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Sonntag, 14. April 2024
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Geschrieben von Boris Janssen am 28. März 2014.
Politik

Martin Dannhauer ist neuer Stadtbrandmeister

Lauterberger übernimmt das Amt zum 1. April – Stellvertreter wird Klaus-Dieter Schröder

Gleicher Ort, aber andere Zeit und anderes Amt: Martin Dannhauer (links) nach der Ernennung zum stellvertretenden Ortsbrandmeister Bad Lauterbergs im Mai 2013 mit Bürgermeister Thomas Gans. Ein Alarm verhinderte aktuelle Fotos.
Gleicher Ort, aber andere Zeit und anderes Amt: Martin Dannhauer (links) nach der Ernennung zum stellvertretenden Ortsbrandmeister Bad Lauterbergs im Mai 2013 mit Bürgermeister Thomas Gans. Ein Alarm verhinderte aktuelle Fotos.

Lange hat’s gedauert, aber nun ist die größte Personalfrage der Bad Lauterberger Feuerwehr gelöst: Martin Dannhauer wird neuer Stadtbrandmeister. Er übernimmt das Amt ab dem 1. April wie üblich für sechs Jahre. Sein Stellvertreter wird Klaus-Dieter Schröder. Das hat der Stadtrat auf seiner Sitzung am Donnerstag (27.03.2014) in der Grundschule Barbis einstimmig beschlossen und ist damit dem Vorschlag des Stadtkommandos gefolgt. Bürgermeister Dr. Thomas Gans berief beide umgehend in ihr Ehrenbeamtenverhältnis.

 

Stadtbrandmeister aus der Kernstadt

Gans betonte: „Es war nicht leicht, jemanden zu finden, der bereit ist, das Amt nach all den Querelen zu übernehmen.“ Deshalb gebühre Martin Dannhauer ein umso herzlicherer Dank. Der 54-Jährige wird nach Jahrzehnten der erste Stadtbrandmeister, der aus der Kernstadt stammt. Mit zehn Jahren trat Dannhauer 1970 in die Feuerwehr ein, seit Mai 2013 ist er stellvertretender Ortsbrandmeister in Bad Lauterberg.

Dannhauer übernimmt sein neues Amt vom langjährigen Stadtbrandmeister Klaus Hilbert. Die Suche nach einem Nachfolger hatte zu heftigen Streitereien zwischen den vier Bad Lauterberger Ortswehren geführt, die darin gipfelten, dass der ursprüngliche Kandidat des Stadtkommandos zurücktrat und der Posten seit einem Vierteljahr unbesetzt blieb. Klaus-Dieter Schröder übernahm die Aufgaben kommissarisch.

  

Ein Mann – zwei Urkunden

Dafür gebühre ihm besonderer Dank, stellte Thomas Gans fest, bevor er Schröder nunmehr zum stellvertretenden Stadtbrandmeister berief. Hierfür war Schröder bereits im Dezember vorgeschlagen worden, jedoch verzichtete er damals wegen der Querelen zunächst. Aber, so Gans: „Er ist seiner Verantwortung nicht entflohen. Er hat die Aufgabe als kommissarischer Stadtbrandmeister übernommen, als wir es gebraucht haben.“ Schröder ist Osterhagener, wurde 1958 geboren und gehört seit 1975 der Feuerwehr an. Bereits seit 1996 ist er Ortsbrandmeister in Osterhagen.

Diesen Posten wird er wiederum noch weitere sechs Jahre bekleiden, denn Schröder wurde nach Vorschlag der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Osterhagen vom Rat zugleich in diesem Amt bestätigt. So konnte Klaus-Dieter Schröder vom Bürgermeister gleich noch eine zweite Ernennungsurkunde in Empfang nehmen.

 

Fehlalarm verhindert Fotoshooting

Das obligatorische Fotoshooting mit den Pressevertretern musste allerdings spontan ausfallen: Kurz nach der Ernennung piepten die Alarmgeräte der anwesenden Feuerwehrleute – und schwupps, weg waren sie. In der Klinik Muschinsky hatte es durch Bauarbeiten einen Täuschungsalarm gegeben.

 

Brandschutzbedarfsplan „zur Kenntnis genommen“

Nach den Ernennungsritualen befasste sich der Rat noch mit dem Brandschutzbedarfsplan, der bereits im vergangenen November vorgestellt wurde.

Hierzu haben die Feuerwehren ergänzende Anmerkungen eingereicht: So stimme man grundsätzlich einer räumlichen Zusammenlegung der Ortsfeuerwehren Bartolfelde und Osterhagen zu. Der neue Standort müsse möglichst mittig zwischen den Dörfern liegen. In Bad Lauterberg seien die sanitären Anlagen im Untergeschoss seit 1968 unverändert und „hygienisch unzumutbar“. In Barbis fehle ein Vordach über dem Eingang (Rutschgefahr) und die Zuwegung müsse geteert werden. Außerdem verfüge kein Standort über Absauganlagen für die Fahrzeugabgase. Die Mängel müssten bis spätestens Ende 2016 behoben werden.

Darüber hinaus bräuchten die Feuerwehren Bartolfelde und Osterhagen dringend neue Fahrzeuge, weil die bisherigen ihre Nutzungsdauer zum Teil längst überschritten hätten und gravierende Sicherheitsmängel aufwiesen.

Der Rat beschloss mit den Stimmen der GroGru SPD/CDU, den so ergänzten Brandschutzbedarfsplan „zur Kenntnis zu nehmen“. Im ursprünglichen Beschlussvorschlag hieß es noch „zu beschließen“.

Diese Umformulierung brachte die Opposition aus der Fassung. Volker Hahn (parteilos, Gruppe Volker Hahn/Grüne) meinte: „Wir können doch nicht 25.000 Euro für diesen Plan ausgeben und ihn dann nur zur Kenntnis nehmen.“ Man müsse den Feuerwehren danken, dass sie konstruktiv mitarbeiten. Dafür müsse man auch zu einem Entschluss kommen, wie man mit ihnen weiter zusammenarbeiten wolle. Für Klaus-Richard Behling (BI) wäre das auch ein Zeichen der „Wertschätzung gegenüber den Feuerwehrkameraden“. „Wir sollten sie nicht weiter verunsichern.“

Erik Cziesla (CDU) hielt dem entgegen, man müsse nun in Ruhe überlegen, wie es weitergeht, welche Maßnahmen aus dem Plan wirklich umgesetzt werden sollten. Die Bezeichnungen „Kenntnisnahme“ oder „Beschluss“ seien hier sowieso eher symbolischer Natur. Denn sollten zum Beispiel tatsächlich neue Fahrzeuge angeschafft werden, bräuchte es für jede einzelne Maßnahme einen jeweils eigenen Beschluss des Rates, meinte Cziesla.

 

Mehr zur Ratssitzung lesen Sie hier.


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