Die einzelnen Entscheidungen seien ihm auch nicht leicht gefallen. „Und glauben Sie mir: Wenn es dem Land jetzt dann doch nicht reichen sollte, versuche ich die Beschlüsse wieder aufzuheben und lege dann mein Mandat nieder.“

Davon freilich geht Tichy aber nicht wirklich aus. Vielmehr zeigte er sich gekränkt: „Wir haben Wichtiges für Bad Lauterberg entschieden. Dafür werden wir ausgebuht, kriegen wir persönliche Briefe.“ Dabei hätten die Ratsmitglieder für ihr Engagement Respekt verdient. Er bat die CDU-Mitglieder: „Stehen Sie hinter uns.“

Das tun sie offenbar, jedenfalls zollte die Versammlung den Beschlüssen großes Lob. Manche bezeichneten sie gar als überfällig. Vereinzelte Kritik gab es jedoch an der Kommunikationspolitik. Es könne nicht sein, dass Beschlüsse von „einer niemals legitimierten Dreier- oder Sechser-Gruppe“ (gemeint sind die Treffen von Bürgermeister und Fraktionsspitzen der GroGru SPD/CDU) vorbereitet und ausformuliert werden, dann aber nicht mehr weiter diskutiert werden sollen. Ein Vorwurf, gegen den sich Tichy entschieden verwahrte: Erst die gute Zusammenarbeit innerhalb der GroGru ermögliche überhaupt klare Mehrheiten für solch weitreichende Beschlüsse. Die Gegenstimmen zum Sparpaket aus der CDU-Fraktion bewiesen außerdem, dass es keinen Fraktionszwang gebe und abweichende Meinungen auch nicht problematisiert würden.

 

Vorstandswahlen

Vorsitzender Roland Stahl
gleichberechtigte Stellvertreter
Christian Schäfer und Rolf Lange
Schatzmeister
Dieter König
Schriftführer
Jörg Karsten
Pressesprecher
Thorben Teyke
Organisationsleiter
Otto Eiling
Beisitzerinnen und Beisitzer
Susanne Kinne, Matthias Körner, Klaus-Peter Münch, Wolfgang Hartmann und Hilde Heberling

 

Ehrungen

Für 40-jährige Mitgliedschaft Margret Henkel, Jürgen Schnibbe, Anita Seidel, Sigrid Uebel und Hubertus Bursch
Für 30-jährige Mitgliedschaft Friedhelm Ohnesorge


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