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Freitag, 09. Dezember 2022
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Geschrieben von Karl Heinz Bleß / Boris Janssen am 15. September 2015.
Politik

Bad Lauterberg bekommt Job-Center

Altbau der Lutterbergschule soll umgebaut und an Landkreis vermietet werden

Der Altbau der Lutterbergschule soll bald ein Job-Center beherbergen.
Der Altbau der Lutterbergschule soll bald ein Job-Center beherbergen.

Es ist beschlossen: Die ehemalige Lutterbergschule wird zum zweiten Standort des Job-Centers im Kreis Osterode. Der Landkreis wird dafür den Altbau und einen kleineren Teil des Neubaus der ehemaligen Förderschule mieten. Diese Entscheidung hat der Kreisausschuss am Montag (14.09.2015) einstimmig getroffen, teilte Siegfried Pfister als stellvertretender Hauptverwaltungsbeamter des Landkreises am Dienstagmorgen mit. Dieser zweite Job-Center-Standort wird ab Anfang 2017 für den dann frisch aus den Landkreisen Göttingen und Osterode entstandenen Großkreis Göttingen arbeiten und für den gesamten südlichen Teil des heutigen Kreises Osterode zuständig sein.

Damit steht für die Stadt neben Umbau des Haus des Gastes und der Grundschule am Hausberg gleich das nächste große Bauvorhaben an, denn die ehemaligen Klassenräume müssen nun bis zum Herbst 2016 in Büros umgewandelt werden. Diese von der Verwaltung erhoffte Notwendigkeit wurde auch bereits im Nachtragshaushalt berücksichtigt, mit dem sich in der kommenden Woche Finanzausschuss (Dienstag, 22.09.2015) und Rat der Stadt (Donnerstag, 24.09.2015) beschäftigen werden.

 

Dependance des neuen Landkreises Göttingen

Bürgermeister Dr. Thomas Gans freut sich über den Osteroder Beschluss: „Wir werden damit eine Dependance des neuen Landkreises Göttingen in der Stadt haben.“ Damit verbunden seien nach derzeitigem Stand 43 Arbeitsplätze. Außerdem könne die Stadt das leerstehende Gebäude endlich wieder mit Leben füllen. Und der Standort verkürze die Wege für Hartz-IV-Empfänger aus dem Südharz, denn bisher müssen die Hilfesuchenden immer nach Osterode fahren, wenn sie zum Job-Center wollen. Thomas Gans ist überzeugt: „Wir haben dem Landkreis das beste Angebot unterbreitet und werden den besten Standort zur Verfügung stellen.“

Dafür liegt jetzt aber erst noch ein wenig Arbeit vor der Stadt. Aus den ersten Entwürfen für die Bewerbung müssen nun detaillierte Pläne und diese dann in die Wirklichkeit umgesetzt werden – und zwar bis Herbst 2016, weil der künftige Mieter die Räume dann natürlich noch einrichten muss. Für den Umbau veranschlagt die Stadtverwaltung eine knappe Million Euro. Die sollen über die Mieteinnahmen aber wieder komplett hereinkommen. Die Vertragsverhandlungen könnten zwar jetzt erst beginnen. „Aber ich gehe von einer Mietdauer von mindestens zehn Jahren aus“, erklärte Gans gegenüber LauterNEUES. Der Bürgermeister hofft darüber hinaus, dass, wenn das Job-Center erst einmal eröffnet ist, sich noch weitere Mieter für den Rest des Neubaus finden. „Deshalb wäre es sinnvoll, diesen Teil gleich in die Beplanung mit hineinzunehmen.“

 

Doppelter Glücksfall

Dass der Landkreis die künftigen Büros von der Stadt nun mieten muss, ist indes ein wenig kurios und aus Bad Lauterberger Sicht ein doppelter Glücksfall: Der Landkreis hatte die Gebäude der Lutterbergschule erst vor wenigen Monaten nach Ende der schulischen Nutzung an die Stadt zurückübertragen müssen. Die dazugehörigen Turnhallen hat die Stadt inzwischen zum Traumpreis weiterverkaufen können, mit dem Erlös soll die Grundschule am Hausberg nunmehr eine eigene, direkt angebaute Turnhalle bekommen.

Zwischenzeitlich waren auch das ehemalige Barbiser Rathaus sowie die bald geschlossene Grundschule Barbis als Standort im Gespräch. Beide wären aber für den Raumbedarf zu klein gewesen.


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