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Montag, 15. April 2024
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Geschrieben von Boris Janssen am 22. Oktober 2014.
Politik

Bald neuer Markt in der Aue?

Dazu aus dem Bauausschuss: Fröhlich will erweitern, bei der Bockelnhagener Straße tut sich was, der Rathaus-Umzug zieht sich hin

Statt Herbst-Tristesse soll hier bald wieder Leben blühen: der ehemalige Netto-Markt in der Aue.
Statt Herbst-Tristesse soll hier bald wieder Leben blühen: der ehemalige Netto-Markt in der Aue.

Ein neuer Markt in der Aue, eine Umgehung für die Bockelnhagener Straße und der gemächliche Rathaus-Umzug haben den Bauausschuss am Montagabend (20.10.2014) vor der Grundschuldiskussion beschäftigt.

Im ehemaligen Netto-Markt in der Aue ist offenbar die Eröffnung eines neuen Geschäftes geplant. Vorgesehen seien ein Discounter sowie eine Markthalle für regionale Anbieter, erklärte Friedbert Maier vom Bauamt. Allerdings sei dafür eine Erweiterung des Marktes um 500 Quadratmeter erforderlich. Die Parkplätze würden auch nach einer solchen Erweiterung ausreichen, so Maier auf Nachfrage von Eike Röger (BI). Jedoch müsste der Bebauungsplan Nr. 25 (West) geändert werden. Der Ausschuss empfahl die Annahme des entsprechenden Beschlussvorschlages bei zwei Enthaltungen.

Einstimmig sprach sich der Ausschuss außerdem für die Aufstellung eines Bebaungsplanes Nr. 25A (Scharzfelder Str.-West) aus, der einen Teil des Bebauungsplanes Nr. 25 (West) ersetzen soll. Hiermit sollen umfangreichere Umstrukturierungen auf dem Gelände der Firma Fröhlich Holding GmbH & Co. KG ermöglicht werden. Die Firma plane unter anderem, Gebäude zu erneuern und zu erweitern und wolle dabei auch bisher öffentliche Flächen einbeziehen (Straße zum Förstersteg), so die Beschlussvorlage. Sowohl ein Zugang zum Förstersteg als auch der Wanderweg entlang der Oder blieben aber erhalten, versicherte Friedbert Maier: Bis zum Gewässer müssten fünf Meter freigehalten werden und es werde ein Wegerecht zur Brücke über die Oder geben. Ausschussvorsitzender Peter Münch (CDU) befand: „Das ist ein traditionsreiches Unternehmen. Das zu unterstützen, ist eine Ehrensache.“

Ebenso sollen die Firmen auf dem Gelände der ehemaligen Firma Fouchs-Blockhausbau unterstützt werden. Seit dem Konkurs der Firma haben sich hier zum Teil ganz andere Unternehmen angesiedelt, einige Inhaber wohnen dort auch. Um die Existenz der Betriebe zu sichern und eine Abwanderung zu verhindern, soll der Bebauungsplan Nr. 4A (Domäne Scharzfels) entsprechend der heutigen Nutzung angepasst werden. Der Ausschuss befürwortete das einstimmig.

Auf dem Heikenberg soll eine Satzung „Heikenberg Nordost“ eine bisher planungsrechtlich zum Außenbereich gehörende Baulücke bebaubar machen, ohne gleich einen Bebauungsplan aufstellen zu müssen. Eventuelle Bauvorhaben müssten sich dann in die Umgebung einfügen. Auch hier sprach sich der Ausschuss einstimmig für eine Annahme aus.

Über alle vorgenannten Punkte entscheidet der Verwaltungsausschuss in einer nichtöffentlichen Sitzung.  

Und noch einmal einstimmig empfahl der Ausschuss die 25. Änderung des Flächennutzungsplanes bei gleichzeitiger Aufstellung eines Bebauungsplanes Nr. 70 (Landenergie Bartolfelde). Hierüber entscheidet der Stadtrat auf seiner öffentlichen Sitzung am Donnerstag (23.10.2014) um 18 Uhr im DGH Osterhagen.

Bauamtsleiterin Annette Gödecke teilte zum Thema Straßensanierungen mit, Köhlerhang, Philosophenweg und ein erster Abschnitt der Silkeroder Straße seien mit dem DSK-Verfahren saniert worden. Heikenbergstraße, Kohschießenwech und Kirchtal seien geflickt worden. Die Sanierung der Dr.-Bodo-Otto-Straße sowie der Karl-Schmidt-Straße habe man jedoch noch einmal verschieben müssen, weil zwischenzeitlich die Pflasterung in der Schanzenstraße „unzumutbar“ geworden sei.

Wegen der Bockelnhagener Straße stehe sie in „sehr intensivem Kontakt“ mit der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, so Gödecke. Als Teilerfolg wertet sie, dass wenigstens schon einmal das Flicken der maroden Fahrbahndecke zugesagt worden sei. Peter Münch freute sich: „Da ist zumindest Bewegung drin.“ In diesem Zusammenhang lobte er allgemein die Zusammenarbeit mit den Bauämtern von Stadt und Landkreis. Volker Hahn (parteilos, Gruppe Volker Hahn/Grüne) regte an, ob man nicht über eine kurze Ortsumgehung nachdenken solle, die von Bockelnhagen kommend westlich an Bartolfelde vorbei zur Einmündung in die alte B 243 führen könnte. Die Strecke wäre keinen Kilometer lang und könnte zum Teil über bereits vorhandene Feldwege führen.

Erik Czielsa (CDU) erkundigte sich schließlich nach dem Fortschritt des Rathaus-Umzugs ins Haus des Gastes. Die Bauamtsleiterin erklärte, man habe die Nutzungsänderung mit einem Ingenieurbüro erarbeitet und beschäftige sich nun mit dem Brandschutzkonzept. Der Umzug solle dann nicht in einem Rutsch, sondern nach und nach geschehen und bis Ende 2015 abgeschlossen sein. Otto Eiling (CDU) kritisierte das niedrige Tempo: „Da verpufft ja das ganze Einsparpotential.“ Für das bisherige Rathausgebäude gebe es zwei Interessenten berichtete Bürgermeister Dr. Thomas Gans. Konkreteres könne er aber noch nicht sagen.


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